GOODBYE Messe Düsseldorf!

von Christian Grashaus

Krawatte: Ja oder Nein? Diese Frage habe ich mir wiederholt am Morgen vor meinem ersten Ausbildungstag bei der Messe Düsseldorf gestellt. Ich entschied mich am Ende dafür und merkte schnell: Im Zweifel gibt es kein „overdressed“ und eine Krawatte ist auch schnell wieder ausgezogen.

Direkt nach meinem Abitur begann ich meine Ausbildung bei der Messe Düsseldorf. Am Ende der Ausbildung bin ich ein großes Stück näher ans „Erwachsensein“ herangekommen, denn ich bin an meinen Aufgaben immer wieder gewachsen.

Nach der Schule eine Ausbildung statt eines Studiums zu beginnen, war bis heute die absolut richtige Entscheidung für mich, die ich immer wieder so treffen würde. Was für ein Glück ich hatte, diese Ausbildung bei der Messe Düsseldorf absolvieren zu dürfen, wurde mir erst während der Zeit immer mehr bewusst.

Azubi-Leben bei der Messe Düsseldorf

Bereits einige Tage nach Ausbildungsstart gab es einen Knigge-Kurs (Umgangsformen, richtiges Auftreten, Smalltalk, etc.) für alle neuen Auszubildenden, um uns die nötigen Verhaltens- und auch Garderobentipps für die Arbeit in einem Unternehmen mit ständigem Kundenkontakt wie der Messe Düsseldorf direkt mit auf den Weg zu geben. Außerdem wurden wir auch mit weiteren Fortbildungsmöglichkeiten, wie z. B. einem Business-Englisch Kurs, oder einem auf die Abschlussprüfung vorbereitenden Kurs immer gut gefördert und zu potenziellen zukünftigen Arbeitnehmern ausgebildet.

Während der Ausbildung haben wir fast alle Abteilungen des Hauses durchlaufen, 17 Abteilungen standen zu Anfang auf unserem Ausbildungsplan. Diese galt es alle kennenzulernen und überall fleißig mitzuhelfen. Gesagt getan: Wir wissen jetzt genau, was alles dazu gehört, eine internationale Fachmesse auf die Beine zu stellen und pünktlich zu eröffnen, wie viele Menschen im Hintergrund daran arbeiten, dass die Kunden sich perfekt präsentieren können, was während der Laufzeit noch alles zu organisieren ist und was es im Nachhinein noch zu tun gibt. Wir Azubis sind zu richtigen Messeprofis geworden, denn wir haben maßgeblich bei der Planung einer Messe mitgeholfen und ein halbes Jahr auch fest in einem Messe-Projektteam mitgearbeitet. Außerdem haben wir fast alle anderen Abteilungen, von der Presseabteilung bis zum Marketing (und vielen weiteren) tatkräftig für mindestens vier Wochen unterstützt. So konnten wir aus erster Hand erleben, wie jede Abteilung strukturiert ist und funktioniert. Und verstehen, dass jede Abteilung individuell wichtig ist und einen Beitrag dazu leistet, dass das gesamte Unternehmen langfristig erfolgreich ist.

Auch bei öffentlichen Events, wie z. B. dem Düsseldorfer Frankreichfest, dem Chinafest oder NRW-Tag etc. haben wir Azubis immer bei der Veranstaltung bzw. dem Event vor Ort mitgeholfen und waren teilweise auch in die organisatorische Planung eingebunden. Intern haben wir sogar bestimmte Events wie den Blutspendetag komplett alleine organisiert. Durch diese vielseitigen und sehr unterschiedlichen Tätigkeitsfelder/Aufgaben konnten wir schnell herausfinden, welche Bereiche uns gefallen und wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen. Das ist etwas, was ich nach meinem Abitur definitiv noch nicht wusste und was ich erst durch die praktische Arbeit während der Ausbildung festgestellt habe. Die Marketing-Abteilung hat mir besonders gut gefallen, aus diesem Grund habe ich auch nach dem Abschluss der Ausbildung dort weitere 5 Monate Arbeitserfahrung gesammelt. Ich habe unsere Social-Media-Auftritte mit gepflegt und konnte in verschiedenen Projekten richtig kreativ werden.

Was kommt danach?

