Umzug nach Shanghai – Interview mit Marius Berlemann

Marius Berlemann ist seit dem 1. April General Manager der Messe Düsseldorf Shanghai Co., Ltd. (MDS). Zuvor war er nach einem Jahr als Trainee und verschiedenen anderen Stationen bei uns im Haus Global Head Wine & Spirits und Director der ProWein. Nun hat er die gesamte Projekt-, Personal- und Budgetverantwortung für das Portfolio der Messe Düsseldorf in China und wird vor allem den Ausbau des Neugeschäfts und unserer Messeportfolios in China weiter vorantreiben. Für ihn eine zugleich spannende und herausfordernde Aufgabe, bei der er gleichzeitig Messe-Generalist sein und tiefe Einblicke in jede Branche unserer Messethemen erlangen muss. Sein Tag kann mit Themen rund um unsere Verpackungsmaschinenmesse „swop“ starten, mittags im Caravaning-Bereich weitergehen und am Abend wird noch die Strategie für die wire und Tube China besprochen. Dazu kommt die besonders spannende Herausforderung der Mitarbeiterführung – zudem in einem anderen Kulturkreis. Shanghai ist für ihn jedoch kein Neuland, denn vor fünf Jahren war Marius Berlemann schon einmal ein Jahr für die Messe Düsseldorf in Shanghai und baute dort die ProWine China auf. Von den rund 70 Mitarbeitern, die unsere chinesische Tochtergesellschaft hat, kannte er noch ein gutes Drittel, was ihm den Einstieg natürlich erleichtert hat. Marius Berlemanns Familie, seine Frau und die beiden Kinder (ein und drei Jahre alt), haben ihn nach China begleitet. Im Interview berichtet er über seinen Start in Shanghai, neue berufliche Herausforderungen und was ihm und seiner Familie in Shanghai besonders gut gefällt.

Marius Berlemann an der Promenade „The Bund“ am Fluss Huangpu

Sie sind im März umgezogen, Ihre Familie ist im August nachgekommen. Wie lange waren sie mit den Umzugsvorbereitungen beschäftigt und was gab es für Hürden?

Das stimmt, wir haben den Umzug bewusst gesplittet. So konnte ich mich am Anfang voll und ganz auf meine neue Arbeit einstellen und unsere Tochter konnte ihr erstes Kindergarten-Jahr in Düsseldorf beenden.

Für Privatpersonen kann es relativ kompliziert und aufwendig sein, nach China einzureisen und vor Allem eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung zu bekommen. Dadurch, dass ich hier für die Messe  Düsseldorf tätig bin, habe ich aber tolle Unterstützung bekommen und alle Visa-Angelegenheiten liefen problemlos. Die notwendigen Unterlagen, wie z.B. Heirats- und Geburtsurkunden, sowie deren Beglaubigungen hatten wir bereits ein paar Wochen vorher zusammengestellt und erledigt. Unsere „größte Hürde“ bestand darin, vor Ort in Shanghai einen sogenannten Health-Check durchführen zu lassen. Bei 40 Grad Außentemperatur in einem Krankenhaus-Kittel von Raum zu Raum geschickt zu werden, um sich einmal komplett durchleuchten zu lassen – darauf muss man sich einfach einlassen. Zum Glück müssen Kinder unter 18 Jahren einen solchen Medizin-Check nicht absolvieren.

Dank der Unterstützung und weil meine Frau und ich die Stadt schon kannten und wussten, was uns erwartet, sind wir den Umzug ehrlich gesagt recht gelassen angegangen. Unsere Planung beschränkte sich im Wesentlichen auf das Koffer-Packen. Hier vor Ort gibt es ein breites Shopping-Angebot, was fehlt besorgen wir hier und wenn unsere Kinder doch etwas vermissen, wird es beim nächsten Heimatbesuch eingepackt. Sehr wichtig war uns allerdings, dass unsere Tochter ohne längere Pause wieder zurück in eine Kindergarten-Einrichtung gehen konnte. Deshalb haben wir uns frühzeitig darum gekümmert und sie schon ein halbes Jahr vor der Abreise für die Deutsche Schule Shanghai angemeldet.

Wohnungssuche in Shanghai – so kompliziert wie man es sich vorstellt?

Shanghai mit dem Rad geht auch

Die Wohnungssuche war tatsächlich relativ unkompliziert. Die Messe hat eine Immobilien-Agentur mit einem Makler vor Ort beauftragt, der uns trotz der sehr hohen Bevölkerungsdichte von über 24 Mio. Einwohnern erstaunlich viele freie Wohnungen zeigen konnte. Natürlich mussten wir erst einmal einige ansehen, bevor wir die Richtige gefunden hatten, aber darauf hatten wir uns von Anfang an eingestellt. Besonders wichtig war uns eine nicht zu große Entfernung zum Büro und zum Kindergarten. Glücklicherweise haben wir eine passende Wohnung in der Mitte gefunden.

Wer lebt sich schneller ein, die Kinder oder die Erwachsenen?

Wir Erwachsenen machen uns oft viele Gedanken und auch teilweise unnötig viel Druck. Die Kinder sind unvoreingenommen, lassen Dinge auf sich zukommen und gerade in unserem Fall, mit zwei Kleinkindern im Alter von drei und einem Jahr, sind sie da glücklich und zufrieden wo auch Mama und Papa glücklich und zufrieden sind. Für uns als Eltern ist es wichtig, den Kindern ein schönes Zuhause zu bieten, zu helfen, dass sie schnell Freunde finden, und das ein oder andere bekannte Essen auf den Tisch zu zaubern.

