UP19@it-sa: Zwölf IT-Security Start-ups im Pitch

Junge Unternehmen und ihre innovativen Geschäftsideen rücken mit UP19@it-sa in den Fokus der IT-Sicherheitsgemeinde. Sie stellen sich im Pitch vor potenziellen Unterstützern und Investoren vor. Der Sieger wird anschließend vom Publikum gekürt und darf sich über ein individuell zugeschnittenes Coaching freuen.

Insgesamt 35 Bewerbungen hat eine Expertenrunde bewertet. Die folgenden Firmen wurden nominiert:

Das Fazit von Jurymitglied Oliver Küch vom Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT): „Wir haben die eingereichten Präsentationen nicht nur mit Blick auf das Produkt, sondern auch unter Berücksichtigung der geplanten Geschäftsentwicklung beurteilt. Unser Fazit: die Innovationskraft der Cyber-Security-Newcomer ist enorm!“

IT-Sicherheit neu gedacht

Die nominierten Start-ups zeigen zukunftsweisende Lösungen zur Optimierung der IT-Sicherheit, dem Schutz der Privatsphäre und von personenbezogenen Daten. Dazu zählt beispielsweise eine Plattform zum sicheren Datenaustausch von Geheimnisträgern, eine Anonymisierungslösung für bildbasierte Analytics-Prozesse, eine Blockchain basierte 2-Faktor-Authentifizierung oder ein Software Development Kit für die Entwicklung sicherer Apps.

Starthilfe für die Wachstumsphase

Gründer machen immer wieder eine Erfahrung: Die gute Idee oder die technisch geniale Lösung alleine reicht nicht, um dauerhaft zu bestehen. Wenn die ersten organisatorischen Hürden genommen wurden, das Produkt auf dem Markt ist und bei den ersten zufriedenen Kunden im Einsatz, stoßen Start-ups häufig an Grenzen. Um die folgende Wachstumsphase erfolgreich zu meistern, sind neben zusätzlichen Investitionen ein gutes Netzwerk und professionelle Beratung das A und O.  „Alle Start-ups, die am 7. Oktober antreten, können ihre Ideen zum Geschäftserfolg machen. UP19@it-sa bietet ihnen die Chance, die dafür so wichtigen Partner, Kunden und Geldgeber auf sich aufmerksam zu machen“, so Jury-Mitglied Simon Hülsbömer von IDG.

Die Teilnehmer küren den Sieger

Nach den Pitch-Präsentationen können sich die Teilnehmer im Gespräch mit den Start-ups näher über die vorgestellten Produkte informieren. Per Publikumsentscheid wird der Gewinner des UP19@it-sa Award gekürt. Ihm winkt ein speziell auf seine Bedürfnisse zugeschnittenes fünftägiges Coaching und Mentoring, das die Initiatoren Digital Hub Cybersecurity und Bayerisches IT-Sicherheitscluster e.V. übernehmen. Die NürnbergMesse gewährt zusätzlich besondere Konditionen als Teilnehmer der Sonderfläche Startup@it-sa auf der it-sa 2020.

Die Gewinner 2018. Fotorecht: NürnbergMesse / Thomas Geiger

Ex-Google-Chef hält Keynote

Nicht nur der Wettbewerb der Start-ups, auch die Keynote verspricht Spannung: Es tritt der ehemalige Google-Deutschlandchef Christian Baudis auf – selbst mehrfacher Gründer und Berater internationaler Investoren und Unternehmen zur Digitalisierung.

Karten jetzt sichern

Der Pitch um den UP19@it-sa Award findet am Montag, den 7. Oktober 2019, im Saal Paris, NCC West statt. Die freien Plätze für UP19@it-sa werden nach dem „First Come – First Serve“- Prinzip vergeben.

Karten sind verfügbar unter: www.it-sa.de/up19

NürnbergMesse bietet deutschlandweit größtes Angebot für Start-ups

Ein breites Angebot speziell für junge Unternehmen macht den Messeplatz Nürnberg für Gründer zur Nummer Eins in Deutschland. So bietet beispielsweise die it-sa neben dem CyberEconomy Match-up UP19@it-sa mit der Sonderfläche Startup@it-sa besonders attraktive Rahmenbedingungen für die Messeteilnahme junger Unternehmen.