Vielleicht fragt sich der ein oder andere jetzt, warum ich denn dann bald meinen letzten Tag im Unternehmen habe, wenn das alles doch so überzeugend klingt? Das liegt daran, dass ich vorerst noch weitere, andere Erfahrungen sammeln möchte, bevor ich mich dann langfristig in ein festes Arbeitsverhältnis stürze. Los geht es bereits Anfang November mit einer circa halbjährigen Reise, deren Startpunkt Sydney (Australien) sein wird. Ich will unbekannte Städte besichtigen, neue Kulturen kennenlernen und neue Freundschaften schließen. Das wird mit Sicherheit eine super intensive und spannende Zeit, welche auch in Zukunft meinen persönlichen Werdegang beeinflussen wird.

Durch meine Ausbildung konnte ich bereits viele Einblicke in die Praxis erlangen, die ich mit theoretischem Wissen nun noch ergänzen möchte. Deswegen wird nach meinem Auslandsaufenthalt ein Studium folgen. Ich schreibe bereits fleißig Bewerbungen und hoffe zum Wintersemester nächsten Jahres an einer renommierten Universität studieren zu können. Mein derzeitiger Favorit: die Maastricht University in den Niederlanden, eine der führenden Universitäten in Europa. Sollte ich eine Zusage erhalten, kann ich mich sicher auf eine spannende und lernintensive Zeit einstellen und bin gespannt, ob ich dieser Herausforderung gewachsen sein werde und den nötigen Fleiß und Ehrgeiz mitbringe.

Ich danke an dieser Stelle allen Beteiligten bei der Messe Düsseldorf für die schöne und erfahrungsintensive Zeit und schließe das Kapitel Messe nun vorerst für mich ab. Ein besonderes Dankeschön geht an meine Mitauszubildenden. Zusammen haben wir unsere ersten eigenen Projekte auf die Beine gestellt, uns immer gegenseitig unterstützt und ich bin froh euch nicht nur meine Kollegen, sondern auch meine Freunde nennen zu können. Die Messe Düsseldorf ist ein super Arbeitgeber, mit vielen verschiedenen Abteilungen breit aufgestellt, und hat auch immer wieder attraktive Stellenangebote zu bieten. Die werde ich in den nächsten Jahren auf jeden Fall im Auge behalten und möchte ein mögliches „Comeback“ auf keinen Fall ausschließen.

Danke und vielleicht auf Wiedersehen!

Christian Grashaus

PS: Noch bis zum 30. Oktober könnt ihr euch hier für unsere Ausbildungsstellen 2018 bewerben. ?

Der Beitrag GOODBYE Messe Düsseldorf! erschien zuerst auf Messe Düsseldorf Stories.

Messestandbau 4.0

Welche Trends sind im modernen Standbau zu beobachten?
Sven Lamlé, Mitglied der Geschäftsleitung der Holtmann Group, ServicePartner der NürnbergMesse: Die Frage muss differenziert betrachtet werden: Sprechen wir über den sogenannten „einfachen“ Systemstandbau, so geht die Entwicklung weg vom Standard hin zur individualisierten Lösung. Damit gemeint ist die Anreicherung des Systemstands um individuelle Komponenten, die eine klare Abgrenzung zum Standard – und damit zum Wettbewerb – ermöglichen. So entsteht eine neue Standkategorie zwischen dem System- und dem individuellen Designstandbau – wir nennen diese Kategorie „Median“. Das ist ein Mischstandbau der sowohl systemische wie auch, je nach Anforderung, deutlich ausgeprägtere Individuallösungen beinhaltet.
Und beim hochwertigen Designstandbau?

Lamlé: Hier dürfen die Kunden erwarten, dass ihre essentiellen Unternehmensbotschaften im und durch den Standbau verständlich übersetzt und dargestellt werden. Ungeachtet dessen erwarten die ausstellenden Unternehmen zunehmend auch „Full-Service-Dienstleistung“ rund um die Standgestaltung, aber auch – und vor allem – rund um die Teilnahmeplanung, -organisation und -durchführung.

