Schon zum Frühstück einzigartig

Wir alle mischen gerne mit. Ganz besonders, wenn es um Ernährung geht. Dann sucht jeder von uns den perfekten Mix aus Gesundheit, Genuss und gutem Gewissen. Wie ein Start-up aus Passau seine Kunden wortwörtlich mitmischen lässt und wie der Trend zur Individualisierung die Lebensmittel-, Pharma- und Chemie-Industrie umkrempelt, erlebten rund 30 Fachjournalisten auf dem POWTECH Presseevent in Nürnberg.

„Unsere Geschichte beginnt 2005“, so Andreas Freund, IT-Verantwortlicher beim Passauer Müsli-Unternehmen mymuesli. Das Smartphone war noch nicht erfunden, facebook gerade ein Jahr alt, als drei Passauer Studenten beginnen, Müsli übers Internet zu verkaufen. Dem Bestellvorgang vorgeschaltet ist ein kleiner Konfigurator, mit dem die Nutzer die Mischung eigens zusammenstellen. Und sich so ein individuelles Bio-Müsli nach Hause holen.

Heute stehen 80 Zutaten zur Auswahl, rein rechnerisch sind 566 Billiarden Müslivariationen möglich. „Das hat uns mal ein befreundeter Mathematiker ausgerechnet“, sagt Freund. Wie täglich tausende individuelle Müslimischungen im Passauer Werk vom Band laufen und dann automatisch zum richtigen Kunden gelangen, wie gleichzeitig Supermärkte und die über 40 eigenen Mymuesli-Läden mit fertigen Mischungen versorgt werden, erklärte er den Journalisten auf dem POWTECH Presseevent.

Andreas Freund von Mymuesli berichtet den Fachjournalisten am POWTECH Presseevent vom „Abenteuer Müslimachen“. Fotorecht: NürnbergMesse

POWTECH: Mehr als Mischen

Für IT- und Produktionsverantwortliche von Unternehmen wie mymuesli ist die Messe POWTECH wie Weihnachten: Auf dieser Messe gibt es die neuesten Systeme und Anlagen für ihre Produktion. Zerkleinern und Vermahlen, Sieben und Trennen, Mischen und Pressen – was man mit Pulvern, Körnern und Schüttgütern im Allgemeinen alles anstellen kann, gibt es auf der POWTECH. Die internationale Fachmesse für mechanische Verfahrenstechnik zeigt seit über 40 Jahren Technik wie diese.

Nicht nur Müsli-Firmen kaufen Mischmaschinen und Co., sondern alle Hersteller von Lebensmitteln, Süßigkeiten, Kosmetika und Pharmaprodukten, ferner viele Unternehmen der Chemieindustrie, Baustoff-Hersteller und Recycling-Firmen. Sie alle finden auf der POWTECH bei den Ausstellern Lösungen für ihre individuellen Anforderungen – also ähnlich maßgeschneidert wie das selbstgemixte Müsli aus dem Internet.

Presse trifft Aussteller

Noch ist es bis zum Messestart einige Monate hin. Doch eine Messe in diesem Umfang – über 800 Aussteller, sechs Messehallen, tausende Produkte – braucht Vorbereitung und Orientierungshilfe. Daher lädt die POWTECH vorab Fachjournalisten und Aussteller zu einer Presse Preview ein. Die Aussteller berichten hier schon vor Messestart über ihre Neuheiten. Die Journalisten bekommen „Stoff“ für ihre Vorberichterstattung, können Trends erkennen und ihren Lesern die Highlights schmackhaft machen. Denn am Ende ist ein Messebesuch auch eine höchst individuelle Sache. Jeder Fachbesucher kommt mit seinen eigenen Zielen und Interessen und stellt sich seinen perfekten Messetag zusammen. Bei über 800 Ausstellern dürften deutlich mehr als 566 Billiarden Messe-Variationen möglich sein.

Weitere Informationen: www.powtech.de

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Unsere Presseabteilung: ein vielseitiges Team

Vor einigen Wochen haben wir Eva Rugenstein über unsere Presseabteilung interviewt. Jetzt geben wir das Wort an ihre Kolleginnen und Kollegen weiter, die uns von ihren spannenden Tätigkeitsfeldern berichten. Dazu gehört es beispielsweise, die Medienanstalten mit Informationen zu versorgen, Medienvertreter im Pressecenter zu betreuen oder die spätere Berichterstattung genau im Blick zu behalten. Welche vielfältigen Aufgaben sie noch jeden Tag meistern, erfahrt ihr jetzt.