Hier lesen Sie mehr zum Vorjahressieger IT-Seal und dem vielfältigen Angebot der NürnbergMesse.

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Smart venue – wenn das Messegelände mitdenkt

Das Gehäuse, das Dr.-Ing. Jörg Robert in den Händen hält, ist nur wenige Zentimeter groß. Und doch beinhaltet es eine innovative Technologie: ein „Low Power Wide Area Network“, kurz LPWAN. Kernstück ist ein Sensor, der Daten über große Entfernungen sendet, dabei nur sehr wenig Energie verbraucht und deshalb eine lange Lebensdauer hat. „Theoretisch reicht das LPWAN bis zum Mond. Doch auf der Erde mindern Hindernisse wie Häuser die Reichweite“, erklärt Robert, während er eine Antenne auf dem sechsstöckigen Bürogebäude der NürnbergMesse ausrichtet. Diese soll die Daten der Sensoren empfangen, die der Ingenieur überall auf dem Messegelände platziert.

Härtetest im Messebetrieb

Einige Sensoren installiert Jörg Robert in Konferenzsälen, wo sie die Luftqualität messen. Fotorecht: NürnbergMesse

Wie gut das System im Live-Betrieb funktioniert, soll das Forschungsprojekt „FutureIoT“ erproben – unter anderem auf dem Gelände der NürnbergMesse. Besonders gespannt ist Jörg Robert, der am Lehrstuhl für Informationstechnik („LIKE“) der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg forscht, auf die großen Technologiemessen im Herbst: „Wenn hunderte Messegäste ihre Handys nutzen oder Anwendungen mit eigenen W-LAN-Netzen präsentieren, könnte das zum Härtetest werden.“ Störungen mittels Algorithmen auszugleichen, ist dann die Aufgabe des Forscherteams.

Wenn alles funktioniert, liefern die Sensoren ihre Datenpakete über die Antenne zum Lehrstuhl nach Erlangen-Tennenlohe. Dort lesen Forscher die Daten aus und stellen sie per Internet den Kolleginnen und Kollegen in der Abteilung Strategie- und Unternehmensentwicklung und des technischen Gebäudemanagements der NürnbergMesse zur Verfügung. Über den Browser sind dann als erstes der Verlauf von Temperatur, Feuchtigkeit und CO2-Gehalt in bestimmten Konferenzsälen einsehbar.

Weitere Sensoren wird das Start-up „Smart City System“ auf den Parkflächen der NürnbergMesse anbringen. Diese melden dann, ob ein Parkplatz frei ist oder nicht. Gekoppelt an ein Parkleitsystem oder verbunden mit den Belüftungsanlagen der Konferenzsäle oder Messehallen können die Daten der Sensoren dazu beitragen, direkte Nutzen für Aussteller und Besucher zu schaffen.

Offenes System, vielfältige Anwendungen

Beim Forschungsprojekt „FutureIoT“ wird das Messezentrum zum Testfeld für die innovative Technologie LPWAN. Fotorecht: NürnbergMesse

„Das System ist bewusst offen gestaltet und kann mit unterschiedlichen Sensoren ausgestattet werden. Das macht den Anwendungsbereich von LPWAN schier endlos“, unterstreicht Robert. Deutlich wird das beim Blick auf die Liste der Kooperationspartner: Vom Flughafen, der per LPWAN Gepäckwagen ortet. Über die Stadt Nürnberg, die Straßenlaternen mit den Sensoren ausstattet, um zeitaufwendige Kontrollen einzusparen. Bis hin zu den Stadtwerken Bamberg, die mit Sensoren auf den Bussen die Luftqualität in der Stadt messen wollen.

