Mut tut gut – Teil 3

Ein BWL-Studium oder ein Doktor in Marketing sind allenfalls nett. Was aber einen richtig guten Unternehmer ausmacht, kann man nicht lernen. Allem voran braucht es den Mut, auch mal unbequeme Entscheidungen zu treffen. Im Magazin WissensDurst, dem Inspirationsbuch der BrauBeviale, wurden vier solcher Business Helden vorgestellt. Dr. Martin Tesch vom Weingut Tesch in Langenlonsheim ist einer von ihnen. Er übernahm als promovierter Biochemiker das 300 Jahre alte Weingut und verlor erst einmal fast die Hälfte der Stammkundschaft, weil er sowohl das Produkt als auch das Marketing radikal veränderte. Kompromisslos statt lieblich, englische Namen für deutsche Weine – Jahre später zahlte sich das aus. Weg mit dem Weinvokabular „Ich bin mit 15 von zu Hause weggegangen und wurde so nicht im Weinumfeld sozialisiert. Wenn es also manchmal heißt, ich hätte die Regeln der Weinbranche gebrochen, stimmt das nicht: Ich habe sie schlicht nicht gekannt. Der Urknall war Riesling Unplugged. Im Grunde eine alte Geschichte, ein unverfälschter rebsortenreiner, supertrockener Riesling – nur eben anders erzählt für eine neue Generation von Weintrinkern, die mit umständlicher Weinsprache à la ‚Riesling Kabinett, trocken, Langenlonsheimer St. Antoniusweg‘ nichts anfangen kann. Deshalb haben wir ‚Unplugged‘ draufgeschrieben. Weil es alles sagt: handgemacht, nicht laut, keine Tricks und keine […]

Der Beitrag Mut tut gut – Teil 3 erschien zuerst auf Das Online-Magazin der NürnbergMesse..

Mut tut gut – Teil 2

Ein BWL-Studium oder ein Doktor in Marketing sind allenfalls nett. Was aber einen richtig guten Unternehmer ausmacht, kann man nicht lernen. Allem voran braucht es den Mut, auch mal unbequeme Entscheidungen zu treffen. Im Magazin WissensDurst, dem Inspirationsbuch der BrauBeviale, wurden vier solcher Business Helden vorgestellt. Stephan Michel von Mahrs Bräu in Bamberg ist einer von ihnen. Er führt in vierter Generation eine fränkische Privatbrauerei mit über 400 Jahren Geschichte. Als er die 0,25-Liter-Flasche einführte, wurde die als „Babyflascherl“ verspottet. Und was die Leute über sein Dosenbier erst sagen…! Doch das beeindruckt Stephan Michel nicht. Krasses Packaging „Als ich 2011 die Idee mit den 0,25-Liter-Flaschen hatte, hat mein Vater gefragt: ‚Wer soll denn das kaufen?‘ Die Stammkundschaft hat gelästert: ‚Der ist doch nicht ganz dicht, wir trinken hier Halbe!‘ Nur mein Opa mit seinen 97 Jahren, der fand die Idee gut. Er hat nämlich schon immer gesagt: ‚Stephan, mach mir mal ein kleineres Bier, das große schaff ich nimmer.‘ Mein eigentlicher Fokus war aber das weibliche Geschlecht. Den Mädels ist eine Halbe oft zu viel. Da wird das Bier warm und schal und dann lassen sie es stehen – oder trinken gleich gar keins. Die schönen kleinen Flaschen hingegen gefallen […]

Der Beitrag Mut tut gut – Teil 2 erschien zuerst auf Das Online-Magazin der NürnbergMesse..

Mut tut gut

Ein BWL-Studium oder ein Doktor in Marketing sind allenfalls nett. Was aber einen richtig guten Unternehmer ausmacht, kann man nicht lernen. Allem voran braucht es den Mut, auch mal unbequeme Entscheidungen zu treffen. Im Magazin WissensDurst, dem Inspirationsbuch der BrauBeviale, wurden vier solcher Business Helden vorgestellt. Benedikt Kuhn von Bembel-With-Care aus Birkenau (Odenwald) ist einer von ihnen. Er traute sich an ein ausnehmend traditionelles Getränk und verpackte es neu: Apfelwein statt in braunen Literflaschen in der Dose. Dem Frankfurter Äppelwoi-Trinker mag das in der Seele wehtun. Eine neue, junge Zielgruppe freut’s. Und die kauft Kuhn 9,5 Millionen Dosen im Jahr ab. Tradition radikal verjüngt „Als Diplom-Designer und Odenwälder fand ich immer schon, dass Apfelwein ein hervorragendes, aber total schlecht vermarktetes Produkt ist. Immer wenn ich Nichtodenwäldern Apfelwein anbieten wollte, hieß es: ‚Iiih, was trinkst denn du da? Das sieht ja schon eklig aus!‘ Und ich musste ihnen recht geben: In den dunklen Flaschen mit den altbackenen Etiketten, auf denen entweder aquarellierte Äpfel, Bembel oder beides zu sehen waren, war Apfelwein kein Produkt, das man sich gern aus dem Regal nimmt. 250 Keltereien – und alle sahen gleich schlecht aus. Wenn man da etwas verbessern wollte, musste man einen Schlussstrich ziehen […]

Der Beitrag Mut tut gut erschien zuerst auf Das Online-Magazin der NürnbergMesse..

