Messeauftritt für eine Herzensangelegenheit

Wie ein Tauchgang fühlt sich der Besuch am Messestand der Goerner Group an. Zwischen halbtransparenten Stoffbahnen hindurch taucht der Besucher ein in eine 70 Quadratmeter große Unterwasserwelt. Auf der Ausstellungsfläche, die dem Meeresboden nachempfunden ist, hat die Firma die verschiedenen Verpackungen auf Felsen dekoriert. Die bläulich wabernde Standbeleuchtung macht die Tiefsee-Illusion perfekt.

Nachhaltigkeit ist für Elisabeth Goerner, Geschäftsführerin der Goerner Group, eine Herzensangelegenheit. Fotorecht: markus schwalenberg fotografie

„Als Österreicherin komme ich ja eigentlich aus den Bergen“, schmunzelt Geschäftsführerin Elisabeth Goerner. Die Unternehmerin ist in diesem Jahr zum ersten Mal als Ausstellerin auf der FachPack. „Als Besucherin komme ich schon seit Jahren hierher. Die FachPack ist für mich die Leitmesse für Verpackungen.“ Für Ihren ersten Auftritt als Ausstellerin habe sich Goerner bewusst Zeit gelassen, denn sie wollte etwas Innovatives präsentieren. Nach jahrelanger Forschung seien die Fasergussverpackungen aus reiner Zellstofffaser für die Lebensmittelindustrie nun bereit für den Markt – und große Kunden.

Unterwasserwelt statt Alpenpanorama

Besonders sollte auch der erste Messeauftritt der Firma aus Klagenfurt in Österreich sein. Dass dieser kein Alpenpanorama zeigt, sondern eine faszinierende Unterwasserwelt, ist das Ergebnis aus der Zusammenarbeit mit :mesomondo. Das Messebauunternehmen ist Teil der NürnbergMesse Group. Erster Ansprechpartner ist dort Marco Bauer, Teamleiter Vertrieb & Marketing. Mit seinem Team kümmert er sich darum, die Ideen, Vorstellungen und Ziele des Kunden zu erfassen. Zusammen mit internen und externen Designern entwerfen sie daraus ein passendes Konzept.

Der erste Messeauftritt der Goerner Group wurde von :mesomondo als Unterwasserwelt gestaltet. Fotorecht: markus schwalenberg fotografie

Dieses hat die Auftraggeberin Elisabeth Goerner begeistert: „Schon die erste Präsentation, die :mesomondo auf den Tisch gelegt hat, war unglaublich!“ Nach der Freigabe des Konzepts wird es bei :mesomondo technisch: Um die Vorstellung des Kunden in die Realität umzusetzen, stimmt sich Projektleiter Markus Urbon mit der internen Konstruktionsabteilung ab, stellt die notwendigen Materialien zusammen, beauftragt Grafiker und Schreiner. Anschließend werden alle benötigten Komponenten in der Messe zusammengetragen und von Montageteams zum finalen Stand zusammengesetzt. Hier erweist sich die Nähe zum Messezentrum als Vorteil von :mesomondo: „Als Tochterunternehmen sind wir rund um die Uhr auf dem Messegelände. Wenn Last-Minute-Anpassungen notwendig sind oder Dienstleistungen von anderen ServicePartnern vom Kunden angefragt werden, sind wir vor Ort“, so Marco Bauer.

Alle Erwartungen erfüllt

Auf den ersten Aufbautag hat Elisabeth Goerner besonders hin gefiebert. Trotz oder gerade wegen der beeindruckenden CAD-Renderings und Fotos aus der Produktion sei sie bis zum Schluss gespannt gewesen. Wird der Messestand ihre Erwartungen erfüllen? Am Messestand angekommen wandelte sich die Aufregung sofort in Begeisterung: „Der Stand sieht genauso aus, wie in den Renderings simuliert!“, schwärmt Goerner.