 Sie kannten Shanghai schon. Worauf haben Sie sich am meisten gefreut?

Sowohl meine Frau als auch ich sind große Fans der Peking Ente, die man unglaublich gut im Lokal DaDong essen kann. Da schlage sogar ich ordentlich zu, obwohl ich sonst kein großer Fleischfan bin.

Kleine Boutiquen, gemütliche Lokale mit Livemusik und europäische Feinkostläden – die Former French Concession.

Was ist ihr Lieblingsort in Shanghai? Was sollten sich Besucher unbedingt anschauen?

Mein neuer Lieblingsort in Shanghai wird wahrscheinlich unsere neue Wohnung sein. Aus dem Fenster hat man einen guten Blick auf den Shanghai Tower, der weltweit das zweithöchste und Chinas höchstes Gebäude ist.

Shanghai hat unheimlich viel zu bieten und für jeden Besucher ist das Richtige dabei. Ein Muss ist natürlich der Bund, die Promenade am Fluss Huangpu. Wir haben vor Kurzem eine Bootstour über den Huangpu River unternommen, dabei hat man einen tollen Blick auf beide Seiten des Flusses, die „alte“ Seite Puxi und die „neue“ Seite Pudong. Wer neben dem modernen Shanghai auch gerne das traditionelle China kennen lernen möchte kommt bei einem Besuch des Yu Garden voll auf seine Kosten. Hier findet man einen 400 Jahre alten Garten sowie ein schönes Teehaus. Am liebsten schlendere ich an einem Sonntagnachmittag durch das FFC (Former French Concession), das für mich durch seine vielen kleinen Boutiquen und Lokale ein ganz besonderes Flair hat. Besonders Weinliebhaber werden hier nicht enttäuscht.

Vermissen Sie etwas an Düsseldorf?

 Ich vermisse die doch sehr kurzen und vor allem stressfreien Verkehrswege in Düsseldorf. Trotz mehrspuriger Fahrbahnen ist das Verkehrsaufkommen in Shanghai sehr hoch und „mal eben“ zu einem Meeting zu fahren, kostet mich teilweise eine Stunde Autofahrt. Außerdem freue ich mich jetzt schon auf den nächsten Spaziergang durch den Wald, mit den Kindern die Natur zu erleben und einfach mal tief durchzuatmen. Trotz der der vielen Grünanlagen hier in Shanghai, die sehr liebevoll angelegt und top gepflegt werden, vermisse ich die bekannten Waldwege.

 Wie bringen Sie Düsseldorf bzw. Heimat-Feeling an Ihren Standort?

Düsseldorf Feeling bringe ich immer mit einem gepackten Koffer voll Leckereien nach Shanghai, Snacks für die Kinder und die gute deutsche Schokolade dürfen hier nicht fehlen.

Wir danken Marius Berlemann für diesen spannenden Einblick und wünschen ihm und seiner Familie viel Erfolg und Spaß in Shanghai. Habt Ihr auch Auslandserfahrungen gemacht – vielleicht auch in China? Wie lief es bei Euch?

 

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Die neue Halle 1 geht in Betrieb: Interview mit Clemens Hauser zum ersten Meilenstein beim Bau der Neuen Messe Süd

Es ist vollbracht! Unsere neue Halle 1 öffnet am 25. September 2019 ihre Tore für die erste Veranstaltung: die Pharmaziefachmesse expopharm, die bei uns als Gastveranstaltung durchgeführt wird. Damit ist ein Teil der  Bauarbeiten zur Neuen Messe Süd auf unserem Gelände abgeschlossen. Grund genug für uns, mit Clemens Hauser, unserem Bereichsleiter Technik, ein letztes Mal vor der Eröffnung durch die leeren Räumlichkeiten zu schlendern. Bei diesem Ausflug gab uns Clemens Hauser, der für Planung, Bau und Betrieb unseres Messegeländes verantwortlich ist, ein paar Einblicke hinter die Kulissen des neuen Bauwerks und verriet uns, was die erfolgreiche Inbetriebnahme der Halle für ihn bedeutet. Aber seht und hört selbst.

Von der Skizze zum Bauwerk

Copyright: Messe Düsseldorf, Ansgar van Treeck

Als aufmerksame Leser der MD Stories verfolgt ihr natürlich schon lange, wie die Bauarbeiten vorangehen und wie viele verschiedene Personen daran beteiligt sind, unsere Neue Messe Süd auf dem Weg von der Skizze zum Bauwerk zu begleiten. Bei einem so komplexen Projekt mit über 80 beteiligten Einzelgewerken muss es natürlich einen geben, der den Hut aufhat. Das ist Clemens Hauser, der gemeinsam mit seinem Team die Planungen koordiniert und die Fäden zusammengehalten hat. Koordination und Abstimmung spielten auch in der Konzeptionsphase schon eine große Rolle, denn es galt in enger Zusammenarbeit mit unserem Tochterunternehmen Düsseldorf Congress dafür zu sorgen, dass unsere Anforderungen an eine neue Messehalle ebenso erfüllt wurden, wie die Ansprüche der Kollegen vom Congress Center Düsseldorf an Konferenz- und Tagungsmöglichkeiten. Wichtig war, dass Ausstellungs- und Konferenzbereich eng verzahnt und doch sauber getrennt sind. Das ist im jetzt realisierten Entwurf vorbildlich gelungen, wie wir bei unserem Rundgang sehen konnten.

