High-Tex from Germany auf der Techtextil North America und der Texprocess Americas

Insgesamt 66 Unternehmen präsentierten Ende Mai 2018 auf einem rund 1.300 m² großen Gemeinschaftsstand technische Textilien, Vliesstoffe, textilverarbeitende Maschinen, Smart Textiles und Projekte der Textilforschung im Georgia World Congress Center in Atlanta.

Die geförderten Firmen stellen in der Gemeinschaftsbeteiligung jeweils auf einem mindestens 9 m² großen Messestand aus und können darüber hinaus ihr Unternehmen und ihre Produkte in einer Präsentation oder in einem Unternehmensvideo vorstellen. Foto: Carlos Maldonado/Kamera StudioDie Branchenleistungsschau, welche durch das Bundeswirtschaftsministerium in Zusammenarbeit mit dem AUMA veranstaltet wurde, fand unter dem Motto „High-Tex from Germany“ statt. Neben dem ansprechenden Standkonzept und der sehr guten Organisation, lobten die teilnehmenden Unternehmen die Qualität der Besucher. Durch die Initiative des Gesamtverbandes textil+mode, dem VDMA Textile Care, Fabric, Leather Technologies und VDMA Textilmaschinen konnten die Aussteller über den eigenen Stand hinaus ihre Produkte durch Kurzpräsentationen und Unternehmensvideos auf einer zentralen „Plaza“ vorstellen. Durchgeführt wurde die Beteiligung von der Messe Frankfurt.

Detlev Rünger, Deutscher Generalkonsul in Atlanta, erklärte auf der Pressekonferenz: „Der Südosten der USA hat eine lange Textiltradition. Hier sind viele Unternehmen angesiedelt, die stets auf der Suche nach innovativen textilen Materialien und Maschinen zu deren Herstellung und Verarbeitung sind.“ Patrick Specht, Referat Messepolitik und EXPO-Beteiligungen im BMWi, betonte: „Messen bringen Menschen zusammen. Das sieht man hier in Atlanta. Aus dem Grund unterstützen wir mit dem Auslandsmesseprogramm insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen dabei, ihre Produkte in Märkten im Ausland zu präsentieren.“ Und Marc Lorch, Mitglied des Vorstandes der Zwissler Holding und Ausstellerpräsident während der Branchenleistungsschau ergänzte: „High-Tex from Germany im Rahmen der Techtextil North America und Texprocess Americas war eine sehr gute Plattform für unsere Mittelständler.“

Insgesamt 66 Unternehmen präsentierten in Atlanta auf einem rund 1.300 m² großen Gemeinschaftsstand technische Textilien, Vliesstoffe... Textilverarbeitende Maschinen, Smart Textiles und Projekte der Textilforschung. Foto: Carlos Maldonado/Kamera Studio Das macht eine Messe aus: Hier kann man sehen, erleben, fühlen, testen. Foto: Carlos Maldonado/Kamera Studio Das Georgia World Congress Center in Atlanta. Foto: gtp2 architekten

Bereits im Jahr 2000 konnten sich die Unternehmen der deutschen Textilindustrie, des deutschen Textilmaschinenbaus sowie der deutschen Bekleidungstechnik erstmals in den USA, danach 2002 in Shanghai und 2007 in Mumbai sowie zuletzt 2012 in Moskau erfolgreich auf einer Branchenleistungsschau präsentieren.

Foto oben links: gtp2 architekten

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Viele Superlative und leckere Mangos auf dem IEIA Open Seminar in Indien

“Es gibt in Indien nur zwei Jahreszeiten: den Monsun und die Mangos. Der eine erquickt die Erde, die anderen die Seele” – so ein indisches Sprichwort.

