Live und in Farbe: So geht die NürnbergMesse auf Sendung

Das war so nicht geplant. Alles im Kasten und dann das. Während sich die Gäste der aktuellen „3plus1“-Talkrunde noch mit einem munteren Small-Talk verabschieden (unter ihnen die bekennende Club-Anhängerin Katrin Müller-Hohenstein), fährt ein Reisebus an der bodentiefen Glasfront der neuen Messehalle 3C vorbei. Ein Bus in den Farben grün und weiß. Aus der Nachbarstadt, deren Namen manche hier in Nürnberg nicht oder nur mit Mühe über die Lippen bekommen.

Sei`s drum. Der gelösten Stimmung tut das immerhin keinen Abbruch. Die Sendung ist aufgezeichnet. Gut 40 Minuten hat der ehemalige Nachrichtenmann Prof. Sigmund Gottlieb vom Bayerischen Rundfunk mit dem bayerischen Ex-Ministerpräsidenten Dr. Günther Beckstein, dem Architekten Johannes Hoffmann aus dem Hause Zaha Hadid und Sportstudio-Frontfrau Katrin Müller-Hohenstein diskutiert. Über die neue Halle 3C, die Funktion von Architektur an sich, über Wahrzeichen und die Strahlkraft von Städten und Regionen, über die NürnbergMesse, Weltoffenheit und den 1. FC Nürnberg.

Tolle Gäste, neue Kulisse, neue Halle: Impression vom 3plus1-Dreh im Juli 2019. Fotorecht: NürnbergMesse

Vielfältige Themen und Gäste

Seit 2015 gibt es das TV-Format „3plus1“ inzwischen. Drei-, viermal im Jahr erörtern drei geladene Gäste mit einem Moderator ein Schwerpunktthema, das mehr oder minder eng mit der NürnbergMesse verbandelt ist. So geht es um Start-Ups in der Region zum Beispiel, die Digitalisierung, Bio-Lebensmittel oder neue Technologien in der Medizintechnik. Gesprächslenker ist Prof. Sigmund Gottlieb. „Der Talk in der NürnbergMesse macht mir sehr großen Spaß“, betont er, während er sich auf den Weg in die Maske macht. Die Themen seien so vielfältig wie die Gäste. Ski-Legende Markus Wasmeier war schon da, die Politiker Christian Schmidt und Dagmar Wöhrl oder auch Rallye-Star Walter Röhrl. Gerne würde er noch einmal über das Thema Start-Ups reden, so Gottlieb weiter – mit innovativen und mutigen Jungunternehmern, die gerne auch ein bisschen quer denken dürfen. „Das finde ich extrem spannend.“

Kleine Unterhaltung am Rand: Der bayerische Ex-Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein im Gespräch mit Moderator Prof. Sigmund Gottlieb. / Fotorecht: NürnbergMesse

Gottlieb ist ein Profi. Er weiß, was er wann und wie sagen will und welche Pause sinnvoll ist. Auch seine Gesprächspartner verstehen ihr Handwerk. Dr. Günther Beckstein findet formschöne Metaphern. Die Glasfront der neuen Halle 3C sei wie ein Schaufenster der Stadt Nürnberg. Ein Symbol für eine wirtschaftsstarke Stadt mit offenen Armen für die Menschen aus aller Welt. Die vielgereiste Katrin Müller-Hohenstein zeigt sich beeindruckt von der hellen und freundlichen Atmosphäre in der neuen Halle. „Wenn man außen vorbeikommt, könnte man hier drinnen auch ein modernes Schwimmstadion vermuten.“ Johannes Hoffmann schmunzelt bescheiden. Der Architekt aus dem Londoner Zaha Hadid-Büro zeichnet verantwortlich für die Halle 3C mit ihren charakteristischen „Baum-Stelen“. Und er gibt das Lob direkt weiter an sein ganzes Team.

