Was ist Ihre Messegeschichte?

Nach besonderen Erlebnissen fragte der AUMA die Teilnehmer und Teilnehmerinnen beim Tag der Industriekommunikation 2019. Klar, dass die Kommunikationsprofis auf der Tagung rund um das B2B-Marketing der Zukunft viele Messegeschichten zu erzählen hatten. Dafür gab es MesseMensch-Buttons zum Mitnehmen.

Zu den ersten Neugierigen, die am Infostand des AUMA in der Partner-Lounge der Tagung vorbeischauten, gehörte ein Besucher, der nach dem richtigen Button für einen „Messe-Hasser“ fragte. Nach einer Schrecksekunde erfuhren wir Stand-Betreuerinnen, dass der Gast wohl sehr arbeitsintensive und deshalb anstrengende Messetage erlebt hatte. Zum Glück war diese Reaktion die große Ausnahme. 

Welcher Messetyp sind Sie? Unter zehn bunten Buttons konnten Besucher am Infostand den passenden für sich aussuchen

Eigentlich hatte jede Person etwas Besonderes über Messen zu berichten, die meisten etwas Positives. Die persönliche Kommunikation mit Kunden und geschäftliche Erfolgserlebnisse, die Atmosphäre bei einem Stammestreffen der Branche und das Gemeinschaftsgefühl unter Kollegen boten eine Menge Gesprächsstoff. „Ohne Messe geht es nicht!“ – darüber war man sich einig.

Zusammen mit Sylvia Kanitz, Marketing-Referentin im AUMA, habe ich an diesem Tag einige tolle Messegeschichten gehört und persönliche Statements gesammelt. Wir stellen sie bald hier im AUMA Blog vor.​

Sind Sie ein MesseHeld? Oder ein MesseFan, MesseProfi, MesseMacher...? © AUMA Der AUMA bot in der Partner-Lounge Informationen zu Messen © AUMA Stark nachgefragt: erfrischendes Eis aus der AUMA-Truhe © AUMA Julia Tornier und Sylvia Kanitz, AUMA, sammelten Messe-Erlebnisse © AUMA Welcher Messetyp sind Sie? © AUMA Endlich einmal persönlich getroffen: Sarina Ernst von der Digitalplattform induux © AUMA

Der siebte Tag der Industriekommunikation fand am 27. Juni 2019 im Veranstaltungsforum Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck statt. Der Bundesverband Industrie Kommunikation e.V. (bvik) begrüßte dort 300 Marketing-Experten aus Unternehmen und Agenturen. Der AUMA war bereits zum vierten Mal vor Ort und in diesem Jahr erstmals Kooperationspartner des bvik zum Thema Messe.

Im Social Web sind unter #MesseMensch schon viele Beiträge zu sehen. Machen Sie mit, zum Beispiel auf Twitter und Instagram! Oder haben Sie auch eine Messegeschichte zu erzählen? Wir freuen uns über Zusendungen, am liebsten mit der Ergänzung „Ich bin ein MesseMensch, weil…“

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Regionale Publikumsmessen: Gerät der Point of Sale aus dem Fokus?

Welche Wünsche hat der Besucher einer Publikumsmesse und was sollte ihm der Veranstalter bieten? Das ist immer wieder Gegenstand von Diskussionen und Vorträgen, zuletzt auch auf der Messefachtagung des FAMA in Dresden. Thematisiert wurde, das aktive Erlebnis und die persönliche Begegnung im digitalen Zeitalter neu zu denken, Wohlfühlatmosphäre zu schaffen, ganzjährig funktionierende digitale Touch-points zu schaffen, den Besucher zu emotionalisieren, ihn quasi zu betreuen im Sinne „eines Urlaubs für einen Tag“. Vom Geschäft war eher wenig die Rede.

Andererseits hört man von einzelnen Ausstellern, dass sie ihren Messe-Erfolg weiterhin schlicht am Umsatz messen, und Veranstalter berichten, dass das bei regionalen Publikumsmessen durchaus weit verbreitet ist. Und offensichtlich kauft der Besucher auch immer noch, sonst würden viele Regionalmessen schlechter dastehen. Aber das Kaufvolumen könnte natürlich deutlich höher sein. Frage ist deshalb: Wird genug getan – von Veranstaltern und Ausstellern –, um den Besucher zum Kauf zu animieren? In der Messe-Forschung scheint der Begriff „Kauf“ fast verpönt zu sein. Wenn er aber für die Aussteller immer noch wesentliche Bedeutung hat, sollte sich das ändern. Natürlich sollte eine Publikumsmesse mehr sein als ein Supermarkt oder eine Mall. Aber „nur“ Erlebnis und Wohlfühlen reicht vielleicht auch nicht. „Kauferlebnis“ oder „Erlebniskauf“ sind doch auch schöne Begriffe. Sonst tritt vielleicht ein Effekt ein, der schon in manchen Shopping-Centern zu beobachten ist, nämlich, dass der Umsatz der Gastronomen höher ist als derjenige der Einzelhändler, für die das Ganze eigentlich gebaut wurde.

