Die Zoll-Werkstatt: Das zweite Leben der grünen Dienstkleidung

Wegschmeißen war gestern – Upcycling ist heute das Zauberwort

Die grüne Zollkleidung hat ausgedient, weggeschmissen wird sie deswegen aber noch lange nicht! Bis 2020 soll die Kleidung der Zoll-Beamten in ganz Deutschland sukzessiv von grün auf blau umgestellt werden. Deswegen wurde ein großer Spendenaufruf gestartet: die alten Jacken sollen nicht im Müll landen, sondern einem neuen Verwendungszweck zugeführt werden. Denn die Kleidung besteht aus qualitativ hochwertigen Stoffen, die extrem strapazierfähig sind – für die Tonne viel zu schade!

Daraus entstand die Idee des Upcycling-Projektes „Zoll-Werkstatt“. Und so wird den abgelegten Dienstjacken neues Leben eingehaucht.

Zollerprobt und handgemacht

Initiiert wurde die „Zoll-Werkstatt“ von den Auszubildenden des Hauptzolls. Fotorecht: NürnbergMesse

Aus den Kleidungsstücken wird kurzerhand etwas Neues geschaffen – robuste Rucksäcke, Mäppchen, Notebook-, Sport- und Umhängetaschen. Diese sind nicht nur praktisch und extrem strapazierfähig, sondern dazu auch noch schick und Unikate. Denn jede Tasche entsteht in Handarbeit. Außerdem sind sie garantiert zollerprobt und halten Wind und Wetter stand.

 

Nachhaltig und Inklusiv

Hergestellt werden die modischen Accessoires von SPEKTRUM NetzWerk, einer Berliner Werkstatt für behinderte Menschen. In der SPEKTRUM Textilwerkstatt arbeiten die Beschäftigten die Jacken in liebevoller Handarbeit für ihren neuen Verwendungszweck um. Sie sichten, sortieren, reinigen und bereiten die Stücke vor. Die Schnittmuster sind dabei so designt, dass möglichst der gesamte Stoff verwertet werden kann.

Neben der Herstellung der Textilien, ist die Berliner Werkstatt ebenfalls für den den Onlineshop der Zoll-Werkstatt zuständig. Die Mitarbeiter kümmern sich um die gesamte Abwicklung – von der Bearbeitung der Bestellungen über den Versand bis hin zur Rechnungstellung.

Die trendigen Artikel sind damit nicht nur nachhaltig, sondern auch exklusiv inklusiv.

Sozial und stylisch

Auf der Werkstätten:Messe stellte das Team der Zoll-Werkstatt das Projekt und die  Upcycle-Produkte vor. Fotorecht: NürnbergMesse

Zu kaufen gibt es die stylischen Einzelstücke aus dem Upcycling-Projekt im Onlineshop „Zoll-Werkstatt“ ab voraussichtlich September 2019. Die Erlöse aus dem Verkauf verbleiben bei der sozialen Einrichtung. Auf der diesjährigen Werkstätten:Messe konnte die Kollektion bereits begutachtet und vereinzelt auch schon gekauft werden.

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Waschecht handgemacht

BADELIEBE heißen die neuen Eigenprodukte der WerkStadt der Lebenshilfe Nürnberg. Sie bestechen mit einem geradlinigen, ansprechenden und modernen Design und ausgefallenen Duftkreationen.

Für die Entwicklung wurde extra die „Taskforce Seife“ eingerichtet, die sich eingehend über Verpackung, Design, Duftmischungen und Co. beriet. Und das, wie man sieht, mit Erfolg! Dabei rausgekommen ist dann die BADELIEBE, eine Serie bestehend aus vier unterschiedlichen Badeprodukten. Sie umfasst Hartseifen, Flüssigseifen, Duschgels und Badesalze. Besonders ist auch die Zusammensetzung der Duftnoten. Darunter zum Beispiel Zitrus & Rose, Mojito, Rosmarin & Thymian, Tangerine & Gewürznelke und Bergamotte & Ingwer. Verwendet werden hier nur natürliche Aromen und qualitative hochwertige Zutaten.

Nachhaltig, inklusiv, handgemacht, ökologisch– was will man mehr?