FRUIT LOGISTICA 2018 - Foto: © Messe Berlin GmbH/Benjamin PritzkuleitEs gibt Dinge im Leben, die man erst dann versteht, wenn man sie selbst erlebt hat. So auch die Passion der Inder für ihre Mangos. Im Zuge meiner Teilnahme an dem indischen Messekongress in Hyderabad bekam ich eine Kiste Mangos geschenkt. Es genügt schon ein Stückchen solch einer Mango zu essen, um nie wieder eine andere Mango essen zu wollen. Es sind nicht nur die köstlichen Mangos, die dieses Land und Leute einzigartig machen. Es ist ein Land der Superlative: 1,3 Mrd. Menschen, also das 16fache von Deutschland, ein Altersdurchschnitt von 29 Jahren – in Deutschland liegen wir bei 45 Jahren – und auf einer Fläche, die neun Mal größer ist als die Bundesrepublik.

Die Liste der Superlative ließe sich problemlos erweitern. Daraus ergeben sich viele Möglichkeiten – auch für die Messewirtschaft. Seit vielen Jahren sind deutsche Messeveranstalter in Indien tätig. Dennoch sind längst nicht alle Potentiale erschöpft. So wurde die Qualität und das Know-how deutscher Messen auch beim IEIA Open Seminar immer wieder betont. Deutsche Messen sind in Indien sehr gefragt. 2017 waren es 38 Messen, die unter dem Label GTQ (Germany Trade Fair Quality Abroad) in Indien durchgeführt wurden. Zudem sind 2018 insgesamt 18 German Pavilions auf Messen in Indien geplant.

 Als Geschenk für die Teilnahme am IEIA Open Seminar in Hyderabad wurde eine Kiste Mangos übergeben.Auch aus Indien nehmen jährlich viele Aussteller und Besucher an Messen in Deutschland teil: Rund 3.000 Aussteller und 40.000 Besucher. 2019 ist Indien Partnerland der Ambiente. Dort wird es sicher keine frischen Mangos geben. Aber eines steht fest: die nächsten Messen, bei denen man eine Chance hat, diese großartige Frucht zu probieren wie z.B. auf der Biofach, Anuga oder der Fruit Logistica werden oben auf meiner Agenda stehen. Und vielleicht gibt es ja eines Tages eine Mango-Messe in Deutschland.

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1961: Deutsche Exportwirtschaft auf Roadshows durch Afrika

AUMA 111: Messe-News von gestern

Der Export nach Afrika, vor allem in die Länder südlich der Sahara, gilt traditionell als schwierig, nicht zuletzt wegen der oft unzureichenden (Messe-) Infrastruktur. Vor fast 60 Jahren startete die deutsche Exportwirtschaft deshalb ein kühnes Experiment: Sie organisierte eine Wanderausstellung durch einige Staaten Westafrikas, weil es dort noch kein Ausstellungsgelände gab. Die Ausstellung reiste auf 17 Lkw mit Spezialaufbauten. Der Erfolg ermutigte die Wirtschaft, 1963 eine noch größere Wanderausstellung durch Ostafrika auf den Weg zu bringen: 24 Fahrzeuge mit 55 Begleitpersonen waren sieben Monate unterwegs und steuerten 27 Ziele in Mosambik, Rhodesien (heute Zimbabwe), Njassaland (Malawi), Tansania, Uganda und Kenia an.

Deutsche Rundfunk-, Fernseh- und Phono-Ausstellung, Berlin 1961 Interzum, Köln 1961 Kunststoffe Düsseldorf, 1963 Interbrau, Dortmund 1964

Werbemarken aus der ersten Hälfte der 1960er Jahre (Fotos © AUMA)

Weitere Ausstellungen dieser Art sind nicht überliefert, auch weil seitdem in vielen Ländern solide Messehallen gebaut wurden. Heute nennt man solche Veranstaltungen übrigens Roadshows, die vor allem in bestens erschlossenen Ländern stattfinden, organisiert von Eventmanagern, meist ohne Afrika-Erfahrung. Außerdem wären sieben Monate Dauer heute schwer vermittelbar, zur Not könnte man in der Zeit zum Mars fliegen.

Foto li.: Janine Grab-Bolliger/Bearbeitung: Joujou/pixelio.de

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