Die Profis hinter den Kulissen

Doch nicht nur vor der Kamera, sondern auch hinter den Kulissen von „3plus1“ sind Profis am Werk. Die Kameraleute zum Beispiel. Sie sorgen in stundenlanger Vorbereitung beim Aufbau des Sets dafür, dass sie das richtige Licht und den richtigen Ton treffen. „Dieses Mal ist es eine echte Herausforderung gewesen“, erzählt Tim Wilinski von der „Medienschneiderei“ Pix Byte Media. „Die neue Kulisse in der Halle 3C – das war ein kleiner Kraftakt. Das Tageslicht durch die Glasfronten kommt hier direkt und wird auch noch vom Boden reflektiert. Deshalb hat das Ausrichten ein bisschen länger gedauert.“

Das Kamerateam von Pix Byte Media im Einsatz. Fotorecht: NürnbergMesse

Die neue Kulisse: eine runde Sache in Design und Funktion

Apropos neue Kulisse. Diese wurde vom Messebauer :mesomondo nach gemeinsam mit Pix Byte Media erarbeiteten Entwürfen angefertigt. Eine runde Plattform aus hellem Holz, moderne Sitzmöbel in grau und rot, offen gestaltet mit einem Höchstmaß an Flexibilität. „Uns war dabei wichtig, dass die neue Kulisse vom Design her die Halle 3C widerspiegelt, aber auch flexibel aufgebaut werden kann, sogar im Freien. Unser ganzes Team ist stolz auf dieses neue kleine Meisterwerk,“ fasst Projektmanagerin Janet Schelhorn zusammen.

Erste Ideen wurden bereits im August 2018 zusammengetragen. „Generell sind bei solchen Aufträgen mehrere Abteilungen eingebunden“, erklärt Schelhorn weiter. „Der Vertrieb, die CAD und die Projektleitung, die den Kunden bis zur Fertigstellung des Projektes begleitet.“ Gab es dabei besondere Herausforderungen? „Auf jeden Fall“, so Schelhorn. „Die Monitorstelen und die tragenden Seitenteile der Gesamtkonstruktion waren keine leichte Sache. So durften die Stelen ein bestimmtes Gewicht nicht überschreiten. Zudem mussten wir bei den Seitenteilen eine gewisse Tragfähigkeit garantieren, sie aber gleichzeitig zerteilbar planen. Schließlich sollen sie sie in einen Aufzug passen.“

Die neue Kulisse ist modern, flexibel einsetzbar und passt in einen Aufzug. Fotorecht: NürnbergMesse

Herausgeputzt: immer auf der Schokoladenseite

Visagistin Beate Römler-Grande bereitet Sportmoderatorin Katrin Müller-Hohenstein auf die „3plus1“-Aufzeichnung vor. / Fotorecht: NürnbergMesse

Während der Aufzeichnung von „3plus1“ ist noch jemand im Dauereinsatz: Beate Römler-Grande. Stets hat sie ein Adlerauge auf die Talkrunde. Die Visagistin und Stylistin rückt die Gäste vor der Aufzeichnung ins rechte Licht. Aber auch während des Drehs achtet sie darauf, dass alle ordentlich aussehen. In den Einspieler-Pausen springt sie auf, pudert nach und zupft Krawatten zurecht. Über zehn Jahre ist sie schon im Geschäft. Folglich hat sie schon vielen Prominenten mit Puder und Schminke eine Schokoladenseite gezaubert. „Es gibt trotzdem noch Momente, in denen ich Lampenfieber habe“, lacht sie. „Aber letztlich sind die VIPs auch nur Menschen. Die einen wollen reden, die anderen sind eher schweigsam. Ich passe mich da an und mache einfach meinen Job.“

Zum Nachschauen in der Mediathek

Die aktuelle „3plus1“-Folge „Strahlkraft für Nürnberg“ wurde am 25. Juli 2019 auf FrankenFernsehen ausgestrahlt. Alle Folgen sind zudem in der Mediathek der NürnbergMesse bzw. auf dem Youtube-Kanal der NürnbergMesse zu sehen.