Die Seifen von BADELIEBE erfüllen nicht nur ihren Zweck und machen sauber – sie machen auch optisch einiges her, Fotorecht: NürnbergMesse / Frank Boxler

Alle Produkte der Serie sind aus ökologisch nachhaltigen Rohstoffen hergestellt – und das per Hand! Jeder einzelne Schritt wird von einem Mitarbeiter der inklusiven Seifen Werkstatt, einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, ausgeführt: Vom Zusammenmischen, Abfüllen bis hin zum Etikettieren und Verpacken. Außerdem sind die Produkte vegan und tierversuchsfrei, enthalten kein Palmöl und auch die Verpackung besteht aus einem umweltschonendem Material.

 

 

BY HAPPY PEOPLE, FOR LOVELY PEOPLE

Von der Seifen Werkstatt auf die Messe: Auf der Werkstätten:Messe wurde BADELIEBE das erste Mal einem breiten Publikum vorgestellt, Fotorecht: NürnbergMesse / Frank Boxler

Wichtig ist der WerkStadt der Lebenshilfe Nürnberg, dass ihre Mitarbeiter mit viel Enthusiasmus und Herz dabei sind – sie einfach Spaß an ihrer Arbeit haben und diese Freude mit den Produkten weitergegeben wird. Getreu ihrem Motto: „BY HAPPY PEOPLE, FOR LOVELY PEOPLE”. Und wenn man mit dem BADELIEBE-Team spricht, dann merkt man und kann sich absolut sicher sein, dass jeder einzelne mit ganz viel Herzblut dabei ist und an BADELIEBE glaubt.

Lange gibt es die Seifen Werkstatt bei der Lebenshilfe Nürnberg aber noch nicht. Dennoch sind die Mitarbeiter bereits ein eingespieltes Team und produzieren täglich Hand in Hand eine Vielzahl an Seifen. Das ist auch gut so, denn die Werkstätten:Messe 2019 gab den Startschuss für den Verkauf. Hier ist die Lebenshilfe Nürnberg ein langjähriger Aussteller. Das erste Mal konnte die WerkStadt aber mit eigenen Produkten aufwarten. Parallel zur Messe startete auch der Online-Shop, in dem die gesamte Serie BADELIEBE erhältlich ist.

Denn BADELIEBE sollte in keinem Badezimmer fehlen, finden die Mitarbeiter der WerkStadt.

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Design trifft Werkstatt

In den ostseenahen Werkstätten von „Die Ostholsteiner“ (Sozial-rehabilitative Dienstleistungen – Die Ostholsteiner gGmbH) entsteht etwas Besonderes: ausgefallene handgefertigte Designleuchten mit maritimen Flair, wie der Name des Labels „lichter.meer“ bereits vermuten lässt. Design und Werkstatt gehen hier wunderbar zusammen

Designs inspiriert vom maritimen Flair der Ostseeküste

„lichter.meer“ setzt nicht auf Serienfertigung, sondern lässt Unikate aus Holz, Metall, Beton oder Ton enstehen. Fotorecht: Die Ostholsteiner gGmbh

Die Lampen tragen Namen wie „Poller“, „Boje“, „Planke“, „Bullauge“ oder „Steven“ – und sehen auch so aus. Beim Anblick der Leuchten kommen einem geradezu Bilder aus einem alten Fischereihafen in den Sinn. Die hochwertigen Leuchten von „Die Ostholsteiner“ werden aus Naturmaterialien wie Holz, Beton und Metall gefertigt. Man wolle Natur- und zeitgemäße Materialien miteinander kombinieren, so Hansjörg Fischenbeck. Jede Lampe ist dabei ein Unikat, in sorgfältiger Handarbeit hergestellt und damit einzigartig. Auf der Messe sind fünf unterschiedliche Modelle zu sehen. Drei davon befinden sich bereits in Kleinserienproduktion, die anderen beiden werden in der zweiten Jahreshälfte produktionsfähig entwickelt sein. Von Stehlampen über Hänge-, Wand- bis hin zu Tischlampen ist alles bei den Kreationen dabei.

„lichter.meer“ betont noch einmal die Grundsätze von Werkstattarbeit: Fairness, Nachhaltigkeit und Qualität.

Es verbindet diese Werte mit wunderbaren und äußerst ansprechenden Lampendesigns. Zudem ist es ein Bestreben, die Produktreihe zu erweitern, und auch einfacher herzustellende Modelle mit in das Portfolio aufzunehmen. So könnten sich damit auch Menschen mit mehr Hilfebedarf an der Herstellung der Leuchten beteiligen.