Tania Vellen, Senior Managerin Press & PR für boot und TourNatur

Für Tania Vellen (TV) war ihr Start bei der Messe Düsseldorf am 1. September 1988 ein logischer Schritt. Denn schon während ihres Studiums der Germanistik und Romanistik wusste sie, dass ihr Herz für Journalismus und Pressearbeit schlägt, und so landete sie zunächst als studentische Aushilfe in unserer Presseabteilung. Privat ist die Mutter von vier Söhnen sportlich beim Skifahren, Schwimmen und Radfahren oder mit dem Wohnmobil besonders gerne in Südeuropa unterwegs. Dass sie hier bei uns neben der boot Düsseldorf auch die TourNatur betreut, passt da wie die Faust aufs Auge.

Redaktion: Sie haben viele Jahre internationale Investitionsgütermessen wie die interpack oder die GIFA, METEC, THERMPROCESS, NEWCAST betreut, was macht den Reiz dieser Messen in der Pressearbeit aus?

TV: Für mich ist das Reizvolle an den Investitionsgütermessen, dass man sich diese erstmal erschließen und sich in ihre Themenfelder einarbeiten muss. Zudem ist zu Veranstaltungen wie der GMTN unser Pressecenter der Hotspot für Medienvertreter aus der ganzen Welt. Das macht die Arbeit vor Ort super interessant. Denn wir haben oftmals viele Monate im Vorfeld schriftlich und telefonisch Kontakt zu den Fachjournalisten und haben zu den Laufzeiten die Gelegenheit, uns mit ihnen persönlich auszutauschen. Über die Jahre entwickelt sich so eine ganz tolle Zusammenarbeit, denn Fachjournalisten bleiben oftmals ihren Branchen über viele Jahre treu. Bei den großen Investitionsgütermessen gibt es oft sogar richtige Journalisten-Clubs wie die International Packaging Press Organisation bei der interpack, die zur Messe auch ihre Meetings mit allen internationalen Kollegen organisieren. Es ist einfach ein gutes Gefühl, wenn man merkt, dass sich die Journalisten bei uns wohlfühlen und immer wieder gerne wiederkommen.

Sehr interessant ist auch die Organisation von Fachpressereisen für die Investitionsgütermessen, bei deren Organisation wir oft auch sehr eng mit unseren Ausstellern oder deren Kunden zusammenarbeiten. Hierdurch können wir auch den Fachmedien immer ein innovatives Programm bieten und damit unsere Messethemen attraktiv transportieren.

Redaktion: Seit drei Jahren sind Sie verantwortlich für die Pressearbeit zur boot Düsseldorf und der TourNatur. Wie unterscheidet sich Pressearbeit für diese Veranstaltungen von der für Investitionsgütermessen?

TV: Der große Unterschied zwischen Freizeitmessen und Investitionsgütermessen in der Pressearbeit ist, dass bei ersteren viel mehr Kontakt zu tagesaktuellen Medien besteht. Da ist es viel einfacher, die Themen so aufzubereiten, dass die Presse sie aufgreift. Bei den Freizeitmessen sind neben den internationalen Fachbesuchern wie zum Beispiel aus dem Wassersportbereich die „normalen“ Zeitungsleser, Fernsehzuschauer oder Internetuser unsere Zielgruppe. Deswegen war der Wechsel zur boot Düsseldorf und zur TourNatur für mich auch eine sehr aufregende Erfahrung. Mit Inhalten rund um diese Veranstaltungen rennen wir bei den Journalisten oftmals offene Türen ein. Wir haben spannende neue Geschichten wie beispielsweise seit zwei Veranstaltungen die Welle „THE WAVE“ oder prominente Besucher. Dadurch können wir den Medien ganz andere Aufhänger zur Berichterstattung anbieten.

Insgesamt müssen wir bei den Freizeitmessen auch extrem zeitnah reagieren. Während der Messelaufzeit stellen wir daher die Informationen immer ganz aktuell zusammen, weil sie schnell in die Redaktionen bzw. auf den Social-Media-Kanälen verbreitet werden müssen.