Elisabeth Goerner mit Marco Bauer, Sven Lamlé und Markus Urbon von :mesomondo (v.l.) Fotorecht: markus schwalenberg fotografie

Bei der diesjährigen FachPack ist der Stand von Goerner Packaging einer von 23 von :mesomondo individuell gestalteten Messeständen. Hinzu kommen über 180 Systemstände und sechs Sonderbereiche wie Ruhezonen. Mit seiner detailreichen Gestaltung wie dem Fotoboden im Meeres-Look, einer 45-Quadratmeter-großen stoffbespannten Rückwand und den ausgeklügelten Lichteffekten war der „Unterwasser-Stand“ der aufwändigste. Besonders stolz ist :mesomondo auch auf die große LED-Wand. Für diese haben die Technikexperten von :mesomondo eine eigene Konstruktion erstellt und diese mit dem modularen Standbausystem verbunden.

Vielfältige Services unter einem Dach

Für :mesomondo-Geschäftsführer Sven Lamlé ist das Projekt ein Paradebeispiel für die Zusammenarbeit innerhalb der NürnbergMesse Group: „Unsere Auslandsvertretung in Österreich hat den Aussteller auf uns aufmerksam gemacht. Wir haben den Standbau übernommen und die verschiedenen Gewerke koordiniert.“ Weitere Services wie Catering, die Buchung von Hostessen bis hin zur Organisation einer ganzen Abendveranstaltung für den Aussteller kann unter dem Dach der NürnbergMesse Group angeboten werden.

Der Schritt von der Besucher- auf die Ausstellerseite der FachPack hat sich für Elisabeth Goerner gelohnt. Mit dem Stand habe sie nicht nur das Ziel erreicht, Kunden für ihre Produkte zu begeistern. Sie konnte auch das Statement setzen für Nachhaltigkeit – und das zur 40. FachPack, bei der „umweltgerechtes Verpacken“ das Leitthema war. Auch für ihren nächsten Messeauftritt auf der FachPack 2021 habe sie schon eine Idee: „Die verrate ich Herrn Bauer aber noch nicht!“, schmunzelt Elisabeth Goerner.

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Erfolgreiche Premiere beim Internationalen Messestädte Fußballturnier

Der Einstand der NürnbergMesse-Kicker beim 40. Internationalen Fußballturnier der Messestädte hatte es in sich: Bei 30 Grad flimmerte die Luft über den Kunstrasenplätzen der Hans-Rosenthal-Sportanlage im Berliner Westen. Als Newcomer und Ausrichter des Messestädte-Turniers 2020 wurde der erste Auftritt der NürnbergMesse-Auswahl von den etablierten Teams mit Spannung erwartet. Bestehend aus Mitarbeitern und Auszubildenden der NürnbergMesse und ihrer Tochter :mesomondo war es die jüngste Mannschaft im Teilnehmerfeld.

Die Auslosung am Vorabend im ICC Berlin hatte die Gegner der Jungs und Mädels aus Nürnberg ergeben: In Gruppe B trafen sie auf die Messe Hamburg, die Messe Frankfurt, das Allstars-Team und RAI Amsterdam. Nach einer knappen Auftaktniederlage gegen Hamburg, das in der vorletzten Spielminute durch einen Sonntagsschuss aus über 16 Metern entschieden wurde, folgte ein hart umkämpftes Spiel gegen die Messe Frankfurt. Obwohl der Nürnberger Schlussmann einen Foulelfmeter spektakulär abwehren konnte, gewann Frankfurt knapp mit 2:1.