Neue interessante Arbeitsinhalte schaffen

Intention des Projektes „lichter.meer“ ist es, den Bereich Eigenprodukte der Organisation zu stärken. Damit sollen neue und interessante Arbeitsinhalte für Menschen mit Behinderungen geschaffen und Abhängigkeiten von anderen Auftraggebern verringert werden.
„Wir werden viele wiederkehrende Arbeitsschritte in der Produktherstellung schaffen und bieten somit gute Arbeitsinhalte für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Beeinträchtigung an“, erklärt Hansjörg Fischenbeck, Projektleiter von „lichter.meer“ bei „Die Ostholsteiner“.

Jede Leuchte wird in sorgfältiger Handarbeit hergestellt. Fotorecht: Die Ostholsteiner gGmbh

Das Projekt befindet sich derzeit in der Anlaufphase, einige der Modelle sind aber bereits serienreif, so dass zur Markteinführung auf der Werkstätten:Messe 2019 mehrere Modelle zu sehen sein werden und ein Modell sogar schon käuflich erworben werden kann. Die Messe möchten „Die Ostholsteiner“ dazu nutzen, um neu entwickelte Ideen einem breiten Publikum vorzustellen.

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Kaffeegenuss exklusiv inklusiv

Auf den ersten Blick ist das Café TANTE NORIS am Nürnberger Hauptmarkt ein Café wie jedes andere. Doch eigentlich ist es viel mehr als nur ein Ort, an dem sich Menschen auf eine Tasse Kaffee oder ein Stück Kuchen treffen. TANTE NORIS ist ein inklusives Café. Betrieben wird es von noris inklusion, einem langjährigen Aussteller der Werkstätten:Messe.

Wenn man das kleine Café hinter dem schönen Brunnen am Hauptmarkt betritt, wird man direkt von einer wohligen Wärme und lächelnden Gesichtern empfangen. Es duftet nach Kaffee und leckerem, selbstgebackenem Kuchen, der neben Butterbrezeln und Muffins ansprechend in der Auslage arrangiert ist. Menschen mit und ohne Behinderungen arbeiten hier ganz selbstverständlich zusammen.

Inklusiv durch und durch

Der Laden ist liebevoll dekoriert. Viel zu sehen gibt es hier. Denn neben dem Gastrobetrieb können bei TANTE NORIS auch allerhand handgefertigte Kleinigkeiten erworben

Café und Laden in einem: In liebevoll dekoriertem Ambiente gibt es handgefertigte Kleinigkeiten. Fotorecht: NürnbergMesse.

werden. So zum Beispiel die hübschen, getöpferten Keramiktassen, in denen man auch den Kaffee serviert bekommt. Die bunten Gefäße zieren in unterschiedlichen Ausführungen die Wand und laden ein, sich weiter umzusehen.

Leckerer Honig aus der noris Werkstattproduktion, Wein der Lebenshilfe Bad Dürkheim, Gewürze, Lebkuchen und andere Geschenk- und Dekoartikel reihen sich aneinander. Und das Besondere: alles wurde von Werkstätten für behinderte Menschen (WfbM) hergestellt. An der Wand hängt zudem noch ein Bildschirm, der über die Herstellung der Produkte, die verschiedenen Projekte und Werkstätten informiert.

TANTE NORIS – mehr als nur ein Café

Damit ist TANTE NORIS also ein Café, ein kleiner Laden, wenn man so will eine kleine Mini-Ausstellungsfläche und eine Informations- und Begegnungsplattform in einem.

TANTE NORIS: Informations- und Begegnungsplattform in einem. Fotorecht: Uwe Niklas.

TANTE NORIS ist ein Musterbeispiel wie Inklusion funktioniert und erfolgreich umgesetzt werden kann. Hier arbeiten Menschen mit und ohne Behinderungen Hand in Hand zusammen. Jeder kann seine individuellen Stärken in der täglichen Arbeit einsetzen. Ziel ist es, zu zeigen, dass Menschen mit Behinderungen wichtige und qualifizierte Arbeitskräfte sind.

Und so wird Inklusion erlebbar gemacht, genau wie auch auf der Werkstätten:Messe, bei der noris inklusion einer der großen Aussteller ist.

Werkstätten:Messe: Weil soziales Handeln Freude macht

Auf der Werkstätten:Messe können die Besucher vom 27. bis 30. März 2019 an den Ständen der mehr als 130 Aussteller die beeindruckende Vielfalt der Werkstattarbeit entdecken und die Einrichtungen und Projekte aus erster Hand kennenlernen.

