Informationen über Regionalmessen – vom AUMA seit 1980

Regionale Publikumsmessen stellen heute einen erheblichen Anteil am deutschen Messemarkt, vor allem auf der Besucherseite mit jährlich über 6 Mio. Interessenten. Über Jahrzehnte war die Arbeit des AUMA auf die nationalen und internationalen Messen konzentriert, ob Fachbesuchermessen in Frankfurt, Köln und Leipzig, oder die großen Publikumsmessen in Berlin. Das Segment der regionalen Fach- und Publikumsmessen bekam erst durch die Mitgliedschaft des FAMA – Fachverband Messen und Ausstellungen seit 1966 Gewicht. Auch die mittelgroßen, in der IDFA organisierten Veranstalter führten mehr und mehr regionale Messen durch. Dementsprechend veröffentlichte der AUMA 1980 erstmals die Terminvorschau AUMA-Kalender Regional. Ab 1982 wurden auch Aussteller- und Besucherzahlen zu diesem Messetyp ergänzt. Heute präsentiert die Online-Messedatenbank des AUMA tagesaktuelle Detailinformationen über rund 160 Regionalmessen pro Jahr – von Terminen, Adressen, Angebotsschwerpunkten bis zu Standmieten sowie Aussteller-, Standflächen- und Besucherentwicklung.

Auf der Website des AUMA sind sie in Messelisten erkennbar an dem schwarzen AUMA-Icon: Messen in Deutschland - Regional.

Hier geht es zu den aktuellen Branchenkennzahlen der Regionalmessen: www.auma.de/de/zahlen-und-fakten/branchenkennzahlen

Foto li.: FreizeitMesse Nürnberg ©AFAG/Bischof & Broel

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Lehr- und Lernmaterialien vom AUMA seit 1975

Aktuelle Angebote jetzt auf der neuen AUMA-Website

Ausbildungsgänge wie Veranstaltungskaufmann/frau oder duale Messestudiengänge sind heute quasi Standard und Materialien für Lehrende und Lernende sind selbstverständlich verfügbar. Vor 40 bis 50 Jahren gab es Marketingvorlesungen oder auch Marketing-Bücher, in denen das Wort Messe vielleicht einmal vorkam, wenn überhaupt. Allenfalls Werbeakademien beschäftigten sich etwas mehr mit Messen. Das Wort Event gab es ohnehin nur in der englischen Sprache. Deshalb entwickelte der AUMA 1975 auf Anregung des Zentralausschusses der Werbewirtschaft ZAW gemeinsam mit den Veranstalterorganisationen GDG, IDFA und FAMA ein Lernprogramm Messen und Ausstellungen, das stolze 356 Seiten umfasste.

Teil 5 der Unterrichtsreihe für Messen im Wirtschaftsunterricht "Praxiskontakt Messen: Berufsorientierung" ist 2018 erschienen.Im Grunde war es ein Riesen-Messequiz, denn für die rund 400 Fragen hatte man oft drei Antwortmöglichkeiten oder man musste Sätze ergänzen. Didaktisch hatte dieses Werk Steinzeitcharakter. Aber es war ein Anfang.

Heute bietet der AUMA z.B. in Zusammenarbeit mit dem Institut für ökonomische Bildung in Oldenburg Materialien für den Wirtschaftsunterricht an allgemeinbildenden Schulen an unter dem Titel „Praxiskontakt Messen“. „Teil 5: Berufsorientierung“ ist gerade erschienen. Mehr dazu und zu Aus- und Weiterbildungsangeboten mit Messebezug auf der AUMA-Website www.auma.de.