Wie stellt sich Holtmann diesen Trends?
Lamlé: Mit zwei Marken. Mesomondo mit Sitz am Messeplatz Nürnberg ist Profi vom Systemstandbau bis hin in das weite Mediansegment – ab einem bestimmten Tiefengrad übernimmt dann „von Hand zu Hand“ Holtmann Messe+Event mit Sitz in Langenhagen bei Hannover die Bearbeitung als Profi im Designsegment mit seiner über 60-jährigen Erfahrung. Beide Marken profitieren dabei von den sich hier ergebenden Synergieeffekten, u.a. in Bezug auf Fundus, Erfahrungen, Standortvorteilen, Netzwerken oder Personaleinsatz. Und, wenn unsere Marken davon profitieren, dann werden es unsere Kunden gleichermaßen tun – unser Versprechen!

Vereint zwei Perspektiven: Sven Lamlé war viele Jahre bei der NürnbergMesse. Seit 2018 ist er Mitglied der Geschäftsleitung bei Holtmann. Foto: Linus Henne

Welche Rolle spielt die Digitalisierung?
Lamlé: Die hat längst Einzug in die Standbaubranche gehalten – mit innovativen Services für unsere Kunden. Unsere prioritäre Vorgabe ist die „Kundenbrille“. Danach liegt „perfekte Betreuung“ dann vor, wenn auf Basis einer „Win-win-Situation“ die wesentlichen (und technischen) Serviceleistungen digital wie automatisiert angeboten und abgewickelt werden können – dabei aber die Beratung und Betreuung persönlich und sympathisch erfolgt.
Wie ergänzen sich dabei die beiden Marken?
Lamlé: Ganz hervorragend – bezogen auf ihre jeweilige Zielgruppe: Während Mesomondo seinen (potenziellen) Kunden neuerdings das Mediansegment digital und spielerisch vermittelt, hat Holtmann Messe+Event die digitalen Themenwelten „Augmented und Virtual Reality“ bereits in seine Beratungsphase aufgenommen.
Was dürfen Kunden in den nächsten fünf bis zehn Jahren erwarten? Wie sieht der Stand der Zukunft aus?

Lamlé: Stand der Zukunft wird eine „multi-mediale Eventplattform“ sein. Hier wird auf pfiffige Weise der Brückenschlag zwischen dem Erreichen der individuellen Businessziele einerseits und dem Schaffen eines emotionalpersönlichen Erlebnisses andererseits vollzogen. Dabei werden die Stände von morgen mit großer Interaktivität überzeugen, dies lassen die neuen digitalen Lösungen ja schon zu. Die Grenzen der Standfläche werden überwunden, physische Limitierungen gesprengt und durch die Hinzunahme des unendlich scheinenden Digitalen Raums ergänzt. Wer eine kleinere Standfläche bucht, hat zukünftig nicht mehr den Nachteil, weniger präsentieren zu können. Die Frage wird nicht mehr sein, wer hat den attraktivsten Messestand, sondern wer erzählt die beste Geschichte, um seine Kunden zu erreichen. Die aufgezeigte Entwicklung wird uns anspornen, weiterhin Trendsetter für unsere Kunden zu sein.

So einfach planen Sie Ihren Messestand:

Ständig neue Features, Vorschau in 3D, Zubehör nach Wahl: Der Standkonfigurator der NürnbergMesse gibt Ausstellern ein Tool an die Hand, mit dem sie sich per Mausklick und „Drag and Drop“ ein Bild von ihrem künftigen Messestand machen können. „In fünf Schritten ist alles erledigt“, so Frank Hausam, Senior Manager MesseService Bereich Standbau. Best-Practice-Beispiele sollen das Interesse für Individualstände wecken.

 

Der Beitrag Messestandbau 4.0 erschien zuerst auf Das Online-Magazin der NürnbergMesse..

Alleskönner Drohne

Bei Dämmerung verläuft sich ein 86 Jahre alter Mann im Wald. Seine besorgte Ehefrau alarmiert die Polizei. Die entscheidende Hilfe kommt aus der Luft: Per Drohne mit Wärmebildkamera machen sich die Johanniter auf die Suche nach dem Vermissten und finden ihn wenige Minuten später auf einem Acker. Rettungskräfte bergen den völlig unterkühlten Mann – die Drohne wird zum Lebensretter. Der Vorfall aus Unterfranken zeigt eindrücklich die Möglichkeiten der Drohnentechnologie.