Also: mehr Mut, über das „Geld ausgeben“ auf Publikumsmessen zu reden. Die Aussteller werden es vermutlich danken.

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VRIKS GmbH: Messen ergänzen die Online-Präsenz

Die VRIKS GmbH wurde im Januar 2018 in Berlin gegründet. Die Idee zur digitalen Videobibliothek kam der Geschäftsführerin und Gründerin Hannah Jo Wolff bei der Chaosbewältigung der eigenen privaten und beruflichen Videosammlung auf dem Smarthone. Das Start-up will Unternehmen, NGOs und Stiftungen helfen, ihre Videos zu speichern, sicher zu verwalten und vor allem wiederzufinden. Das Digitalunternehmen nahm dieses Jahr zum dritten Mal in Folge an der Hannover Messe teil.

1. Wie hat das Messeprogramm Ihr Unternehmen unterstützt?
Hannah Jo Wolff: Es war super, dieses Jahr ein zweites Mal über das Förderprogramm junge, innovative Unternehmen an der Hannover Messe teilzunehmen. Ohne die finanzielle Hilfe wäre die Teilnahme für uns als Start-Up nicht möglich. Die Messe bietet uns eine Plattform, um Kunden und Partner zu gewinnen. Hier können wir uns mit Fachleuten austauschen, was extrem hilfreich ist: So haben wir beispielsweise dieses Jahr das Angebot zum Nutzen einer Spracherkennungssoftware bekommen, die jetzt in VRIKS eingebaut wird.

 

2. Wie haben Sie Kenntnis von dem Messeprogramm erhalten?
Hannah Jo Wolff: VRIKS wurde von Juni 2017 bis Mai 2018 von EXIST gefördert. Über das Gründungsstipendium hörten wir von diesem Messeprogramm und haben uns daraufhin beworben. Das Vernetzungspotenzial ist hervorragend. Im direkten Gespräch mit interessierten Kunden, sowie Mitaustellern konnten wir schon letztes Jahr eine große Menge Input sammeln, um VRIKS weiterzuentwickeln. Deshalb waren wir dieses Jahr wieder zurück auf der Hannover Messe!

3. Was haben Sie im Laufe Ihrer Messebeteiligungen dazu gelernt?
Hannah Jo Wolff: Privatkunden brauchen auch digitale Videobibliotheken. Auf die zahlreichen Anfragen auf der letzten Hannover Messe hin, entwickelten wir deshalb im letzten Jahr FamilienVideo. Kinder, Eltern und Großeltern können sich private Videos teilen. Clips oder ganze Sammlungen bleiben privat über gesicherte Links für Freunde und Familien. Das Internet ist mobil geworden, alle haben Smartphones. Deswegen muss die Videobibliothek jederzeit von überall abrufbar sein.

4. Ergänzen Sie bitte: „Wir beteiligen uns an Messen, weil…“
Hannah Jo Wolff: … wir unerwartete Fragen kriegen und der direkte Kontakt einen größeren Unterschied macht, als unsere Online-Präsenz. Dadurch sind wir mit dem Produkt nah am Kunden. Wir kriegen mit, was Sache ist und wohin die Trends gehen – und gehen dann selbstverständlich auch mit. Das sieht man gut auf unserer Website, die wir nach jedem Messebesuch neu aufsetzen.

Die Gründer der VRIKS GmbH, Hannah Jo Wolff (Tierärztin, Psychologin) und Martin Stenzel (Informatiker, Medienexperte), sind langjährige Freunde und Entwickler im Bereich digitales Wissensmanagement. VRIKS ist ein einfaches und überschaubares Werkzeug, um Videos im Privaten, aber auch in Unternehmen für Marketing und Archiv einfach zu nutzen – eine digitale Videobibliothek, ausdrücklich mit Servern in Europa. Alleinstellungsmerkmal sind die DSGVO-Kompatibilität, die Ergonomie und die Synthese von Video und Text.

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Messezukunft? Gibt es schon.