Die gesammelten Daten werden von den Forschern ausgelesen und können von der NürnbergMesse in Services für Aussteller und Besucher umgewandelt werden. Fotorecht: NürnbergMesse

Für die NürnbergMesse ist das Forschungsprojekt eine Möglichkeit, potenzielle digitale Anwendungen zu testen: „Insbesondere mit Blick auf die Digitalisierung des Messegeländes ist die LPWAN-Technologie für uns sehr interessant. Mit den Sensoren sammeln wir wichtige Informationen, mit denen wir unsere Veranstaltungen weiter verbessern und den nächsten Schritt in Richtung eines ‚Smart Venue‘ gehen können“, sagt Dr. Martin Kassubek, Leiter des neuen Bereichs Corporate & Digital Development bei der NürnbergMesse.

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Mut tut gut – Teil 4

Ein BWL-Studium oder ein Doktor in Marketing sind allenfalls nett. Was aber einen richtig guten Unternehmer ausmacht, kann man nicht lernen. Allem voran braucht es den Mut, auch mal unbequeme Entscheidungen zu treffen. Im Magazin WissensDurst, dem Inspirationsbuch der BrauBeviale, wurden vier solcher Business Helden vorgestellt. Dr. Erlfried Baatz der Schilkin GmbH und Co. KG in Berlin-Kaulsdorf ist einer von ihnen. Er rettete als ehemaliger Oetker-Manager an der Seite des Schilkin-Enkels Patrick Mier das Spirituosenunternehmen vor der Insolvenz – ausgerechnet, indem er auf ein nischiges 70 Jahre altes Produkt setze: den klaren Pfefferminzlikör „Berliner Luft“.

Fast Forward aus der Krise

„Als die Herren Mier mich ins Unternehmen holten, war dessen Lage nicht sehr gut. Nach der Wende hatte man auf die Produktion von Handelsmarken für Spar, Edeka und Aldi Nord gesetzt. Als die Margen sanken und Rohstoffpreise explodierten, stand Schilkin 2014 vor dem Aus. Wir haben ein sogenannten Schutzschirmverfahren eingeleitet, Insolvenz in Eigenverantwortung, eine deutsche Version des Chapter 11. Währenddessen haben wir uns gesundgeschrumpft. Wir haben die Handelsmarken eingestellt, unseren Umsatz von 53 Mio. auf 12,5 Mio. zurückgefahren und mussten von 42 auf 30 Beschäftigte runter. Mittlerweile haben wir wieder 50 Mitarbeiter, denn was passiert ist, übertraf unsere Erwartungen. Eine Entwicklung, die ich nur aus meiner Zeit bei Henkell kannte, als wir Red Bull eingeführt haben: Wir haben ein sehr nischiges Produkt, unseren Pfefferminzlikör, radikal verjüngt.

„Mit Sprüchen wie ‚Lass frische Luft rein‘ oder ‚Einmal Zähne putzen‘ sind wir in alle Clubs gekommen.“

Mit einem unverwechselbaren Markenauftritt – allenfalls das Jägermeister-Orange leuchtet so wie unser Türkis im Schnapsregal – und sechs außergewöhnlichen Sorten, der Schokoluft oder ‚Glitter Nights‘ mit silbernem Glitter. Mit Sprüchen wie ‚Lass frische Luft rein‘ oder ‚Einmal Zähne putzen‘ sind wir in alle Clubs gekommen. Wer viel feiert, kriegt schlechten Atem, was nicht gut ist für alles, was nach der Diskothek kommt. Ein Shot Berliner Luft hilft. Kurz: Wir haben mit der Konzentration auf diese eine Marke die Schilkin-Spirituosenherstellung gerettet.

 

Weitere Business-Helden:

Teil 1 der Serie: Benedikt Kuhn von Bembel-With-Care

Teil 2 der Serie: Stephan Michel von Mahrs Bräu

Teil 3 der Serie: Dr. Martin Tesch vom Weingut Tesch

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Mut tut gut – Teil 3

Ein BWL-Studium oder ein Doktor in Marketing sind allenfalls nett. Was aber einen richtig guten Unternehmer ausmacht, kann man nicht lernen. Allem voran braucht es den Mut, auch mal unbequeme Entscheidungen zu treffen. Im Magazin WissensDurst, dem Inspirationsbuch der BrauBeviale, wurden vier solcher Business Helden vorgestellt. Dr. Martin Tesch vom Weingut Tesch in Langenlonsheim ist einer von ihnen. Er übernahm als promovierter Biochemiker das 300 Jahre alte Weingut und verlor erst einmal fast die Hälfte der Stammkundschaft, weil er sowohl das Produkt als auch das Marketing radikal veränderte. Kompromisslos statt lieblich, englische Namen für deutsche Weine – Jahre später zahlte sich das aus.