Hyun Jung Steins, Senior Managerin Press & PR für Medienbeobachtung

Unsere Kollegin Hyun Jung Steins (HJS) hat kürzlich ihr Messe-Jubiläum gefeiert! Seit dem 14. April 1998 unterstützt sie uns in der Medienbeobachtung. Doch schon während ihres Anglistik-Studiums an der Heinrich-Heine-Universität schnupperte sie erste Messe-Luft, als sie für ein Marktforschungsunternehmen Besucher- und Ausstellerbefragungen vornahm. Kein Wunder, dass die Messe Düsseldorf für die leidenschaftliche Geigerin heute wie ein zweites Zuhause ist.

Redaktion: Was war der spannendste Artikel, den Sie in der Medienbeobachtung bisher gesehen haben?

HJS: Ich bin seit über 20 Jahren in der Medienbeobachtung für die Messe Düsseldorf tätig. Da gab es natürlich schon unzählige spannende Artikel. Erst vor Kurzem habe ich anlässlich der Digitalkonferenz SXSW im Handelsblatt einen beeindruckenden Artikel zur Digitalisierung gelesen. Das ist ein Thema, das nicht nur in unserem Unternehmen, sondern auch in der Medienbeobachtung sehr aktuell ist. In dem Artikel wurde das digitale Zeitalter ganz genau beschrieben, aber gleichzeitig auch hinterfragt. Wie wichtig eine kritische Auseinandersetzung damit ist, zeigt sich auch in der Medienbeobachtung: Durch technologische Entwicklungen kam es zu enormen Fortschritten, z. B. in Hinblick auf Schnelligkeit der Lieferung oder die Menge der Daten. Auf der einen Seite profitieren wir davon, aber auf der anderen Seite müssen wir in Zeiten von Fake News und digitaler Propaganda auch immer wachsamer sein.

Redaktion: Inwiefern beeinflusst die zunehmende Digitalisierung Ihren Arbeitsalltag und die Zusammenarbeit mit Clipping-Dienstleistern?

HJS: Die Briefings für unsere Clipping-Dienstleister sind sehr komplex. Denn keine Messe ist gleich. Zum Beispiel können wir eine Publikumsmesse wie die boot nicht mit Inventionsgütermessen wie der drupa, interpack oder K vergleichen. Genauso wie sich Besucher und Aussteller unterscheiden, haben auch die Journalisten verschiedene Erwartungen. Wir setzen also andere Schwerpunkte und müssen entsprechend nach anderen Begriffen suchen (lassen). Dadurch, dass die Medienbranche ständig in Bewegung ist und immer weiter wächst, nimmt aber auch der Input stetig zu. Wenn wir früher mit der Medienbeobachtung die wichtigen Printmedien abgedeckt haben, konnten wir uns stolz auf die Schulter klopfen. Heute können wir uns dann noch lange nicht ausruhen: Es gibt noch Internetquellen wie Blogs sowie Berichterstattung in TV und Hörfunk. Deshalb ist es wichtig, professionelle und zuverlässige Dienstleister an der Seite zu haben. In deren Datenbanken sind unzählige Suchprofile hinterlegt. Dank Digitalisierung und Automatisierung wird es immer einfacher, so nach definierten Stichwörtern zu recherchieren. Eine Suchmaschine läuft und liefert schnell Ergebnisse. Das ist sehr komfortabel, aber letztlich nur eine maschinelle Unterstützung. Auf die menschliche Kontrolle können wir nicht verzichten, denn die Qualität darf niemals unter der Quantität leiden.

Martin Koch, Senior Manager Press & PR für MEDICAlliance

Im Rahmen seiner damaligen Tätigkeit als Hörfunkjournalist ist Martin Koch (MK) des Öfteren auf Messen zu Gast gewesen und hat so auch den Kontakt zur Presseabteilung geknüpft. Seit 1999 ist er nun ein fester Bestandteil des Teams. In seiner Freizeit ist er sehr gerne sportlich aktiv oder verbringt Zeit mit seiner Ehefrau, die er vor vielen Jahren auf einer Veranstaltung der boot kennen und lieben gelernt hat.

Redaktion: Sie sind für die MEDICA zuständig, zu deren Portfolio auch Veranstaltungen z. B. in Asien oder den USA gehören: Was zeichnet die Pressearbeit für diese Messen besonders aus und wie international arbeiten Sie täglich?