Mit Spannung erwartet: Der erste Auftritt der NürnbergMesse beim Internationalen Turnier der Messestädte gegen die Messe Hamburg. Foto: NürnbergMesse

Mit Spannung erwartet: Der erste Auftritt der NürnbergMesse beim Internationalen Turnier der Messestädte gegen die Messe Hamburg. Foto: NürnbergMesse

Gegentor – Ausgleich – Spiel gedreht

Zum dritten Spiel stand das Turnierabschneiden auf der Kippe: Gegen die Allstars wollte das NürnbergMesse-Team endlich den ersten Sieg einfahren. Doch ein überraschendes Konter-Tor der Gegner stellte den Spielverlauf auf den Kopf. Unterstützt von gut einem Dutzend mitgereister Fans steckten die Nürnberger nicht auf und drehten das Spiel per Kopfballtreffer und Fernschuss. Der ersehnte erste Sieg war geschafft! Obwohl das Halbfinale wegen der beiden Auftaktniederlagen für die Nürnberger nicht mehr zu erreichen war, schenkten sich im letzten Gruppenspiel Amsterdam und Nürnberg nichts. Torlos ging es in die Halbzeit. In der zweiten Hälfte platzte dann der Knoten: nach einer Möglichkeit für die Niederländer, die Elfmeter forderten, spielten sich die Nürnberger bis zum gegnerischen Strafraum vor. Der entscheidende Pass kam beim Stürmer an, der den gegnerischen Torwart umspielte und mit kühlem Kopf einschob. In den Schlussminuten wurde noch der Nürnberger Ersatztorwart zum Held: Mit zwei Glanzparaden sicherte er den Sieg gegen Amsterdam!

Für lautstarke Unterstützung sorgten rund ein Dutzend mitgereister NürnbergMesse-Fans. Foto: NürnbergMesse

Für lautstarke Unterstützung sorgten rund ein Dutzend mitgereister NürnbergMesse-Fans. Foto: NürnbergMesse

Zwei Niederlagen, zwei Siege und ein Torverhältnis von 4:4 ergaben am Ende Platz 6 von 10 für die NürnbergMesse. Eine Platzierung, die sich zur Premiere beim traditionsreichen Turnier sehen lässt. Den Turniersieg holte sich das Team der Deutschen Messe aus Hannover, das die Gruppe A dominierte und das Finale gegen Köln 1:0 gewann. Im Elfmeterschießen um den 3. Platz siegte Hamburg gegen Frankfurt. Um dieses zu erreichen, waren die Hanseaten zuvor auf den Sieg Nürnbergs gegen Amsterdam angewiesen und unterstützten diese vom Seitenrand. Die erfolgreichen Nürnberger dankten es wiederum mit lautstarker Unterstützung für den „HMC“ beim Elfmeterschießen um Platz 3. Die erste „Fanfreundschaft“ des Turniers war geboren.

See you in Nuremberg 2020!

Zur Siegerehrung versammelten sich die Mannschaften mit ihren Fans erneut im Palais am Funkturm des ICC Berlin. Dabei spielten die Berliner Organisatoren auch den Steilpass nach Nürnberg: Trainer und Kapitän der NürnbergMesse bedankten sich für die herzliche Aufnahme ins Turnier und sprachen die Einladung zum 41. Internationalen Messestädte Fußballturnier 2020 nach Nürnberg aus. Per Video stellte sich der Austragungsort 2020 vor:

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Messestandbau 4.0

Welche Trends sind im modernen Standbau zu beobachten?
Sven Lamlé, Mitglied der Geschäftsleitung der Holtmann Group, ServicePartner der NürnbergMesse: Die Frage muss differenziert betrachtet werden: Sprechen wir über den sogenannten „einfachen“ Systemstandbau, so geht die Entwicklung weg vom Standard hin zur individualisierten Lösung. Damit gemeint ist die Anreicherung des Systemstands um individuelle Komponenten, die eine klare Abgrenzung zum Standard – und damit zum Wettbewerb – ermöglichen. So entsteht eine neue Standkategorie zwischen dem System- und dem individuellen Designstandbau – wir nennen diese Kategorie „Median“. Das ist ein Mischstandbau der sowohl systemische wie auch, je nach Anforderung, deutlich ausgeprägtere Individuallösungen beinhaltet.
Und beim hochwertigen Designstandbau?