Außerdem können sie die liebevoll hergestellten Produkte kaufen. Von Einrichtungsgegenständen über hochwertiges Spielzeug bis hin zu leckeren Köstlichkeiten – alle Produkte und Dienstleistungen überzeugen mit Qualität, Nachhaltigkeit und Fairness.

Damit bietet die Werkstätten:Messe ein Einkaufserlebnis mit sozialem Mehrwert, denn mit jedem Kauf wird eine Werkstatt unterstützt und damit auch Inklusion.

Mehr Infos dazu finden Sie auf der Website der Werkstätten:Messe.

Weitere Informationen zu den Werkstätten für behinderte Menschen erhalten Sie auf der Website der BAG WfbM.

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Nordlichter mit glänzendem Messeauftritt

14 Rinder sind es, die im Baumschulenweg grasen. Eine Gärtnerei mit angeschlossener Viehzucht! Wo gibt es denn so was? In Schleswig-Holstein, genauer: im „Pfauenhof“ der Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) des Lebenshilfewerk Neumünster. Dorthin hatte die Landesarbeitsgemeinschaft WfbM Schleswig-Holstein die Teilnehmer ihres Gemeinschaftsstandes auf der jüngsten Werkstätten:Messe eingeladen. Zuerst Mitgliederversammlung, dann Grillfest.

NM fair.mag Online Magazin Beitrag Werkstättenmesse

Freuen sich darüber, wieder mit dem Gemeinschaftsstand auf die Werkstätten:Messe zu kommen: LAG-Vorstand Axel Willenberg und Geschäftsführer Mathias Kolaczinski. Foto: Stephan Boness

Die Sonne brennt heiß herunter und der Gast aus dem Süden der Republik wundert sich über das perfekte Urlaubswetter. „So heiß wie diesen Sommer war es noch nie in Schleswig-Holstein“, sagt Lebenshilfewerk-Geschäftsführer Bernd Sandfort. Und so überzeugt von einem Messeauftritt war man auch noch nie gewesen. Geradezu begeistert ist das Resümee von Vorstand Axel Willenberg und Geschäftsführer Mathias Kolaczinski der Landesarbeitsgemeinschaft. Das Ergebnis der Mitgliederversammlung ist eindeutig: die schleswig-holsteinischen Werkstätten werden wieder ihren großen Gemeinschaftsstand aufbauen auf der Werkstätten:Messe.

Urlaub auf 500 Quadratmetern

NM fair.mag Online Magazin Beitrag Werkstättenmesse

Sinnenfreude: auf dem Gemeinschaftsstand der Werkstätten:Messe sind die feinen Produkte aus dem Bundesland an der Küste wieder da/ Foto: Geoffrey Glaser

Der war in jeder Hinsicht eine Premiere gewesen. Nicht nur, dass Schleswig-Holstein erstmals Bundesland im Fokus der Werkstätten:Messe war, sondern, dass sich alle dortigen 20 Werkstätten hinter das Projekt des Gemeinschaftsstandes gestellt hatten. 500 Quadratmeter groß war denn auch der Stand und vermittelte den 14.000 Messebesuchern in Anmutung und Ambiente, bereits in der Urlaubsregion am Meer angekommen zu sein.

Beschlossen, gefeiert! Und auch hier: Urlaubsatmosphäre. Liebevoll bis ins Detail sind in der der Gärtnerei die  Blumenarrangements und Miniarturwelten im shabby look gestaltet, dazu die Weitläufigkeit der norddeutschen Landschaft im Hintergrund. Gegrillt werden Würste aus eigener Produktion – was eine Ehre ist für die Festteilnehmer, ist das Fleisch der Rinder doch ansonsten bis zu zwei Jahren im Vorhinein reserviert.

Genuss aus dem „echten Norden“

NM fair.mag Online Magazin Beitrag Werkstättenmesse

Die wahrscheinlich nördlichste „Wassermanufaktur“ in Deutschland wird von einer WfbM betrieben. Das Wasser gibt es auch bald auf der Werkstätten:Messe. / Foto: Geoffrey Glaser

Überhaupt zeigen sich die nördlichsten Werkstätten in Deutschland als Meister des Genusses. Ob Wurstwaren, Espresso, Fruchtaufstriche oder Quellwasser, die Ideen der Werkstätten sind pfiffig und die Produkte besonders. Und teils schick verpackt. Wie das gut2-Wasser aus der Hohenwestedter Werkstatt, das aus einer artesischen Quelle stammt und in einer edlen, zylinderförmigen Flasche gereicht wird.