MK: Die MEDICA und unsere Medizinmessen, die ich presseseitig betreue, finden im Gegensatz zu vielen anderen Messen jährlich statt. Das hängt damit zusammen, dass der Innovationszyklus im Medizinbereich im Vergleich zu anderen Branchen verhältnismäßig kurz ist. Für die Pressekommunikation ist der regelmäßige Turnus ein wesentlicher Vorteil, weil die Messen immer im Gespräch bleiben. Egal ob wir von der MEDICA oder der Medical Fair India sprechen: Die Nachberichterstattung dieser Messen fällt bei einem Großteil in die Anmeldephase der Folgeveranstaltung für die Aussteller. Die Internationalität dieser Messen hat natürlich Auswirkungen auf die Kommunikation und zeichnet die Pressearbeit aus. Ein Beispiel: In China geht es fast gar nicht um die Pressekommunikation im klassischen Sinne. Dort läuft die Kommunikation rund um eine Veranstaltung vorrangig über Kurznachrichtendienste wie WeChat ab. In Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern ist die Fachpresse-Landschaft wiederum deutlich vielfältiger aufgestellt, weshalb vor allem unterschiedliche Contentformate gefragt sind. Dieses Hintergrundwissen ist für uns extrem wichtig, weil wir auf dieser Grundlage entscheiden, wie und wo wir zum Beispiel Informationen rund um die MEDICA platzieren. Es muss immer deutlich werden, warum es sich lohnt, die Messe zu besuchen.

Redaktion: Wie bereiten Sie eine Messe vor und wie lange dauert diese Vorbereitung?

MK: Bei uns in der Presseabteilung gilt der Spruch: Nach der Messe ist vor der Messe. Denn die Planung und Vorbereitung beginnt für uns mit der Nachbereitung, unmittelbar nach einer Veranstaltung. Das ist für unsere Arbeit sehr wichtig, weil wir über die qualitative und quantitative Medienauswertung genau erfassen können, ob wir einerseits in den relevanten Zielmedien und andererseits mit den relevanten Themen und Inhalten in diesen Medien präsent waren. Viele Informationen, wie zum Beispiel ob wir mit unserer Kommunikation auch die richtigen Zielgruppen erreicht haben, erhalten wir aus Besucherumfragen, die während der Veranstaltung durchgeführt werden. Daraus können wir Maßnahmen ableiten und entscheiden, welche Inhalte und Themen wir künftig stärker gewichten oder welche Berufsgruppen wir noch stärker ansprechen müssen. Aus diesem Wissen ergibt sich dann der Anspruch und die Zielsetzung für die Folgeveranstaltung.

Apostolos Hatzigiannidis, Junior Manager Press & PR für interpack und Rehacare

Unser Kollege Apostolos Hatzigiannidis, auch AP genannt, wurde in den USA geboren und bleibt seinen Wurzeln bis heute mit seinem Hobby Lacrosse beim DSC 99 treu. Doch auch seine Liebe zu Deutschland währt schon lange: Als Austauschschüler kam er nach Deutschland, verliebte sich in das Land und kehrte immer wieder zurück. Über ein Praktikum beim US-Generalkonsulat führte ihn sein Weg schließlich nach Düsseldorf. Ein Freund empfahl AP, sich im Anschluss daran bei uns zu bewerben und das war eine richtig gute Entscheidung. Zunächst war er als Trainee die helfende Hand in verschiedenen Abteilungen, angefangen beim Kongressmanagement. Seit Juli 2015 unterstützt er uns nun in der Presseabteilung.

Redaktion: Beeinflussen die Branche der jeweiligen Messe und der Medienwandel Ihre Arbeit?

AP: Auf jeden Fall. Über Veranstaltungen wie die interpack wird eher in Fachmagazinen berichtet. Denn die dort präsentierten Lösungen, Produkte und Technologien sind nicht unbedingt für jeden interessant. Bei Messen wie der ProWein oder der BEAUTY Düsseldorf haben wir mehr Tagesmedien hier. Außerdem sind zunehmend professionelle Blogger unterwegs. Über ihre Blogs und Social Media machen sie die Themen dieser nicht für alle zugänglichen Fachmessen auch breiteren Zielgruppen bekannt. Eine Herausforderung dieser Entwicklungen: Seit Herbst 2017 gibt es bei der Messe Düsseldorf die Onlineakkreditierung. Dazu melden sich Medienvertreter an und schicken uns dann über ein Formular einen Nachweis über ihre Tätigkeit. Von den Bloggern benötigen wir dann ein paar Links und prüfen auf dieser Basis, ob ihre Inhalte zur jeweiligen Messe passen und die Qualität der Berichterstattung unseren Akkreditierungsrichtlinien genügt.