Weg mit dem Weinvokabular

„Ich bin mit 15 von zu Hause weggegangen und wurde so nicht im Weinumfeld sozialisiert. Wenn es also manchmal heißt, ich hätte die Regeln der Weinbranche gebrochen, stimmt das nicht: Ich habe sie schlicht nicht gekannt. Der Urknall war Riesling Unplugged. Im Grunde eine alte Geschichte, ein unverfälschter rebsortenreiner, supertrockener Riesling – nur eben anders erzählt für eine neue Generation von Weintrinkern, die mit umständlicher Weinsprache à la ‚Riesling Kabinett, trocken, Langenlonsheimer St. Antoniusweg‘ nichts anfangen kann. Deshalb haben wir ‚Unplugged‘ draufgeschrieben. Weil es alles sagt: handgemacht, nicht laut, keine Tricks und keine Technik.

„Unser Image war im Eimer. Und die deutsche Weinszene hat Tränen über uns gelacht, so wie wenn einer auf einer Bananenschale ausrutscht.“

Die erste Antwort der tradierten Deutsch-Weintrinker war brutal: englisches Wort auf dem Etikett eines deutschen Weines? Da hat der Baum gebrannt. ‚Durch meine deutsche Kehle wird kein Tropfen Tesch-Wein mehr rinnen‘ und so Zeug. Ich habe 40 Prozent meiner Stammkundschaft in einem halben Jahr verloren. Danach waren wir in der Insolvenzverschleppung. Unser Image war im Eimer. Und die deutsche Weinszene hat Tränen über uns gelacht, so wie wenn einer auf einer Bananenschale ausrutscht.

Einen Weg zurück gab es nicht. Aber: Nach zweieinhalb Jahren haben wir uns von dem Schlag erholt. Da waren wir zwar nicht weiter als am Anfang, aber wir waren wieder da. Von da an ging es nach oben. Inzwischen sind wir international so erfolgreich, wie das alte Weingut es nie hätte werden können.

 

Weitere Business-Helden:

Teil 1 der Serie: Benedikt Kuhn von Bembel-With-Care

Teil 2 der Serie: Stephan Michel von Mahrs Bräu

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Start-up-Idee: Saucen wie von Mama gemacht

Emils hat sich als Deutschlands erste „Null-Zusatzstoff-Marke“ im Bio-Segment etabliert. Der Erfolg des Freiburger Start-ups, benannt nach dem Sohn eines der Gründer, hat entscheidend mit dem Geschmack von Müttern zu tun. Jens Wages kann sich ein Schmunzeln nicht verkneifen, wenn er die Geschichte erzählt, die ihn und Michael Wiese zu Gründern machte: „Als wir bei einem Grillfest herausfanden, dass die leckere Salatsauce der Mutter einer Freundin eines Studienfreundes eigentlich von ihm war und sie das Rezept an die Hausfrauen im Ort weitergegeben hatte, kam für uns die Erkenntnis: Wenn Mütter dich kopieren, muss es gut sein.“

Für Wages war klar: „Unser Produkt hatte ohne unser Wissen einen Markttest bestanden, den wir nie in Auftrag gegeben hatten.“ Der Werber und der Unternehmensberater kündigten 2009 ihre Jobs, obwohl ihre Idee „Puristen Convenience“ – konsequent ohne Zusatzstoffe – von Anfang an zum Scheitern verurteilt war. Ein führender Professor für Lebensmittelhygiene hatte nämlich versichert, es könne auf keinen Fall klappen. „Ich glaube, eigentlich nur deshalb haben Michael Wiese und ich es darauf ankommen lassen“, erinnert sich Jens Wages, „quasi aus Trotz.“ Dass sie anfangs auch Gegenwind aus der Biobranche selbst bekamen, war für die beiden Jungunternehmer noch mehr Ansporn, ihre Geschäftsidee weiter zu verfolgen.