Die Konferenzräume im 1. Obergeschoss von außen, Copyright: Messe Düsseldorf, Ansgar van Treeck

Doch wie kam es überhaupt dazu, dass wir uns von gleich zwei Hallen verabschiedet haben, um eine neue zu errichten? Clemens Hauser erklärt, dass es seit langem ein großer Wunsch war, im Süden unseres Geländes einen größeren, repräsentativen Eingang zu haben, der unmittelbar ins Messegelände führt. Das war die Hauptaufgabe bei der Ausschreibung des Bauprojekts. Und der Entwurf von slapa oberholz pszczulny | sop architekten, den Jurek Slapa hier im Video erklärt, hat auf Anhieb überzeugt mit der großzügigen Halle 1, dem spektakulären Vordach aus transluzentem Glasfasergewebe, dem großzügigen Foyer, das unmittelbar an die Halle 1 angebunden ist, aber über die Magistrale auch eine Verbindung zum übrigen Messegelände ermöglicht.

Unsere neue Halle 1, ein wahres Allround-Talent

Ein Blick ins Foyer der neuen Halle 1, Copyright: Messe Düsseldorf, Ansgar van Treeck

Wir alle haben den Bau der neuen Halle mit Spannung verfolgt, und es gab immer wieder Momente, die sich besonders eingeprägt haben, wie zum Beispiel das Abheben der riesigen Dachelemente während des Abrisses, das ihr in unserem ersten Zeitrafferfilm sehen könnt. Clemens Hauser ist unter anderem besonders ein Besuch bei dem Stahlbauer in Erinnerung geblieben, der die riesigen Stahlträger der Halle gefertigt hat: „Als fest verbaute Bestandteile der neuen Halle 1 sehen die gar nicht so groß aus. In einer Werkstatt wirken sie aber gigantisch. Nachdem die Träger in speziell gebauten Formen zusammengeschweißt wurden, wurden sie auf ein riesiges Feld gelegt. Dieses Bild – ein Feld voller Träger – war einfach unvergesslich…

Auf den ersten Blick mag unsere neue Halle 1 nur eine von vielen Messehallen sein. Denn ein wichtiges Prinzip auf dem Düsseldorfer Messegelände ist, dass alle Hallen gleich ausgestattet sind – sei es in Bezug auf Böden, Tore, Höhen oder Anschlusswerte. Gleichzeitig wird das Hallenkonzept aber stets weiterentwickelt, betont Clemens Hauser, weil sich die technischen Möglichkeiten und auch die Anforderungen zum Beispiel an die Energieeffizienz seit dem Bau des Messegeländes 1969-71 einfach entscheidend geändert haben. Daher ist es nicht verwunderlich, dass sich die neue Halle 1 dann doch von den anderen Hallen unterscheidet.

Das Innere der neuen Halle 1, Copyright: Messe Düsseldorf, Ansgar van Treeck

Eine Besonderheit unseres neuesten Bauwerks: Die Halle 1 ist stützenlos gebaut, wodurch sie besonders flexibel einsetzbar ist. So fügt sie sich bestens in das Gesamtgelände ein, auf dem wir für Events jeglicher Art und Größe, von kleinen Konferenzen bis zu größeren Firmenveranstaltungen, Fernsehshows oder natürlich Messen die passenden Räumlichkeiten anbieten können. Der neue Eingang und seine direkte Anbindung schaffen hierfür nochmal neue Möglichkeiten, denn jetzt können wir im Norden und Süden des Geländes in den Hallen 8a und 8b und der neuen Halle 1 zwei Großevents mit jeweils separaten Eingängen parallel durchführen

Wir freuen uns über die erfolgreiche Inbetriebnahme der neuen Halle 1 und auf die ersten Messen dort – es brummt nämlich vom Start weg: Bis Juni 2020 ist die Halle schon durchgehend gebucht. Welche wird die erste Veranstaltung sein, bei der ihr unsere neue Halle 1 erkundet?

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Zum Global Exhibitions Day: Die Messe Düsseldorf als Türöffner

Das ist unser Tag: der Global Exhibitions Day! Oder kurz GED. Der Tag, an dem die Messebranche weltweit auf ihre Bedeutung für die Wirtschaft aufmerksam macht – und sich auch selbst ein bisschen feiert. ? Vielleicht noch nicht ganz so bekannt wie der ESC, für uns aber Anlass genug, mal genauer hinzusehen und mit den fünf Deputy Directors unserer vier großen Global Portfolios darüber zu sprechen, was Messen für unsere Kunden eigentlich alles leisten und warum die Messe Düsseldorf ihre Veranstaltungen in alle Welt exportiert.