Redaktion: Das Pressecenter ist bei Laufzeiten der Dreh- und Angelpunkt für Journalisten: Wie sorgen Sie dafür, dass sie sich dort wohlfühlen und alles vorfinden, was sie brauchen?

AP: In erster Linie finden Journalisten im Pressecenter die richtigen Ansprechpartner für ihre Belange und Informationen über die Themen und Highlights der Messe oder zum Beispiel Termine von anstehenden Aussteller-Events auf dem Gelände. Unser Team ist immer vor Ort und beantwortet gerne alle Fragen. Außerdem richten wir ihnen Arbeitsplätze mit PCs und Druckern ein, damit sie ihre Eindrücke in Ruhe zusammenstellen können. Aber natürlich ist auch für das leibliche Wohl gesorgt: Journalisten können hier zu günstigen Konditionen essen sowie Kaffee trinken und sich so eine kleine Auszeit vom trubeligen Geschehen in den Hallen gönnen.

Ihr seht, die Mischung macht’s: Unsere Presseabteilung vereint „alte Hasen mit Erfahrung”, die ihren frischen Blick behalten haben, und junge Kolleginnen und Kollegen, die dank des Medienwandels bestimmt einen ganz neuen Blickwinkel auf so mache Aufgabe mitgebracht haben. Sie alle sorgen für einen kompetenten Rund-um-Service und das Wohlbefinden der Medienvertreter – vor, während und nach einer Messelaufzeit.

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Besonderheiten der Pressearbeit für Messen

Während einer Messe ist auf unserem Gelände immer viel los. Damit nicht nur die Besucher und Aussteller sehen, wie es bei uns zugeht, berichten viele Medienvertreter vom Geschehen vor Ort – je nach Messe sind dann zwischen einigen hundert und mehr als zweitausend Journalisten hier vor Ort. Doch wer kümmert sich im Vorfeld und zur Laufzeit eigentlich um sie? Unsere Presseabteilung! Das Team rund um Eva Rugenstein unterstützt die Journalisten in der Berichterstattung über die jeweilige Veranstaltung – online, offline und natürlich persönlich. Wir haben uns zum Interview mit der Leiterin der Presseabteilung getroffen und sie gefragt, was das Besondere an der Pressearbeit für Messen ist.

Eva Rugenstein, Abteilungsleitung Presse

„Der Großteil unserer Arbeit ist getan, wenn eine Messe beginnt“

Eva Rugenstein ist gelernte Tageszeitungsredakteurin. Nach vier Jahren im Beruf hat sie ein Sprachenstudium mit Schwerpunkt Wirtschaft absolviert und nach einem Auslandsaufenthalt entschieden, all diese Dinge miteinander zu verbinden. Welcher Arbeitsplatz käme besser infrage als die Messe Düsseldorf. Über eine Bekannte ist sie vor 30 Jahren glücklicherweise in unserer Presseabteilung gelandet. Ihr Job macht ihr auch nach dieser langen Zeit noch genauso viel Spaß wie am ersten Tag. Was ihn so besonders macht: die Vielfalt! Und genau darüber wird sie uns gleich mehr erzählen. Wenn sie nicht gerade mit der Pressearbeit beschäftigt ist, dann liest sie gerne, ist in der Natur unterwegs oder trifft sich mit Freunden.

Redaktion: Was genau macht Ihre Abteilung?

Als Presseabteilung versorgen wir weltweit alle Medien mit Informationen über unsere Messen sowohl hier am Standort Düsseldorf als auch für unsere weltweiten Veranstaltungen. Im Vorfeld einer Messe sorgen wir dafür, dass sich Leser, Zuschauer und Zuhörer – also die Nutzer dieser Medien – ein Bild darüber machen können, was sie erwarten dürfen. Unsere wichtigste Aufgabe ist es, das Interesse der relevanten Zielgruppe für unsere Veranstaltungen zu wecken. Die Informationen rund ums Messegeschehen vermitteln wir zum Beispiel durch Pressemitteilungen oder während Pressekonferenzen rund um den Globus, aber auch durch Hintergrundartikel über die Branchen unserer Messen, die technologische Entwicklungen und Innovationen thematisieren. Die Zulieferung von Content für Newsletter und Social-Media-Aktivitäten unseres Hauses sowie die Unterstützung der Aussteller bei ihrer Pressearbeit gehören ebenfalls zu unseren Aufgaben. Darüber hinaus stehen wir Medienvertretern vor, während und nach Laufzeiten jederzeit zur Verfügung, wenn sie Fragen haben oder unsere Unterstützung z. B. bei der Vermittlung von Experten oder Interviewpartnern benötigen. Während der Messelaufzeit organisieren wir zusätzlich Foto-Termine sowie Rundgänge für Fernsehen und Hörfunk.