Edel und schick verspricht auch wieder der Stand der Werkstätten „aus dem echten Norden“ zu werden, wie LAG-Vorstand Axel Willenberg betont. „Am liebsten am bisherigen Standort auf der Messe, gleich wenn man reinkommt, links“. Wir sagen es weiter!

 

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Die Selbermacher

Wären sie von Ted Baker, würden sie „Shopper“ heißen. So groß und geräumig sind sie, die Kunststofftaschen aus der Werkstatt der Lebensgemeinschaft Münzinghof. Charakteristisch ist ihre Verarbeitung mit dicken transparenten Schnüren und die vielen unterschiedlichen  Designs. „Der Renner ist unser Bambusmotiv‘“, sagt Daniel Stach, der Leiter der Taschenwerkstatt. Die Taschen gab es auf der Werkstätten:Messe, die vom 18.-21. April 2018 stattfand. Dort stellte nicht nur die Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM) des Münzinghofs aus, sondern weitere rund 160 Werkstätten, meist aus Deutschland, aber auch aus der Schweiz und Schweden.

„Flambierte Holzfüße“

Taschen: Eine kreative Idee, viele fleißige Hände, ein Riesenerfolg: Werkstattleiterin Rike Stach mit einer der beliebten Taschen vom idyllisch in Mittelfranken gelegenen Münzinghof. Foto: NürnbergMesse/Frank Boxler

Viele der ausgestellten Produkte sind wie die Münzinghoftasche eigene Kreationen der Werkstätten – von der Idee über das Design bis zum Entwurf und der Fertigung. So lief das auch bei der schlicht „Feuerschale mit Holzfüßen“ genannten Kreation der Ruperti Werkstätten in Altötting. Die Schale ist aus unbehandeltem Stahl und erhält im Laufe der Zeit durch das Feuer eine Patina – die haben die Holzfüße bereits, denn sie sie wurden vorab „flambiert“, also kurz im Feuer behandelt. Das Design ist zudem edel genug, dass sich auch Blumen in der Schale gut machen. 

 

Das zweite Leben der Kaffekapsel

Von Anfang an auf der Messe dabei: Weizenkorn aus Basel. Hier stellen 55 Werkstattbeschäftigte pro Jahr bis zu 500.000 Kerzen her. Foto: NürnbergMesse/Frank Boxler

Edel ist auch das, was die Boxdorfer Werkstätten machen. Auch wenn das Ausgangsmaterial zunächst nicht so aussieht. Bei BoXX Art werden nämlich Fundstücke aus dem Bastelfundus mit gebrauchten Kaffeekapseln zu Schmuckstücken. BoXX Art bringt Nachhaltigkeit für alle Beteiligten. Die Bürger des Nürnberger Vororts Boxdorf führen ihre Kapseln einer umweltschonenden Verwertung zu, während die Teilnehmer der Einrichtung nach dem Manufakturgedanken produzieren: Jeder das, was er kann und will. Inzwischen ist die Hälfte der Teilnehmer in die Fertigung eingebunden, sei es beim Farbsortieren oder -beraten, dem Pressen oder Einkleben. Die Serien BoXX Art und Genuss BoXX mit feinen Produkten rund um Kaffee, Schokolade und Fruchtgummi gibt’s im eigenen Ladengeschäft und auch online.

Mit Liebe zum Detail

500 Messe-Quadratmeter aus dem „echten Norden“. Mit dabei am Gemeinschaftsstand der schleswig-holsteinischen Werkstätten: Eigenproduktionen für Haus und Garten, aber auch Fairtrade-Kaffee und selbstgekelterten Bio-Apfelsaft. Foto: NürnbergMesse/Frank Boxler

Das Spektrum der Produkte aus Werkstätten reicht von Gartenmöbeln und Dekoration für Drinnen und Draußen über Holzspielwaren, Bürobedarf, Küchenzubehör und Wohnideen bis hin zu Bio-Lebensmitteln und Zier- und Nutzpflanzen. Der Kunde kann dabei sicher sein, dass die Produkte so gefertigt wurden, dass sie den individuellen Fähigkeiten der Beschäftigten entsprechen und häufig eine große Liebe zum Detail aufweisen.

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