Lamlé: Hier dürfen die Kunden erwarten, dass ihre essentiellen Unternehmensbotschaften im und durch den Standbau verständlich übersetzt und dargestellt werden. Ungeachtet dessen erwarten die ausstellenden Unternehmen zunehmend auch „Full-Service-Dienstleistung“ rund um die Standgestaltung, aber auch – und vor allem – rund um die Teilnahmeplanung, -organisation und -durchführung.

Wie stellt sich Holtmann diesen Trends?
Lamlé: Mit zwei Marken. Mesomondo mit Sitz am Messeplatz Nürnberg ist Profi vom Systemstandbau bis hin in das weite Mediansegment – ab einem bestimmten Tiefengrad übernimmt dann „von Hand zu Hand“ Holtmann Messe+Event mit Sitz in Langenhagen bei Hannover die Bearbeitung als Profi im Designsegment mit seiner über 60-jährigen Erfahrung. Beide Marken profitieren dabei von den sich hier ergebenden Synergieeffekten, u.a. in Bezug auf Fundus, Erfahrungen, Standortvorteilen, Netzwerken oder Personaleinsatz. Und, wenn unsere Marken davon profitieren, dann werden es unsere Kunden gleichermaßen tun – unser Versprechen!

Vereint zwei Perspektiven: Sven Lamlé war viele Jahre bei der NürnbergMesse. Seit 2018 ist er Mitglied der Geschäftsleitung bei Holtmann. Foto: Linus Henne

Welche Rolle spielt die Digitalisierung?
Lamlé: Die hat längst Einzug in die Standbaubranche gehalten – mit innovativen Services für unsere Kunden. Unsere prioritäre Vorgabe ist die „Kundenbrille“. Danach liegt „perfekte Betreuung“ dann vor, wenn auf Basis einer „Win-win-Situation“ die wesentlichen (und technischen) Serviceleistungen digital wie automatisiert angeboten und abgewickelt werden können – dabei aber die Beratung und Betreuung persönlich und sympathisch erfolgt.
Wie ergänzen sich dabei die beiden Marken?
Lamlé: Ganz hervorragend – bezogen auf ihre jeweilige Zielgruppe: Während Mesomondo seinen (potenziellen) Kunden neuerdings das Mediansegment digital und spielerisch vermittelt, hat Holtmann Messe+Event die digitalen Themenwelten „Augmented und Virtual Reality“ bereits in seine Beratungsphase aufgenommen.
Was dürfen Kunden in den nächsten fünf bis zehn Jahren erwarten? Wie sieht der Stand der Zukunft aus?

Lamlé: Stand der Zukunft wird eine „multi-mediale Eventplattform“ sein. Hier wird auf pfiffige Weise der Brückenschlag zwischen dem Erreichen der individuellen Businessziele einerseits und dem Schaffen eines emotionalpersönlichen Erlebnisses andererseits vollzogen. Dabei werden die Stände von morgen mit großer Interaktivität überzeugen, dies lassen die neuen digitalen Lösungen ja schon zu. Die Grenzen der Standfläche werden überwunden, physische Limitierungen gesprengt und durch die Hinzunahme des unendlich scheinenden Digitalen Raums ergänzt. Wer eine kleinere Standfläche bucht, hat zukünftig nicht mehr den Nachteil, weniger präsentieren zu können. Die Frage wird nicht mehr sein, wer hat den attraktivsten Messestand, sondern wer erzählt die beste Geschichte, um seine Kunden zu erreichen. Die aufgezeigte Entwicklung wird uns anspornen, weiterhin Trendsetter für unsere Kunden zu sein.

So einfach planen Sie Ihren Messestand:

Ständig neue Features, Vorschau in 3D, Zubehör nach Wahl: Der Standkonfigurator der NürnbergMesse gibt Ausstellern ein Tool an die Hand, mit dem sie sich per Mausklick und „Drag and Drop“ ein Bild von ihrem künftigen Messestand machen können. „In fünf Schritten ist alles erledigt“, so Frank Hausam, Senior Manager MesseService Bereich Standbau. Best-Practice-Beispiele sollen das Interesse für Individualstände wecken.

 

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