In einigen Medien-Berichten über die Messewirtschaft heißt es gelegentlich, dass die Messe als solche tot ist oder jedenfalls ziemlich am Ende, dass kaum jemand aus der digitalen Generation Lust hat, seine Zeit in unattraktiven Messehallen zu verbringen und dass Messen ohnehin den digitalen Medien weichen werden. Wiederbelebungsmaßnahmen seien akut nötig, so heißt es oft, allen voran Festivalisierung und Digitalisierung: Messen sollen einfach mehr Spaß machen. Politiker und andere Prominente sollen sich außerdem mehr um Messen kümmern, aber auch die Messehalle selbst soll optimiert werden, intuitiver begehbar sein, Themenschwerpunkte setzen und Ruhezonen anbieten. Reine Theorie? Wunschdenken? Nein – das alles gibt es schon, etwa in der Outdoor-Branche, die das Thema Messe seit längerem unkonventionell angeht.

Bundesminister Gerd Müller besuchte am 1. Juli 2019 die Outdoor by ispo in München. Foto © Messe München GmbH/Holger Rauner Auf der Outdoor 2019 konnte man Extremkletterer Jost Kobusch treffen. Foto © Messe München GmbH/Holger Rauner Persönlich vor Ort: Tim Leatherman signierte auf der Outdoor sein weltbekanntes Werkzeug. Foto © Messe München GmbH/Holger Rauner Nähservice bei deuter: Während der Messe bot der Hersteller deuter einen Reparaturdienst an. Foto © AUMA Viel Luft zum Sitzen: Überall auf der Messe gab es Ruhezonen. Foto © Messe München GmbH/Holger Rauner Quiz und Mitmachangebote bei ecco. Foto © AUMA

Auf der diesjährigen Outdoor by ispo war dies gut zu sehen: Festivalisierung von Messen? Die Outdoor als Messe hat ebenso wie die Outdoor-Branche die Wende von der Produkt- zur Eventinszenierung schon vor längerer Zeit vollzogen. Man findet bei den Ausstellern vielfältige Mitmachangebote, darunter ein Quiz und Beutelkordeln bei ecco, Reparaturdienst auf dem deuter-Stand, gemeinsame Camps und Marken-gebrandete Reisen. Outdoor gilt als Lebensgefühl, die Branche ist 365 Tage (und Nächte) aktiv. Auf der Outdoor-Website werden eine Vielzahl von Touren und Camps angeboten, außerdem Gesundheitstipps, Outdoor-Geschichten und Wettbewerbe mit tollen Gewinnen, darunter ein Sommerbiwak am Hintertuxer Gletscher und OutDays Sunset Hike. 33 messebegleitende Events wurden vom Veranstalter angeboten.

Prominente und Politiker auf Messen? Tim Leatherman signierte Leatherman-Tools. Adam Ondra, einer der weltbesten Sportkletterer, diskutierte mit anderen Sportkollegen über Klettern bei den Olympischen Spielen in Tokio. Und Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit, sprach auf dem Messestand des BMWI „Grüner Knopf“ über ethische und ökologische Aspekte in der Textilproduktion – mit Presserundgang und Interviews. Neue Formen der Hallenbelegung? Die Stände waren links und rechts eines zentralen, breiten Ganges platziert mit entsprechend guter Orientierung für die Besucher. Sonderausstellungen mit Sitzkissenbereichen boten Information in Kombination mit Ruhezonen, eine Chill Area mit Information Upload sozusagen. Und auch als das Unwetter am 1. Juli in München die Outdoor-Aktivitäten außerhalb der Halle unmöglich machte – Indoor hat Outdoor auch bestens funktioniert. Es zeigt sich: Manche andere Branche konnte hier viel lernen.

Moderne Hallenbelegung: Zentraler Gang mit guter Orientierungsmöglichkeit für die Besucher auf der Outdoor. Foto © Messe München GmbH/Holger Rauner Mitmachangebote für Besucher auch bei Fjällraven. Foto © AUMA Aktionskünstler schafft kreative Atmosphäre auf der Outdoor. Foto © AUMA

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Benefits4you: Dank Messeförderung erstmals auf der FIBO

Die Benefits4you GmbH wurde Ende 2017 im Saarland gegründet. Bisher hat das Start-up, das für Produktinnovationen im Sport- und Fitnessbereich sowie im Spa- und Wellnessbereich steht, nur auf kleineren Hausmessen ausgestellt. Doch dank der Förderung des BAFA konnte sich das junge Unternehmen erstmals auch auf einer internationalen Leitmesse für die Fitnessbranche präsentieren – auf der FIBO Global Fitness in Köln, erzählt Geschäftsführer Thomas Heinz.