Messe-Ableger überall auf der Welt

Wir haben rund 50 Fachmessen am Standort Düsseldorf im Portfolio. Dazu organisieren wir jedes Jahr etwa 70 Eigenveranstaltungen und Beteiligungen im Ausland. Ein großer Teil davon sind Ableger unserer 23 Düsseldorfer Nr.1-Messen, die jeweils die Top-Veranstaltung ihre Branche weltweit darstellen. In vier Branchen sind wir besonders stark in der Welt vertreten: unsere Global Portfolios Plastics & Rubber, Processing & Packaging, Health & Medical Technologies sowie Metals & Flow Technologies führen zusammen 60 Veranstaltungen in 14 Ländern durch.

Thomas Franken

Mehr auswärts als zu Hause und dann auch noch zu den gleichen Themen, ergibt das Sinn? Aber ja! Thomas Franken, Deputy Director Global Portfolio Plastics & Rubber, hat uns erklärt, warum: „Die meisten unserer Kunden sind Mittelständler und als Maschinenbauer extrem exportorientiert. Sie wollen in die Märkte der Welt, deshalb bringen wir sie dorthin. Mit unseren internationalen Plattformen sind wir ihre Türöffner.“

Zwar treffen unsere Aussteller bei den Leitmessen in Düsseldorf die international wichtigsten Player der Branche und hochkarätiges Fachpublikum aus insgesamt 180 Ländern der Welt. Aber diese Messen finden zumeist nur alle drei oder vier Jahre statt, außerdem kann sich insbesondere in den Schwellenländern nicht jeder eine Reise nach Düsseldorf leisten.

Für die großen Unternehmen ist der Besuch der Leitmessen in Düsseldorf gesetzt. Aber gerade die Wachstumsmärkte in Asien, Südamerika, dem Nahen Osten und Afrika bieten für die Maschinen- und Anlagenbauer noch viel Potenzial bei kleinen und mittleren Unternehmen, die sie kaum erreichen, wenn sie nicht vor Ort vertreten sind. Das ist der Kern unserer Global Portfolio-Strategie: Wir nutzen unsere Branchenkompetenz und unser großes internationales Netzwerk, um unsere Messethemen zu exportieren und kleinere Ableger unserer Leitmessen in verschiedenen Ländern weltweit zu veranstalten. Dabei hat die Messe Düsseldorf neben den wichtigen Boom-Regionen wie China oder Indien vor allem auch Zukunftsmärkte im Blick.

Weltweite Starthilfe durch Messen

Gerrit Nawracala

Gerrit Nawracala, Deputy Director Global Portfolio Metals & Flow Technologies, spricht von Messen als Starthelfer: „Mit unserem Rundum-Service helfen wir unseren Kunden beim Eintritt in einen neuen Markt und leisten somit letztlich oft Starthilfe auf dem Weg zum internationalen Erfolg.“

Daniel Ryfisch

„Dabei ist auch das Netzwerk ganz wichtig“, ergänzt sein Kollege Daniel Ryfisch, ebenfalls Deputy Director Global Portfolio Metals & Flow Technologies. „Wir stellen unseren Kunden unser Netzwerk und unsere Branchenkontakte zur Verfügung, um ihr eigenes globales Netzwerk zu erweitern.“

Christian Grosser

Neue Impulse bekommt neben dem Geschäft unserer Kunden auch der jeweilige Markt: Zum einen kommt dort auf den Messen ein regionales Expertennetzwerk zusammen. „Und als Plattform für Innnovation und fachlichen Austausch bringen Messen Schwung in die Märkte.“, betont Christian Grosser, Deputy Director Global Portfolio Health & Medical Technologies.

 

An Düsseldorf führt trotzdem kein Weg vorbei

Aber muss man dann noch zur Messe nach Düsseldorf kommen? Nehmen wir uns nicht selbst Kunden bei den Düsseldorfer Veranstaltungen weg?

Thomas Dohse

Das Gegenteil ist der Fall, meint Thomas Dohse, Deputy Director Global Portfolio Processing & Packaging: „Die letzte interpack in Düsseldorf war die größte Veranstaltung, die wir jemals hatten. Und 74 Prozent der Fachbesucher kamen aus dem Ausland. Einen internationaleren Treffpunkt kann die Branche nirgendwo sonst finden.“ Die anderen Veranstaltungen des Portfolios machen eben auch Appetit auf den großen Gesamtüberblick, den es nur bei uns in Düsseldorf gibt.

Dass sich unsere internationalen Aktivitäten in dieser Hinsicht auszahlen, hat auch die letzte Untersuchung der wirtschaftlichen Effekte Düsseldorfer Messen durch das unabhängige ifo Institut, Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V., ergeben. Diese Untersuchung kam zu dem Schluss, dass die um 15 Prozent gestiegenen messeinduzierten Umsätze in Düsseldorf und Umgebung vor allem auf die gestiegene Internationalität unserer Kunden zurückzuführen ist. Und nicht zuletzt können wir in den Jahren ohne Leitmesse an der Homebase die geringeren Umsätze durch Messen im Ausland abfedern. Unsere Global Portfolios bedeuten also eine win-win- Situation für Kunden, Stadt und Messegesellschaft.

In diesem Sinne: Happy #GED19 ! ?

Copyright Fotos: Messe Düsseldorf, Andreas Wiese

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Internationaler geht es kaum: Unser Auslandsvertrieb

Was passiert, bevor ein australischer Krankenhauschef ausgerechnet zu uns nach Düsseldorf fliegt, um sich auf der MEDICA über die neuesten Geräte und Trends zu informieren? Wie erfährt er davon, dass hier die Weltleitmesse für Medizin stattfindet und sich ein Besuch für ihn lohnen könnte?