Ist der Mietpreis in der Halle höher als im Freigelände? Welche Kompetenzen braucht das Standpersonal? In der Fotogalerie finden Sie eine Auswahl an Fragen aus dem über 40 Jahre alten Lernprogramm:

Antwort: Der Mietpreis in der Halle ist regelmäßig höher als im Freigelände. (Begründung, sinngemäß:) Der Stand in der Halle bietet mehr Annehmlichkeiten und außerdem Schutz gegenüber veränderlichem Wetter. Antwort: "Wo" (soll das Exponat);"Örtliche" (Zuordnung) Antwort: (u.a.) Dia-Wechsler, Videorecorder, Filmprojektoren, Magnetbandgeräte, Overhead-Projektoren, Fließbänder u.a.m. Antwort: interessieren LE 328 - Individuelles Auftreten: [...] Kreuzen Sie bitte denjenigen Rangplatz an, von welchem Sie meinen, dass er notwendig zur Eignung von Mitarbeitern zählt, die als Standpersonal ausgewählt werden sollen." Antwort

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Ausstellerförderung für Start-ups seit 2007

Aktuelle Details jetzt noch leichter auf der neuen AUMA-Website zu finden

Seit 2007 gibt es eine Förderung des Bundes für Messebeteiligungen junger innovativer Unternehmen. Der AUMA hat dieses Programm für Start-ups von Anfang an unterstützt. Gleich im ersten kompletten Geschäftsjahr 2008 organisierten die deutschen Messeveranstalter auf 37 internationalen Messen in Deutschland Gemeinschaftsstände mit 420 Ausstellern. Im Jahr 2018 werden voraussichtlich über ein Drittel mehr Aussteller an dem Programm teilnehmen. Sie werden auf fast 50% mehr Messen präsent sein.

Der AUMA kennzeichnet die Messen mit dem Zeichen “JIU”.Wer sich auf der neuen AUMA-Website über die geplanten Gemeinschaftsstände für 2019 informieren will, findet in der Messedatenbank ganz leicht, was er sucht. Einfach in der erweiterten Suche die Checkbox „Nur Messen mit Ausstellerförderung anzeigen“ anklicken, 2019 und Deutschland auswählen und natürlich die passende Branche. Schon weiß man, wo Ausstellen für Start-ups besonders günstig ist. Der AUMA kennzeichnet die Messen mit dem Zeichen “JIU”.

Zu weiteren Informationen zum Förderprogramm und zum gesamten Messeprogramm 2019 kommen Sie HIER.

Finden Sie Ihre Messe in der AUMA-Messedatenbank.

Foto oben li.: EuroCIS © Messe Düsseldorf/ctillmann

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1964: Messeziele wachsen über das Ordergeschäft hinaus

Werbemarken aus den 1960er Jahren: Internationale SPIELWARENMESSE, Nürnberg 1964 - bauma, München 1963 - EUROSHOP, Düsseldorf 1966 - Deutsche Funkausstellung, Stuttgart 1965 - Deutsche Industrie Ausstellung, Berlin 1963 (Fotos © AUMA)„Nicht das Orderbuch allein, sondern Kontakte, Beurteilung der Marktlage, Vergleich eigener Entwicklungen mit denen konkurrierender Unternehmen, Anregungen für neue Verwendungen, für die Erweiterung oder Beschränkung des Produktionsprogrammes sind zusätzliche Komponenten für die Bewertung einer Beteiligung über die rechnerisch gewonnenen Werte hinaus.“ Diese Aussage über Messeziele von Ausstellern könnte ein Consultant glatt im Jahr 2018 gemacht haben, zumindest so ähnlich. Tatsächlich ist dieser Satz aus einer Publikation des AUMA genau 54 Jahre alt!

Das Verblüffende: Viele „Nebenziele“, die auch heute noch Relevanz haben, sind bereits genannt. Die Möglichkeiten, die Messen bieten, über die klassischen Ziele hinaus wie Vorstellung von Innovationen oder Gewinnung neuer Kunden, sind offensichtlich schon ziemlich lange bekannt. Fragt sich nur, ob sie nicht vor über 50 Jahren nur von ein paar Vorreitern verfolgt wurden. Und nutzt heute wirklich eine große Mehrheit das ganze Spektrum? Laut AUMA MesseTrend setzen sich ja Aussteller acht Messeziele, aber eben nur im Durchschnitt. Es dürfte also immer noch eine Menge Aussteller geben, die sich auf vier oder weniger Ziele beschränken. Die Klage, wir haben nichts verkauft, also war die Messe schlecht, gibt es manchmal auch heute noch, zumindest bei kleineren Unternehmen.