„Nürnberg hat einen besonderen Reiz“

Ausgerechnet die Finanzkrise war Initialzündung für die Weiterentwicklung des Familienunternehmens Jessberger. Als im Herbst 2008 in den Medien täglich von der drohenden Krise zu lesen war, trat Geschäftsführer Tobias Jessberger mit einer Bitte an seinen Vater: Er wolle in Zukunft auf zehn Messen im Jahr statt wie bisher auf drei bis vier ausstellen. Die mutige Entscheidung zahlte sich aus: „Im Jahr 2010 sind wir weltweit um 40 Prozent gewachsen“, so Tobias Jessberger, „da wir entgegen dem allgemeinen Trend werbe- und messetechnisch sehr aktiv waren.“ Das im bayerischen Ottobrunn ansässige Unternehmen produziert Pumpen. Das Portfolio fängt an bei der kleinen Handdosierpumpe und geht über die Fasspumpen für Chemikalien, Öle und brennbare Medien bis hin zu den großen Exzenterschneckenpumpen für Tomatenmark oder Fruchtsaftkonzentrate. „Wenn man langfristig im Markt erfolgreich sein möchte, muss man sich eine Nische suchen“, weiß Jessberger. Erfolgreicher Mix aus Website, SEO und Messe Tobias Jessberger setzte in der Krise auf Messen. Sein Mut zahlte sich aus. Foto: Privat In den vergangenen zehn Jahren hat die Firma ihren weltweiten Umsatz verdreifacht und beschäftigt mehr als 30 Mitarbeiter. Auch komplette Abfüllanlagen stellt Jessberger heute her. Damit kann von 200 Liter-Fässern oder kubischen Großpackmitteln (IBC-Containern) in kleine Kanister oder Flaschen abgefüllt werden. […]

Der Beitrag „Nürnberg hat einen besonderen Reiz“ erschien zuerst auf Das Online-Magazin der NürnbergMesse..

Ein sportlicher Wettbewerb – mit Genuss

Hört man Begriffe wie „Deutscher Meister“ oder „Weltmeisterschaft“, denkt man spontan an Sport. Besonders die Fußballweltmeisterschaft begeistert hierzulande Millionen von Zuschauern, das Bier fließt dabei häufig literweise. Doch eine Meisterschaft, bei der Bier die Hauptrolle spielt?! Gibt es: die Deutsche Meisterschaft der Biersommeliers. Was macht eigentlich ein Biersommelier? Welche sensorischen und herstellungstechnischen Besonderheiten besitzt ein Bier? Wie unterscheiden sich die verschiedenen Bierstile in Aroma und Charakter? Welches Bier passt perfekt zu welchem Gericht? Wie präsentiere ich ein Bier und seine Geschichte spannend und emotional? Auf all diese Fragen weiß ein ausgebildeter Biersommelier die perfekte Antwort. Er ist Experte auf dem gesamten Gebiet des Bieres und Ansprechpartner sowohl für Brauereien, Einkäufer und Gastronomen als auch für Gäste und Verbraucher. Die Deutsche Meisterschaft der Biersommeliers Seit 2009 werden diese besonderen Fähigkeiten in Form einer alle zwei Jahre stattfindenden Weltmeisterschaft gewürdigt. Wie bei vielen Sportarten auch, entschied die Deutsche Meisterschaft darüber, wer sich für die im September 2019 in Rimini (Italien) stattfindende Weltmeisterschaft qualifiziert hat. In der Vorausscheidung der Deutschen Meisterschaft, bei der im Oktober 2018 bei der Doemens Akademie 45 Teilnehmer gegeneinander antraten, ging es zunächst um das Erkennen verschiedener Bierstile und biertypischer Flavours in einer Blindverkostung. Die 15 Besten haben sich […]

Der Beitrag Ein sportlicher Wettbewerb – mit Genuss erschien zuerst auf Das Online-Magazin der NürnbergMesse..

Twin Peaks – „endgeiler Stoff“

„Das ist ja der Hammer! Wahnsinn!“ Diesen Freudenschrei dürfte jeder Besucher der 3. Craft Brauer Festivals bei Maisel & Friends am 8. September 2018 in Bayreuth gehört haben – auch wer nicht an der Siegerehrung des Hobbybrauerwettbewerbs teilgenommen hat. Er stammte von Susanne Luttner, der Ehefrau des Gewinners. Und auch er selbst ist überwältigt, als er die Urkunde in Empfang nimmt: „Des gibt’s ja ned“, wiederholt er mehrmals freudestrahlend. In der Garage steht schon länger kein Auto mehr Max Luttner ist 54 Jahre alt, Polizeibeamter von Beruf und wohnt in Schrobenhausen. Vor anderthalb Jahren hat er seine Garage ausgeräumt und professionell ausgestattet. Hat extra Elektrik und Gas verlegt und eine kleine Brauanlage hineingestellt. „Da hat meine Frau schon Augen gemacht, als ich da aufgeräumt und frisch geweißelt habe.“ Das Auto musste woanders Platz finden. Den Gewinnersud hatte er vor seiner Einreichung schon einmal gebraut und den Schafkopf-Kollegen auf den Tisch gestellt. „Endgeiler Stoff“ fanden diese. Somit hat Luttner sich noch einmal an die Braukessel gestellt, in brütender August-Hitze, und den Sud nachgebraut. Diesen hat er dann auf Anraten seines Sohnes, selbst gelernter Brauer, nach Bayreuth geschickt. „Twin Peaks“ hat er seine Weißbier-Kreation genannt, ein Weizen-Doppelbock, für den er Hopfensorten mit […]

Der Beitrag Twin Peaks – „endgeiler Stoff“ erschien zuerst auf Das Online-Magazin der NürnbergMesse..