Die Internationalität bei den Düsseldorfer Weltleitmessen ist traditionell sehr hoch – 70 Prozent und mehr beträgt sie je nach Messe sowohl bei den Ausstellern als auch bei den Besuchern. Damit die Fachbesucher, die aus der ganzen Welt anreisen, hier dann einen möglichst umfassenden Marktüberblick von Ausstellern aus aller Welt vorfinden, ist für die Messe Düsseldorf ein weltweites Netz von Auslandsvertretungen (AV) aktiv. Gesteuert und betreut wird dieses internationale Vertriebsnetz von unserer sechsköpfigen Abteilung International Business unter der Leitung von Dr. Schütte. Wir haben ihn und zwei seiner Kollegen gebeten, uns einen Einblick in ihren Arbeitsalltag zu gewähren.

Dr. Clemens Schütte, Abteilungsleiter International Business

Dr. Clemens Schütte

Dr. Clemens Schütte kam im Dezember 2000 von einer großen Versicherungsgesellschaft zur Messe Düsseldorf und kümmerte sich zunächst um die strategische Koordinierung und die Unterstützung der Boards of Directors – also sozusagen der Aufsichtsräte – unserer Auslandsgesellschaften. Später war der promovierte Volkswirt dann als Geschäftsführer unserer Beteiligungsgesellschaft German Exposition Corporation International GmbH (GEC) und Mitglied des Board of Directors des Shanghai New International Expo Centre (SNIEC) verantwortlich für die Beteiligung der Messe Düsseldorf an einem Messegelände in Shanghai-Pudong. Die Leitung der Abteilung International Business übernahm Clemens Schütte vor gut zehn Jahren. Privat ist der Vater zweier erwachsener Kinder ein passionierter Läufer, den es auch beim Bergsteigen in den Alpen in die Natur zieht.

Dr. Schütte, wie oft haben Sie schon den Erdball umrundet?

Ohne es mitgezählt zu haben, im Laufe der Jahre sicherlich diverse Male. Weltweit unterhalten wir 77 Auslandsvertretungen, darunter auch Tochtergesellschaften in Chicago, Moskau, Delhi, Singapur, Hongkong, Shanghai und Tokio. Unsere Vertretungen bearbeiten insgesamt 141 Länder. Im Tagesgeschäft erledigen wir die Kommunikation mit unseren internationalen Kollegen und Partnern über unterschiedliche Kanäle vom klassischen Telefon über E-Mails und Videokonferenzen bis hin zu unserem „AV Net“, dem Intranet für die Auslandsvertretungen, als Informations-und Kommunikationsplattform mit dem Vertrieb. Dennoch ist der direkte persönliche Austausch mit unseren Vertriebspartnern auch im Medienzeitalter unverzichtbar. Wir sehen sie regelmäßig während unserer Leitmessen in Düsseldorf, wenn sie hier ihre Aussteller oder Besuchergruppen betreuen. Zusätzlich besuche ich etwa einmal im Monat unsere Auslandsvertretungen auch vor Ort. In diesem Monat werde ich beispielsweise unsere neue Repräsentanz in Colombo (Sri Lanka) eröffnen und an einer Auslandsvertretertagung für die Region Asia-Pacific in Indonesien teilnehmen.

Worin genau besteht die Aufgabe der Abteilung International Business?

 Im Ausland sind über 200 Mitarbeiter in unseren Vertretungen und Tochtergesellschaften am Verkauf unserer Messen und Dienstleistungen beteiligt. Dieses Netz steuert meine Abteilung. Wir rekrutieren neue Vertretungen, managen die Verträge mit unseren Vertriebspartnern, steuern unser Provisionssystem, überwachen die Vertriebsergebnisse der einzelnen Vertretungsgebiete, geben strukturierte Feedbacks an unsere Vertretungen und agieren dabei auch als „Sparringspartner“ für unsere Auslandskollegen. Mit unserem China Desk stehen wir zudem in der Ergebnisverantwortung für die Beteiligung an unserem Messegelände Shanghai New International Expo Centre SNIEC in Shanghai.

Warum hat die Messe Düsseldorf so viele Auslandsvertreter und wie wichtig ist das Auslandsgeschäft für die Messe Düsseldorf?

 Unsere Auslandsvertretungen leisten einen umfassenden Beitrag zu unserem Geschäft. Sie akquirieren neue Aussteller, betreuen Bestandskunden, unterstützen uns bei unseren internationalen Marketingaktivitäten, richten Pressekonferenzen in ihren Ländern aus, organisieren Besuchergruppen zu unseren Fachmessen, pflegen und entwickeln Netzwerke mit wichtigen Partnern der Messe Düsseldorf in Wirtschaft, Politik und Verbandswesen.