Wie hat das Messeprogramm ihr Unternehmen unterstützt?
Thomas Heinz: Die FIBO Global Fitness ist eine der wichtigsten Messen für die Fitnessbranche. Hier treffen die großen mit den kleinen Unternehmen zusammen. Für jedes Unternehmen, das mit Fitness arbeitet, also ein Muss. Wir haben im Rahmen des Gemeinschaftsstandes für junge innovative Unternehmen die Chance ergriffen, neue Kunden zu akquirieren und bestehende Geschäftsbeziehungen zu pflegen. Unser Unternehmen hatte das große Glück, unsere Produkte auch bei starken Partnern auf deren Messestände unterzubringen.

Das Team von Benefits4you besteht aus Fachleuten mit vielschichtiger Erfahrung aus Industrie, Handel und Sport. Als Besucher nutzt die Firma etwa fünf Messen im Jahr. 2019 nahm das junge Unternehmen zum ersten Mal an einem Gemeinschaftsstand auf der FIBO Global Fitness in Köln teil.

Wie haben Sie Kenntnis von dem Messeprogramm erhalten?
Thomas Heinz: Schon länger haben wir überlegt, wie wir an einer so großen und wichtigen Messe wie der FIBO als Start-up teilnehmen können. Durch ein Telefonat mit dem Veranstalter wurden wir auf die Förderung des BAFA aufmerksam. Am gleichen Tag haben wir den Antrag ausgefüllt und haben schnell Antwort erhalten – und konnten somit an der FIBO im Rahmen des Gemeinschaftsstandes teilnehmen.

Was haben Sie im Laufe Ihrer Messebeteiligung dazu gelernt?
Thomas Heinz: Das wichtigste ist, ein gutes Team vor Ort zu haben. Wir waren mit insgesamt sieben Mitarbeitern vor Ort und konnten dadurch viele gute Gespräche führen. Hier geht auch ein Dank an das durch den AUMA geförderte Coaching, vor und nach der FIBO. Hier wurden viele Tipps und Tricks sowie hilfreiche Hinweise gegeben, die wir gut für unseren Messeauftritt verwerten konnten.

Ergänzen Sie bitte: „Wir beteiligen uns an Messen, weil …“
Thomas Heinz: Wir beteiligen uns an einer großen Messe wie der FIBO, weil wir dadurch sehr konzentriert neue Kontakte knüpfen und bestehende Geschäftsbeziehungen pflegen und intensivieren können. Die FIBO hat uns die Möglichkeit gegeben, Neukunden beziehungsweise neue Partnerschaften auf den Weg zu bringen.

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Auch Entspannung ist ein Messe-Erlebnis

Was braucht ein Logistiker für einen gelungenen Messebesuch? Ein Festival, Show, Musik? Auf der Messe transport logistic Anfang Juni in München ahnte man, dass die Bedürfnisse offensichtlich woanders lagen. Vor allem wollten die weitgereisten Transportexperten miteinander reden – natürlich über Geschäfte, aber vermutlich auch über anderes. Dabei war durchaus Entspannung angesagt: Ein weitläufiger Biergarten, natürlich auch mit anderen Getränken und Essbarem, war nahezu ausgebucht. Ein paar Meter weiter: Eine Wiese mit schlichten Liegestühlen – ebenfalls fast voll besetzt (Die Hallen waren übrigens trotzdem gut gefüllt). Man spürte fast die gute Stimmung. Und weit und breit keine Action! Auch nicht durch Produkte in Funktion, denn die sind auf der transport logistic eher eine Seltenheit.

Biergarten auf der transport logistic - Foto: AUMAWas sagt uns das? Die Vorstellung, dass der Messebesucher bestimmte Erwartungen hat, die vorauseilend zu erfüllen sind, ist ziemlich abwegig, Der Messeplatz Deutschland besteht aus – grob geschätzt – hundert verschiedenen Branchen, deren Vertreter im Zweifelsfall hundert verschiedene Vorstellungen vom perfekten Messe-Erlebnis haben. Das mag manche Vereinfacher enttäuschen, die gern aus Entwicklungen einzelner Messen gleich Branchentrends ableiten, aber so ist sie nun mal, die Messewirtschaft. Also muss sich wohl jede Projektleitung und jeder Messebeirat ein eigenes, maßgeschneidertes Zukunftskonzept ausdenken.

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