Vielleicht feiern wir auch nur 50 Jahre Differenz zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Aber in Zukunft wird bestimmt alles besser.

Foto links: Werbemarke der ELECTRONICA, München 1964 © AUMA

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1978: Der Messeplatz Deutschland wird „erfunden“

Werbemarken aus den 1970er Jahren: Rehabilitation, Düsseldorf 1977 - Hogaka, Karlsruhe 1977 - interstoff, Frankfurt a.M. 1977 (Fotos © AUMA)Angesichts des verschärften Wettbewerbs in der Wirtschaft generell, und auch in der internationalen Messewirtschaft, entstand Mitte der siebziger Jahre die Idee, die deutsche Messebranche als Ganzes stärker zu profilieren, auch über die bestehende Gemeinschaftswerbung für das deutsche Messeangebot hinaus. Ziel war es insbesondere, mehr Besucher für die Angebote der ausstellenden Wirtschaft zu interessieren. Der zusammen mit einer Agentur entwickelte Begriff Messeplatz Deutschland sollte symbolisieren, dass das Gesamtangebot der Veranstalter mehr ist als nur die Summe seiner Teile. Denn die Bundesrepublik bot bereits damals für nahezu alle Branchen renommierte Messen und außerdem – trotz allen Wettbewerbs – ein weitgehend überschneidungsfreies Angebot im Bereich der internationalen Messen.

Internationale Eisenwarenmesse, Köln 1977 Huhn & Schwein, Hannover 1977 Inhorgenta, München 1977 Maimarkt Mannheim, 1977

Werbemarken aus den 1970er Jahren (Fotos © AUMA)

Einigkeit bestand aber darüber, dass diese Idee nur dann glaubwürdig bleiben konnte, wenn die Weiterentwicklung der deutschen Messewirtschaft im kooperativen, nicht im konfrontativen Wettbewerb erfolgt. Die Aktion Messeplatz Deutschland verstand sich als Kommunikationskonzept, das Werbung und PR-Aktivitäten im In- und Ausland umfasste. Die Realisierung dieses Konzepts prägte die Arbeit des AUMA in den folgenden Jahren, auch durch erstmalige Präsentationen in Ländern außerhalb Europas. Der Begriff Messeplatz Deutschland setzte sich sehr schnell durch und wurde Teil des Sprachgebrauchs in der Fachöffentlichkeit. Er steht heute quasi selbstverständlich für die Gesamtheit der internationalen Messen in Deutschland.

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AUMA 111: Wirtschaftswunder am Nil

Industrieausstellung warb 1957 in Nordafrika für die deutsche Wirtschaft

Deutsche Industrieausstellung 1957 in Kairo - Die IMAG hat dazu einen Film aus ihrem Archiv digitalisiert.Auslandspräsentationen der deutschen Wirtschaft gibt es schon recht lange: Sie reichen bis in die Gründungszeit der Bundesrepublik zurück. Viele Länder hatten damals noch keine Fachmessen, daher organisierte Deutschland eigene Ausstellungen vor Ort, um neue Märkte zu öffnen. Die erste sogenannte Technogerma fand 1954 in Mexiko statt; es folgte eine weitere in Finnland im Jahre 1956 und schließlich eine in Ägypten im Jahre 1957. Diese erste Gemeinschaftspräsentation der Bundesrepublik in einem arabischen Land überhaupt fand trotz der damaligen Spannungen im Nahen Osten statt – parallel zum Suezkonflikt. Auch eröffnete im Herbst desselben Jahres, also nur wenige Monate später, die DDR ihrerseits eine Industrieausstellung in Kairo, die zwar viel kleiner war, aber ebenfalls  für politische Aufregung sorgte.