In einer immer globaleren Wirtschaft kommt der Großteil unserer Kunden und Umsätze mittlerweile aus dem Ausland. Der deutsche Markt ist weitgehend saturiert. Die ausländischen Märkte, vor allem in den für unser Geschäft so wichtigen Schwellenländern, wachsen kontinuierlich weiter. Deshalb wird der Umsatzanteil aus dem Ausland trotz aktueller Unsicherheiten wie Handelskonflikten oder dem BREXIT auch in Zukunft stetig weiterwachsen. Egal ob wir über die ausländischen Aussteller und Besucher in Düsseldorf sprechen oder über unsere eigenen Messeveranstaltungen in China, Indien und Lateinamerika: das Auslandsgeschäft wird immer wichtiger. Über unser weltweites Vertreternetzwerk erreichen wir unsere Kunden und Partner in allen relevanten Märkten, steigern die Bekanntheit unserer Messemarken und des Veranstaltungsstandorts Düsseldorf und generieren somit am Ende Wachstum für unsere internationalen Messeportfolios.

Was schätzen Sie an Ihrer Arbeit und was sind Ihre persönlichen Highlights in den letzten Jahren gewesen?

Ich schätze die Internationalität unseres Geschäfts und dadurch den Umgang mit Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern und Kulturen. Mein Job verbindet in idealer Weise strategische und analytische Aufgaben mit klassischem „People’s Business“: im Messegeschäft wie auch im Vertrieb geht es am Ende immer um Menschen, ihre Fähigkeiten, Stärken und Motivation. Das ist gelegentlich anstrengend, aber meistens sehr bereichernd. Eine großartige Erfahrung war für mich aber auch, dass ich ein Messegelände in Shanghai vom ersten Spatenstich bis zur Blüte als Marktführer in Ostasien in verantwortlicher Position begleiten durfte. In Summe empfinde ich meine Arbeit als unglaublich abwechslungsreich und fast frei von Routinetätigkeiten.

Claudia Schmitz-Wagner, Referentin Auslandsvertrieb

Claudia Schmitz-Wagner

Claudia Schmitz-Wagner ist die dienstälteste Kollegin in der Abteilung International Business. Frisch von Frankreich nach Düsseldorf gezogen, war sie schon vor ihrem Studium der Außenwirtschaft bei der Messe Düsseldorf tätig. Nach dem Studienabschluss war dann relativ bald die für sie perfekte Stelle in der damaligen Abteilung „Auslandsvertretungen“ ausgeschrieben und sie ergriff die Gelegenheit beim Schopf. Denn sie wollte unbedingt in einem internationalen Umfeld arbeiten und, wie sie selbst sagt, „internationaler als hier geht es kaum“. Auch privat reist sie gern, am liebsten mit Mann und Hund, außerdem mag sie Konzerte und kochen und gut essen mit Freunden.

Frau Schmitz-Wagner, aus wie vielen Ländern erreichen Sie täglich Anrufe und Mails?

Das ist sehr unterschiedlich – bei uns ist jeder Tag anders. Heute waren es beispielsweise nur acht Länder. Je nachdem, welche Themen oder Projekte gerade anstehen, ist es gerade bei den Mails auch deutlich mehr – da kommen dann schnell um die 30 Länder zusammen. Und während einer Messelaufzeit haben wir auch schon mal bis zu 50 Nationen persönlich bei uns im Büro.

Wie eng ist Ihr Kontakt zu den Auslandsvertretern?

Auch das variiert natürlich sehr. Ich kümmere mich ja nun schon seit gut 20 Jahren um die Belange der Auslandsvertretungen und habe entsprechend mit einigen ein sehr enges Verhältnis, teilweise sind Freundschaften daraus entstanden. Und dadurch, dass ich schon so lange dabei bin, wenden sich viele AVen auch oft noch zunächst an mich, obwohl meine Kollegen und ich die Welt unter uns aufgeteilt haben.

Wie groß sind die landestypischen Unterschiede zwischen den Ländern? Gibt es eine besondere Anekdote oder Geschichte, die Sie zum Thema Verständigung erzählen können?

Die Mentalitätsunterschiede sind natürlich riesig, das ist ja schon allein in Europa so. Einen Italiener kann man nicht mit einem Finnen vergleichen … Asiaten nicht mit Südamerikanern … Es bedarf häufig Feingefühls für die Kommunikation, gleichzeitig dürfen wir nicht zu empfindlich sein und müssen auch manchmal zwischen den Zeilen lesen können, da die meisten AVs weder im Deutschen noch im Englischen Muttersprachler sind. Am Anfang meiner Zeit hier gab es noch Vertreter, die ein Problem damit hatten, dass Frauen ihnen etwas zu sagen hatten, die Zeiten sind aber vorbei.

Was macht für Sie den Reiz Ihrer Arbeit aus? Was möchten Sie nicht mehr missen?

Der Reiz unseres Jobs ist die Vielseitigkeit. Wir sind nicht nur mit vielen Ländern und somit den unterschiedlichsten Mentalitäten der Welt in Kontakt, sondern auch mit allen Projekten und Abteilungen im Haus. Gegenüber der Messe Düsseldorf vertreten wir die Interessen der AVen und andersrum, wofür wir auch hin und wieder diplomatisches Geschick benötigen.

Jens Steinbach, Gruppenleiter Auslandsvertrieb, Asia Pacific Desk

Jens Steinbach

Jens Steinbach ist der China-Experte der Abteilung. Er hat Regional-wissenschaften Ostasien / China mit Schwerpunkt BWL studiert und war nach seinem Studium zunächst Referent für Neugeschäftsentwicklung, bevor er für die Messe Düsseldorf nach Shanghai ging. Dort lebte und arbeitete er insgesamt fast zweieinhalb Jahre. Er ist mit einer Taiwanesin verheiratet, gerade stolzer Onkel geworden und mag neben Fotografie und Literatur auch gutes Essen und Kochen.