Redaktion: Was schätzen Sie besonders an Ihrer Abteilung?

An meinen Kolleginnen und Kollegen schätze ich vor allem ihre hohe Professionalität und das Engagement, mit dem sie ihren Beruf ausüben. Nicht jedes Thema ist auf Anhieb leicht zu verstehen und zu vermitteln. Aber jedes Mal aufs Neue vertiefen sie sich in die Messethematik und machen sich viele Gedanken, wie sie eine hohe Resonanz in allen Medien erzielen können. Das ist meiner Meinung nach nur mit einer großen Portion Leidenschaft und Wissbegierde möglich. Alle meine Kolleginnen und Kollegen besitzen zudem ein hohes Maß an Servicebereitschaft und bieten ihre Unterstützung an, wo immer sie gebraucht wird. Ich kann mich sehr glücklich schätzen, dass in unserer Abteilung vor, während sowie nach Messelaufzeiten der Spaß an und bei der Arbeit nicht zu kurz kommt und Teamgeist großgeschrieben wird.

Redaktion: Welche fünf Dinge sind bei der Pressearbeit für eine Messe besonders wichtig?

  1. Branchenkompetenz: Wir kommunizieren nicht nur für die Messe an sich, sondern auch für die Branchen, die sich auf der jeweiligen Veranstaltung präsentieren. Dafür brauchen wir ein fundiertes Wissen über die Entwicklungen, Trends und Besonderheiten der Branche. Nur so können wir die relevanten Zielgruppen bei Ausstellern und Besuchern erreichen.
  2. Planung: Wir arbeiten immer auf die nächste Messelaufzeit hin, zum Teil mit einer mehrjährigen Vorlaufzeit. Wir müssen uns also genau überlegen und planen, wie wir diese lange Zeitspanne mit Inhalten füllen und das Interesse an der jeweiligen Veranstaltung aufrechterhalten.
  3. Zielgruppenorientierung: Es ist enorm wichtig, sich zu überlegen, welche Informationen für welche Medien relevant und interessant sind. Abhängig davon müssen wir die Inhalte entsprechend aufbereiten, denn ein Wirtschaftsredakteur ist beispielsweise eher an Zahlen und Fakten einer Branche interessiert, während eine Journalistin einer technischen Fachzeitschrift eher auf der Suche nach innovativen Entwicklungen und technologischen Trends ist.
  4. Nutzendefinition: Mit den Informationen, die wir zur Verfügung stellen, müssen wir den Nutzen, den Aussteller und Besucher von einer Messe haben, oder auch die Grenzen, die eine Veranstaltung vielleicht hat, deutlich machen. Schließlich investieren Aussteller und Besucher für eine Teilnahme Zeit und Geld.
  5. Flexibilität: Die Messelaufzeit ist das Highlight unserer Arbeit. Hier spielen wir als Presseabteilung verschiedene Rollen und das macht besondere Freude. Wir sind Gastgeber, Informationsgeber, Dienstleister, Kummerkasten und manchmal auch „Mädchen für alles“. Trotz sorgfältiger Planung hat die Messelaufzeit ihre ganz eigenen Gesetze. Wir müssen auch immer auf Unerwartetes gefasst sein und diese Überraschungen dann professionell in unsere Arbeit einbinden.

Bei all diesen Punkten stehen Eva Rugenstein 25 Kolleginnen und Kollegen zur Seite, die sich perfekt ergänzen und so verschieden wie ihre Aufgaben sind. Was genau dazu gehört, erfahrt ihr in Teil 2 der Vorstellung unserer Presseabteilung. Übrigens: Das Presseteam arbeitet sehr eng mit anderen Bereichen und Projektleitungen zusammen, insbesondere mit den Kollegen und Kolleginnen aus der Unternehmenskommunikation und der Marketingabteilung . So können alle Kommunikations- und Marketingaktivitäten bestmöglich untereinander abgestimmt werden.

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