Geförderter Gemeinschaftsstand als Initialzündung

Die Initialzündung für Emils war ein geförderter Gemeinschaftsstand auf der BIOFACH 2011. Foto: NürnbergMesse/Thomas Geiger

Die Initialzündung für Emils war die BIOFACH. „Dass wir überhaupt teilnehmen konnten, war nur durch den geförderten Gemeinschaftsstand des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle möglich“, so Wages. Beim ersten Auftritt 2011 wurde ihr Stand auf der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel von Interessenten gestürmt. 2012 gab es für Emils den Publikumspreis „Best New Product Award“. „Schon lange vor den Diskussionen über Zusatzstoffe und Zuckergehalt hatten die BIOFACH und deren Besucher den richtigen Riecher für zukunftsträchtige Produkte“, resümiert Wages. „Ohne dieses Erlebnis auf dieser Messe hätten wir unser Unternehmen möglicherweise nie so konsequent und unverändert weitergebracht.“

Gründeridee: Emils Reinheitsgebot: Dressings, vegane Mayos und Ketchup ohne Zusatzstoffe – weder Verdickungsmittel, noch Citronensäure, noch Hefeextrakt

Gründer-Team: Michael Wiese (Unternehmensberater) und Jens Wages (Werber) gründen 2009 ohne Vorkenntnisse das Start-up Emils

Gründer-Tipps: Beharrlich bleiben und konsequent. Niemals Abstriche bei der Qualität machen. Der Wunsch, es zu schaffen, muss größer sein, als die Sorge und stärker als die Stimme derer, die nicht daran glauben.

Gründer-Messe: Erster Auftritt auf der BIOFACH 2011 in Nürnberg und gleichzeitig Auftakt der Erfolgsgeschichte „konsequent ohne Zusatzstoffe“

Deutschlandweit größtest Angebot für Start-ups

Emils Bio-Manufaktur ist eines, der bisher über 1.200 Start-ups, die sich seit 2007 an einem der vielen Gemeinschaftsstände für „junge innovative Unternehmen“ oder der Start-up-Areas auf den Fachmessen der NürnbergMesse beteiligt haben. Mit speziellen Formaten für Gründer auf 17 Leitmessen ist die NürnbergMesse Nummer 1 in Deutschland beim Angebot für Start-ups. Junge Unternehmen profitieren vom Know-how der Messe- und Start-up-Experten, einem direkten Ansprechpartner, einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis und der Unterstützung bei Organisation und Aufbau.

Nürnberg: Deutschlands Messeplatz Nr. 1 für Start-ups. Fotorecht: NürnbergMesse

Weitere Infos im NürnbergMesse „Start-up-Hub“ oder direkt per Mail an startups@nuernbergmesse.de

Von Start-up-Ideen aus den Bereichen IT-Sicherheit (IT Seal) und Heimtierfutter (Eat Small) lesen Sie hier.

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Start-up-Idee: IT-Sicherheitslücke Mensch

Bei David Kelm sind es Menschen, denen er Gutes tun will. Genauer gesagt, Mitarbeiter in Unternehmen. Er ist Gründer von IT-Seal. Für seine Bachelor-Arbeit erhielt er 2015 den „Best-Student-Award“ des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Gemeinsam mit zwei seiner Kommilitonen an der TU Darmstadt wagte er den Sprung ins kalte Wasser. „Wir hatten das Glück zum Start mit dem EXIST-Gründerstipendium gefördert zu werden“, erinnert sich Kelm, „dies erlaubte uns, die ersten Schritte ohne große Sorgen und Risiko zu gehen.“ Mitgründer Alex Wyllie bringt seine organisatorischen Stärken ein, der dritte im Bunde, Yannic Ambach, steht hinter der technischen Entwicklung.