Herr Steinbach, wie oft sprechen Sie chinesisch? Bestellen Sie im chinesischen Restaurant auf chinesisch?

Ich spreche es jeden Tag mit meiner Frau, auch wenn ich das eigentlich vermeiden will, da sie zur Zeit Deutsch lernt. Und ja, ich rede mit den Kellnern Chinesisch und freue mich dann jedes Mal klammheimlich über den verdutzten Gesichtsausdruck des Gegenübers.

Was ist der Schwerpunkt Ihrer Arbeit?

Ich bin bei uns für das Shanghai New International Expo Center (SNIEC) mit zuständig, an dem die Messe Düsseldorf 16,66% der Anteile hält – genauso wie die Messe München und die Deutsche Messe AG. 50% der Anteile an diesem Gelände sind somit in deutscher Hand, die anderen 50% gehören einer Tochter der Stadt Shanghai. Und das SNIEC ist immerhin das am besten ausgelastete Messegelände der Welt.

Außerdem nehme ich an den Boardsitzungen unserer beiden Tochtergesellschaften Messe Düsseldorf China (MDC) und Messe Düsseldorf Shanghai (MDS) Teil und bin Ansprechpartner für die chinesischen Kollegen und ihre Anliegen. Nur um einen groben Eindruck von der Größenordnung unseres Chinageschäfts zu geben: China ist nach Italien und Frankreich die drittgrößte ausländische Ausstellernation in Düsseldorf. 2018 haben wir rund 33.000 Quadratmeter an chinesische Aussteller verkauft und hatten auf unseren Messen insgesamt 2.145 Aussteller aus China.

Daneben betreue ich auch die 18 Vertretungen in der Region Asien-Pazifik und bin „Mädchen für alles“, von A wie „Analysen in Excel“ über G wie „Gastgeschenke und Protokollarisches“ bis Z wie „Zahlungsabgleich mit China“. Die Bandbreite meiner Tätigkeiten ist ziemlich groß.

Welche Aufgaben haben Sie bei der Messe Düsseldorf China und Shanghai?

Ich bin Finanzchef (Finance Director) bei der Messe Düsseldorf China und Supervisor bei der Messe Düsseldorf Shanghai. Der Supervisor ist ein vom Gesellschafter (also der MDC als Muttergesellschaft der MDS) berufenes, in dieser Art nur in China vorkommendes firmeninternes Organ, das darüber wachen soll, dass gesetzliche Vorschriften und die Satzung der Gesellschaft beachtet werden und allgemein die Interessen der Gesellschaft gewahrt bleiben.

Wie pflegen Sie die Kontakte nach China?

Natürlich nutze ich alle modernen Kontaktmittel, regelmäßige Reisen spielen aber auch eine große Rolle. Außerdem besuche ich China-bezogene Veranstaltungen in der Stadt Düsseldorf und stehe in regelmäßigem Kontakt zum China-Kompetenzzentrum der Stadt Düsseldorf.

Welche kulturellen Besonderheiten sollte man im Umgang mit Chinesen unbedingt kennen und beachten?

Ein wichtiges „Do“ ist relativ bekannt: Man nimmt Visitenkarten immer mit beiden Händen entgegen, um seine Wertschätzung auszudrücken. Weniger bekannt ist ein wichtiges „Don’t“: niemals Messer oder Uhren schenken, weil das verstanden werden kann als „Wir sind getrennte Leute“, bzw. „Deine / Ihre Zeit ist abgelaufen“. Allgemein gesprochen sind Chinesen aber viel unkomplizierter im Umgang als beispielsweise Japaner oder auch Koreaner. Übrigens: Wer mehr über China erfahren möchte, sollte einmal Kai Strittmatters „Gebrauchsanweisung für China“ lesen. Man wird köstlich unterhalten und lernt ganz nebenbei auch viel über Land und Leute.

Wir bedanken uns bei allen Kollegen für die Interviews und den spannenden Einblick in Ihren Arbeitsalltag.

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Unsere Lieblingslaufstrecken in und um Düsseldorf

Kribbelt es Euch auch schon in den Beinen? Bei steigenden Temperaturen und den ersten Sonnenstrahlen sehen wir rund um das Gelände der Messe Düsseldorf jeden Tag vor der Arbeit und nach Feierabend mehr Jogger, vor allem am Rheinufer und im Nordpark. Viele von ihnen haben ein festes Ziel vor Augen, denn schon in wenigen Wochen steht in Düsseldorf mit dem Metro Marathon am 28. April der erste große öffentliche Lauf an. Traditionell sind dabei auch einige Kollegen der Messe Düsseldorf am Start. Allen, die selbst für einen großen Lauf trainieren oder ganz entspannt nach Feierabend eine Runde laufen wollen, verraten hier drei unserer Kollegen aus der Messe Düsseldorf Laufgruppe ihre Lieblingsstrecken.