An der Deutschen Industrieausstellung in Kairo vom 14. März bis 3. April 1957 beteiligten sich 420 deutsche Unternehmen  auf einem 50.000 qm großen Areal. Sie präsentierten Erzeugnisse aus allen exportrelevanten Industriebranchen “made in Germany”: Maschinenbau, Schwerindustrie, Chemie, Pharmazie, Fahrzeugbau und Bauindustrie. Eine halbe Million Besucher kamen in den drei Wochen auf die Nilinsel Gezira, um die Wunder der deutschen Wirtschaft zu sehen. Organisator der Ausstellung war die IMAG mit Sitz in München, die seit Gründung der Bundesrepublik Auslandsmessebeteiligungen in deren Auftrag durchführte. Veranstalter war der AUMA – Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft, damals noch mit Sitz in Köln.

Plakat zur Deutschen Industrieausstellung in Kairo 1957 – © IMAG Veranstaltet vom AUMA, durchgeführt und organisiert von der IMAG – Bild aus dem Dokumentationsfilm der IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – Im Bulli unterwegs durch die Wüste – © IMAG Deutsche Industrieausstellung 1957 in Kairo – Album – © IMAG GmbH

Deutsches Gemeinschaftsprojekt am Nil: Die IMAG organisierte im Auftrag der Bundesrepublik und des AUMA die erste Deutsche Industrieausstellung in Ägypten, in einer Zeit großer Spannungen im Nahen Osten, während des Suezkonflikts.

Die Bedeutung der Deutschen Industrieausstellung reichte jedoch weit über die reine Produktschau hinaus: Die Ausstellung war Wirtschafts- und Kulturbotschafter der neuen Bundesrepublik: So entstand in Kairo neben den sieben Hallen mit Kränen, Transportern und Autos ein exotisch anmutender Nachbau der deutschen Nachkriegsgesellschaft mit Folklore, Leuchtreklame und Bundesländerpavillons; im Messerestaurant wurden Wein und Bier ausgeschenkt. Das alles tausende Kilometer zu transportieren war eine technisch-logistische Herausforderung: 10.000 Container kamen auf dem Seeweg nach Alexandria, deren Transport nach Kairo weitere acht Wochen und 400 LKWs in Anspruch nahm.

Einen schönen Einblick in die Deutsche Industrieausstellung in Kairo bietet der historische Film der IMAG, der jetzt digitalisiert wurde. Die Aufnahmen stammen vom IMAG-Firmengründer Joachim Hietzig selbst. Der Film dokumentiert nicht nur ausführlich die Deutsche Industrieausstellung am Nil, ihre beeindruckendende Vorbereitung und Eröffnung, sondern auch die Besuche von Politikern, darunter des damaligen ägyptischen Präsidenten Gamal-Abdel Nasser. Der Film zeigt viele (mittlerweile kultige) Ausstellungsobjekte und gibt einen Eindruck vom Leben rund um die Ausstellung. Vor allem aber zeigt der Film Kairo in den 50er Jahren, die Stadt, ihre Umgebung und Bewohner und wird damit zu einem wertvollen Zeitdokument.

Hier sehen Sie den Film der IMAG: https://youtu.be/I0MNvZ3RoK0

Informationen zur IMAG GmbH erhalten Sie hier: www.imag.de

Unsere Bildergalerie hier gibt Ihnen einen kleinen Ausblick auf das Filmdokument.

Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – Aufbau – © IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – Landung in Alexandria – © IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – Transport von Alexandria nach Kairo – © IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – Touristische Highlights – © IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – Eröffnung in Gezireh – © IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – © IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – © IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – Eröffnung -© IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – © IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – Löwenbräu für das Ausstellungsrestaurant © IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – © IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – Folklore auf dem  Ausstellungsgelände – © IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – © IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – © IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – © IMAG Deutsche Industrieausstellung in Kairo 1957 – Touristische Highlights – © IMAG

420 Aussteller beteiligten sich an der Deutschen Industrieausstellung. 8.000 Kolli mit Ausstellungsgütern wurden auf 11 Schiffen nach Alexandria befördert. Für den Weitertransport nach Kairo gab es 8 Wochen lang einen Pendelverkehr mit rund 400 LKWs – bereits zu der damaligen Zeit eine technisch-logistische Meisterleistung.

 

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