IT-Seal: Schwachstelle Mensch wird zur Stärke des Unternehmens

Ideengeber David Kelm kennt das Geheimnis hinter dem Erfolg: „Eine Gründung erfordert viel Einsatz und Begeisterung, ansonsten kann man es auch gleich lassen. Es gibt nicht den ,Overnight-Success‘, man muss lernen, für sich die richtige Balance zwischen Vollgas an der Arbeit und Zeit für sich und seine Liebsten zu finden.“ Das bereits mehrfach ausgezeichnete Start-up setzt genau da an, wo die Firewalls in Firmen versagen: bei der Schwachstelle Mensch. Gut getarnte Werbemails oder die perfekt gefälschte E-Mail vom Chef persönlich: 19 Prozent der digitalen Angriffe in Deutschland in den letzten beiden Jahren fielen in den Bereich „Social Engineering“, der gezielten Manipulation von Mitarbeitern.

Yannic Ambach (links) und David Kelm, die Gründer von IT-Seal. Fotorecht: NürnbergMesse / Thomas Geiger

„Wir geben ihnen das Werkzeug an die Hand, mit dem sie das verhindern können“, erklärt Kelm, „und schärfen langfristig ihr Gespür für Phishing Mails.“ IT-Seal macht das mit Sicherheitsanalysen wie der „Phishing Akademie“, einer „Security Awareness Standortbestimmung“ oder dem „Sicherheitskultur Audit“. Mit durchschlagendem Erfolg, auch für das Start-up selbst: Gewinner des europaweiten „Social Engineering Awards“; Top Ten-Platz unter den Cyber Security Start-ups Europas 2016; Platz zwei als „Awareness- Sicherheitsinitiative des Jahres“ bei den „Information Security Days“ in Luxemburg. Außerdem erfolgte in diesem Jahr die Patent-Anmeldung des „Employee Security Index“. Dabei wird die Phishing-Simulation in einer aussagekräftigen Kennzahl zusammengefasst.

it-sa: „Fixpunkt im Geschäftsjahr“

Der offizielle Markteintritt erfolgte auf der it-sa 2016 in Nürnberg. Kelm: „Gerade diese Messe bietet bestes Potenzial, um mit IT-Sicherheitsverantwortlichen aus aller Welt ins Gespräch zu kommen.“ Die it-sa bleibt ein Fixpunkt im Geschäftsjahr von IT-Seal, die hier geknüpften Kontakte brachten dem jungen Unternehmen eine Vielzahl von Aufträgen. Und beim Messeauftritt in diesem Jahr gab es für die Gründer eine weitere Auszeichnung: den erstmals vergebenen UP18@it-sa Award.

Gründer-Idee Steigerung des IT-Sicherheitsverhaltens von Mitarbeitern durch Security Awareness-Messung, Phishing Akademie, Sicherheitskultur Audit

Gründer-Team David Kelm, Alex Wyllie und Yannic Ambach gründen 2015 ihr Start-up IT-Seal, Platz 1 bei Start-up-Weekend in Darmstadt, EXIST-Gründerstipendium

Gründer-Tipps
Früh anfangen, Kunden zu kontaktieren und erste Verträge zu unterschreiben. Gewährleisten, dass im Team gute Stimmung herrscht und die Zusammenarbeit klappt. Sich regelmäßig Zeit nehmen, Feedback zu geben und Probleme zu besprechen, auch wenn immer viel zu viel zu tun ist. Lernen, „Nein“ sagen zu können – für das Angebot an interessanten Gesprächen, Veranstaltungen und Produktideen braucht der Tag mehr als 24 Stunden.

Gründer-Messe it-sa in Nürnberg: offizieller Markteintritt 2016, Gewinner des neu eingeführten UP18@it-sa Award 2018

Deutschlandweit größtest Angebot für Start-ups

IT-Seal ist eines, der bisher über 1.200 Start-ups, die sich seit 2007 an einem der vielen Gemeinschaftsstände für „junge innovative Unternehmen“ oder der Start-up-Areas auf den Fachmessen der NürnbergMesse beteiligt haben. Mit speziellen Formaten für Gründer auf 17 Leitmessen ist die NürnbergMesse Nummer 1 in Deutschland beim Angebot für Start-ups. Junge Unternehmen profitieren vom Know-how der Messe- und Start-up-Experten, einem direkten Ansprechpartner, einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis und der Unterstützung bei Organisation und Aufbau.

Weitere Infos im NürnbergMesse „Start-up-Hub“ oder direkt per Mail an startups@nuernbergmesse.de

 

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