Einmal um den Unterbacher See

Stefanie Pulla läuft ca. dreimal in der Woche, dementsprechend ist sie auf vielen verschiedenen Strecken unterwegs, unter anderem gerne am Rhein oder im Aaper Wald. Zusätzlich absolviert sie auch noch eine Krafteinheit. „Der ganze Körper will beschäftigt werden“, sagt die Kollegin lachend und erzählt im nächsten Moment, dass sie nicht nur beim Metro Marathon über die gesamten 42 km an den Start geht, sondern auch am 7. April schon beim XXV Acea Marathon Internazionale di Roma quer durch Rom gelaufen ist. Für diese Läufe trainiert sie sowohl alleine als auch in der Gruppe – gerne auch in der Messe Laufgruppe, an der sie den positiven Austausch mit den Kollegen während des lockeren Laufens mag. Am Wochenende läuft sie gerne direkt am Morgen, wenn es noch nicht so warm ist, unter der Woche abends nach der Arbeit. „Das hilft mir, den Stress abzubauen, den Kopf freizubekommen und dann ganz entspannt in den Feierabend zu gehen“, erklärt die begeisterte Läuferin, deren ‚Hausrunde‘ von Eller aus um den Unterbacher See führt. Auf diese Strecke kann sie direkt von zu Hause aus starten, außerdem schätzt sie an ihr, dass es dort unterwegs eine Trinkgelegenheit und öffentliche Toiletten gibt. Das Smartphone ist bei ihr meistens dabei, „um schnell einen Schnappschuss zu machen und hinterher auch die Leistung zu analysieren“. In der GPS-basierten App ‚Relive‘ führt sie Streckeninfos, Zeit und Schnappschüsse von unterwegs zusammen und kann so ihre Läufe perfekt nachvollziehen und mit Freunden teilen: wie zum Beispiel ihre Strecke um den Unterbacher See.

Ruhig und beschaulich am Rhein entlang

Peter Holländers liebste Laufstrecke startet zu Hause in Neuss und führt dann zur Hälfte durch den Düsseldorfer Süden, immer am Rhein entlang. Genau diese Tatsache mag er an der Strecke auch besonders: Dass es am Wasser entlang, aus der Stadt raus geht, in die eher ruhigeren und fast ländlichen Stadtteile von Düsseldorf. Insgesamt 15 km läuft er von Neuss aus Richtung Uedesheimer Rheinbogen, über die Fleher Brücke nach Volmerswerth, über den Fleher Deich und Volmerswerther Deich Richtung Südbrücke und dann zurück. Dabei trägt er eine Sportuhr, die gemeinsam mit der passenden App auf dem Smartphone sowie der App Strava die Strecke dokumentiert. Wenn er läuft, dann ca. dreimal in der Woche, meist mittags oder abends. Momentan konkurriert das Laufen zwar mit dem Radsport, in der Vorbereitung auf den B2Run, den er zusammen mit den Messekollegen am 11. Juli fest eingeplant hat, wird Peter Holländer aber sicher wieder intensiver ins Training einsteigen.

Brückenrunde mitten durch Düsseldorf

Copyright: Messe Düsseldorf, C. Tillman

Auch Tim Poluzyn ist beim B2Run für die Messe am Start und auch er läuft gerne am Rhein entlang. Zu Hause in Duisburg durch die Rheinauen oder in Düsseldorf zum Beispiel die Brückenrunde – je nach Zeit und Laune in vier oder acht km Länge. Diese Strecke ist sogar vollständig ausgeschildert und beleuchtet, so dass sie zu jeder Tageszeit genutzt werden kann. Der „offizielle“ Start- und Zielpunkt für beide Strecken ist der Apollo-Platz am Rheinufer, dort befindet sich auch ein Schild mit den beiden Streckenverläufen. Auf den Strecken selbst sind am Rand im Abstand von jeweils 500 Metern Markierungen aufgestellt, so dass man sich jederzeit über die gelaufene Entfernung informieren kann. Die kleine Runde führt über die Rheinkniebrücke auf die linke Rheinseite, dort flussabwärts bis zur Oberkasseler Brücke und über die Rheinuferpromenade zurück zum Ausgangspunkt am Apollo-Platz. Die große Runde startet genauso, der Weg am linken Rheinufer wird jedoch bis zur Theodor-Heuss-Brücke fortgesetzt. Dort geht es wieder zurück auf die ‚richtige‘ Seite und dann über das Robert-Lehr-Ufer wieder südwärts. Tim Poluzyn, der in der Regel einmal wöchentlich, manchmal auch zweimal nach Feierabend, läuft, startet in der Regel an der Oberkasseler Brücke. Er mag an der Brückenrunde besonders, dass man sowohl eine tolle Aussicht und die Natur genießen kann, gleichzeitig aber auch nicht ganz weit draußen, sondern im Gegenteil mittendrin im städtischen Leben ist.

Wenn da jetzt für Euch noch nicht das Richtige dabei war, weil die Strecken Euch zu weit weg oder für den Start zu lang sind, dann legen wir Euch die Laufempfehlungen der Stadt Düsseldorf wärmstens ans Herz. Hier stellt die Stadt 15 Laufrunden in ganz unterschiedlicher Länge und in den verschiedensten Stadtteilen vor.

Wo lauft Ihr am liebsten? Wir freuen uns auf Eure Lieblingsstrecken und Empfehlungen in den Kommentaren. Und alle Kollegen sind natürlich in der Messe Düsseldorf Laufgruppe herzlich willkommen!

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