Kinderleicht zu bedienen, verhältnismäßig geringe Kosten und als fliegende Plattform für verschiedenste Aufgaben einsetzbar. Diese Eigenschaften machen „UAV“ („Unmanned Aerial Vehicle“) zum absoluten Trendthema – und für die NürnbergMesse interessant. „Das Thema Drohne wird auf vielen unserer Messen diskutiert: Drohnen für Sicherheitsaufgaben auf der EnforceTac, Transportdrohnen auf der FachPack bis hin zu Drohnen für die  Geländevermessung auf der GaLaBau“, erklärt Thomas Preutenborbeck, Veranstaltungsleiter bei der NürnbergMesse.

Zentrales Thema: Drohnen-Sicherheit

Drohnen sind Alleskönner. Um herauszufinden, welchen Zielrichtung die beste für eine neue UAV-Veranstaltung sein könnte, nahm Preutenborbeck an Konferenzen und Workshops teil. Ein Thema rückte dabei in den Fokus: „Bei Sicherheit, Abwehr und Detektion von Drohnen gibt es viel Diskussionsbedarf“, so Preutenborbeck. Während die private und kommerzielle Nutzung der UAV rasant zunimmt, sorgen sich Kommunen und Unternehmen um die Sicherheit ihrer Flächen. Gleichzeitig verfügt die NürnbergMesse in ihrem Veranstaltungsportfolio über ausgewiesene Expertise zum Thema Sicherheit.

„Hier wurde die Idee zur U.T.SEC geboren: Bringen wir Drohnen und Sicherheit zueinander!“, schildert Preutenborbeck. Das Ergebnis ist die U.T.SEC – Unmanned Technologies & Security Expo & Conference die nach der Premiere 2017, im März zum zweiten Mal startet. Auf der Fachmesse mit Konferenz diskutieren Drohnen-Experten, wie Unternehmen von Drohnen profitieren, welche Gefahren drohen und wie diese – zum Beispiel Spionage – abgewehrt werden können.

U.T.SEC Messe in Nürnberg zum Thema Drohnen und Sicherheit

 

Wichtige Partner bei der inhaltlichen Ausrichtung und dem Aufbau eines Netzwerkes sind der Verband für Sicherheitstechnik e.V. und der UAV DACH e.V. Letzterer beschäftigt sich vor allem mit rechtlichen Fragen bei der Verwendung von Drohnen. „Wir wollen nicht, dass die großartige Drohnentechnologie mit gewaltigen Zukunftsperspektiven durch Sicherheitsprobleme in Verruf gerät. Dafür ist die U.T.SEC ein wichtiger und notwendiger Baustein beim Transport von Informationen“, so Dr. Norbert Lohl, Vorstandsvorsitzender des UAV DACH e.V. Noch am Anfang einer dynamischen Entwicklung steht die Nutzung von UAV für Wilfried Joswig, Geschäftsführer des Verbands für Sicherheitstechnik e.V.: „Es ist wichtig, mit ausgewiesen Experten zu diskutieren. Hierfür bildet die U.T.SEC mit der Ausstellung und den Fachvorträgen die ideale Plattform.“

 

U.T.SEC Messe zum Thema Drohnen und Sicherheit

Gespräch auf der U.T.SEC Messe in Nürnberg

 

Visionen zeigen, Know-how-Transfer ermöglichen

„Für viele Unternehmen ist der Einsatz von Drohnen nach wie vor unbekanntes Territorium“, so Preutenborbeck. Deshalb soll die U.T.SEC bei ihrer zweiten Auflage im März nicht nur Forum sein für Anbieter und Nachfrager, sondern auch darstellen, in welche Richtung sich die Branche entwickelt: „Wir wollen ein Zukunftsmodell präsentieren, Visionen zeigen und den Know-how-Transfer ermöglichen“, sagt Preutenborbeck. Eines dieser Zukunftsprojekt und Diskussionsthema auf der Konferenz ist der Einsatz von Drohnen in der Wasserrettung am Beispiel des Deutschen Roten Kreuzes in Mecklenburg-Vorpommern. Auch hier gibt es jede Menge Potezial für künftige Lebensretter aus der Luft.

U.T.SEC – Unmanned Technologies & Security Expo & Conference am 7. und 8. März in Nürnberg.

Der Beitrag Alleskönner Drohne erschien zuerst auf Das Online-Magazin der NürnbergMesse..