In 48 Stunden zum Prototypen

Kreative Ideen kommen nicht auf Knopfdruck. Mag sein. Wenn sich aber viele kreative Köpfe zusammentun und in einer inspirierenden Atmosphäre gemeinsam hirnen, sind innovative Ergebnisse mehr als wahrscheinlich.

Mitte Oktober treffen sich rund 300 Hacker und 400 Besucher aus aller Welt im Nürnberger Fußballtempel zum sogenannten Hackathon. Eine Wortneuschöpfung, erklärt Jana Bailer vom Mentoren-Team der NürnbergMesse – ein Mix aus Marathon und Hacken – natürlich im positiven Sinn; sprich Hacker als Synonym für Tüftler mit einem besonderen Sinn für Technik, Kreativität und Originalität.

Interdisziplinäres Team zur Bearbeitung der Challenge gesucht

Das Vorgehen ist einfach: Anmelden – in Gruppen oder als Einzelperson, und dann binnen 48 Stunden Lösungen für eine von sechs vorgegebenen Aufgaben entwickeln – bis hin zum Prototyp. Eine Jury bewertet die Einreichungen – und es gibt natürlich Preisgelder für die Siegerteams. „Außerdem steht jegliches Material zur Verfügung, das benötigt wird“, ergänzt Jana Bailer. „Die technische Ausstattung ist da, WLAN natürlich, aber auch Schere, Kleber und Papier.“ Außerdem: Essen, Trinken, Outdoor-Programm mit Kicker-Tunnel, Exerlights und Dart-Ecke sowie flankierend eine Konferenz mit spannenden Talks, Vorträgen und einem Start-Up-Award-Wettbewerb. Hochkarätige Redner und Moderatoren sind dabei; unter anderem Amiaz Habtu, bekannt aus der TV-Show „Die Höhle der Löwen.“ Wer zwischendurch eine Mütze Schlaf benötigt, kann sich auf ein Feldbett zurückziehen. Unterstützt wird die Veranstaltung durch weitere Partner wie Siemens Healthineers, adidas und die Nürnberger Versicherung.

„Beim Hackathon sind uns die Diversität der Ideen und eine ungezwungene Atmosphäre wichtig“ bekräftigt Jana Bailer. „Die Teilnehmer sollen darüber hinaus Spaß haben und sich unvoreingenommen und positiv an die Aufgaben machen.“

Die Herausforderung: Ein Besucherkompass für die BIOFACH

Apropos Aufgaben. Die Challenges, die zur Wahl stehen, sind in drei Kategorien eingeteilt: Sport, Gesundheit und Mobilität. Die NürnbergMesse hat sich Folgendes ausgedacht: Die Hacker sollen eine intelligente Matching-Lösung für Besucher der BIOFACH-Messe entwickeln – auf Basis von echten, natürlich anonymisierten Daten. Stellen Sie sich vor, so heißt es in der Aufgabenstellung, Sie seien einer der über 50.000 Messebesucher und sollen so rasch als möglich die für Ihr Unternehmen relevanten Aussteller finden. Sie planen außerdem noch interessante Gespräche ein und möchten sich über neue Trends informieren – Sie haben aber nur einen Tag Zeit. Wie hilfreich wäre da eine Art Kompass, der genau auf Ihre individuellen Bedürfnisse zugeschnitten ist und Ihnen zeigt, wo es langgeht?

Onsite loves Online: Das Hackathon-Mentorenteam der NürnbergMesse nutzt den DTS auch, um zu verdeutlichen, dass Messe digital sein kann. (V.l.n.r.): Verena Kohler, Jana Bailer, Benjamin Pawelzik, Manja Rupprecht, Sebastian Orthgieß, Corinna Hopfenzitz, Heike Christine Hofmann. Fotorecht: NürnbergMesse

„Wir sind gespannt, was die Hacker pitchen werden. Das kann eine App sein oder etwas, an das wir noch gar nicht gedacht haben“, erklärt Jana Bailer weiter. „Wir freuen uns auf kreative Vorschläge und sind offen für alles – das macht den Charmes eines Hackathons aus.“ Fest steht: Das Siegerteam wird nicht mit dem Preisgeld abgespeist. Jana Bailer: „Unser Ziel ist es, den Prototypen mit den Hackern weiterzuentwickeln und nach Möglichkeit zur Marktreife zu bringen. Außerdem sind wir immer auf der Suche nach neuen Talenten.“

Alle Infos zum Programm finden Sie hier: www.gotechsummit.com/

Der Beitrag In 48 Stunden zum Prototypen erschien zuerst auf Das Online-Magazin der NürnbergMesse..