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Frauen-Power trifft auf Gründermut

Die drei Gäste in den 3plus1-Sesseln bringen geballtes Fachwissen mit und sind Insider in der Gründerszene: Unternehmerin Dagmar Wöhrl, IHK-Expertin Claudia Schlebach und Aya Jaff. Letztere war selbst Mitgründerin von CoDesign Factory und ist Deutschlands wohl bekannteste Programmiererin. Jaff ist Teil der Gründerszene und weiß, wie Gründer denken: „Alle haben gemeinsam, dass sie den Willen haben etwas zu verändern – und das schnell. Sie sind ungeduldige Menschen und denken sehr, sehr groß!“ Ganz nach ihrem Motto „Einfach machen!“ rät Jaff Gründer hinauszugehen und sich ein Netzwerk aufzubauen.

Beste Gelegenheiten dafür bietet die NürnbergMesse mit Messeformaten speziell für Start-ups. „Junge innovative Unternehmen“ können sich in Nürnberg auf 17 Fachmessen an Gemeinschaftsständen des gleichnamigen Förderprogramms beteiligen. Gefördert werden darin vom Bundeswirtschaftsministerium kleine Unternehmen mit Sitz in Deutschland, die jünger sind als zehn Jahre. Um den Aufbau, die Organisation und Betreuung der Gemeinschaftsstände kümmern sich die Experten der NürnbergMesse.

„Zum Vertrieb gehören Messen“

Dass Messen hervorragende Startrampen sind für Unternehmen bestätigt bei „3plus1“ auch die Unternehmerin und Jurorin der TV-Show „Höhle der Löwen“, Dagmar Wöhrl: „Zum Vertrieb gehören Messen. Ganz wichtig! Ich finde es ganz toll, was die NürnbergMesse hier macht. Ich war selbst schon mit ‚meinen‘ Start-ups hier.“ In der Kombination aus Online- und Messeauftritt, sieht Wöhrl das Erfolgsrezept für den Vertrieb. „Menschen wollen ein Produkt anfassen und erklärt bekommen, was der USP, der Mehrwert an dem Produkt ist,“ so die Unternehmerin.

Bereits rund 1.200 Unternehmen haben sich seit 2007 über das Förderprogramm „junge innovative Unternehmen“ oder an einer Start-up-Area auf einer der Fachmessen der NürnbergMesse präsentiert. Auch für die Gründerin Aya Jaff ist der Face-to-face-Kontakt essentiell: „Damit man Vertrauen schafft und gleich sieht, was genau ist das Produkt, wie funktioniert das?“

Gutes Kosten-Nutzen-Verhältnis – ohne Risiko

Anders als bei „3plus1“ ist der Frauenanteil in der Start-up-Szene mit 12 Prozent eher gering. Warum das so ist, erklärt die Start-up-Expertin der Bayerischen IHKs Claudia Schlebach: „Viele der technischen Start-ups kommen aus den MINT-Berufen heraus. Es liegt aber auch daran, dass viele Frauen das Risiko eher scheuen.“

Helfen kann auch hier die Beteiligung an einem Gemeinschaftsstand. Denn hinsichtlich der Kosten unterscheidet sich die Teilnahme deutlich von einem selbst organisierten Messeauftritt. Bei einem guten Kosten-Nutzen-Verhältnis können Jungunternehmen erste Messeerfahrung sammeln. Außerdem profitieren die Gründer vom Know-how der Start-up-Experten der NürnbergMesse, die sich um die Organisation kümmern.

 

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Wenn der Hacker den Preis im Online-Shop selbst bestimmt

Es sieht kinderleicht aus: Mit wenigen Klicks hackt sich der IT-Sicherheits-Profi Sebastian Schreiber in den Online-Shop der Pizzeria. Er wählt zwei Familien-Pizzen aus. Ändert quasi per „Copy-Paste“ den Preis von 23,50 auf 2,50 Euro und bestellt. „Web-Applikationen sind ein Dorado für Angreifer“, sagt Schreiber. Das Publikum ist begeistert, johlt und applaudiert. Nach diesem Muster geht es weiter. Nach und nach erhöht der Profi-Hacker den Schwierigkeitsgrad. Er bestellt eine Luxus-Uhr für 84,- statt 840,- Euro, danach folgt der Angriff auf einen Web-Server.

Hacken mit guter Absicht

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Sebastian Schreiber (links), Geschäftsführer der SySS GmbH, war einer der Gesprächspartner beim aktuellen „3plus1 – Talk aus der NürnbergMesse“

Illegal ist das nicht, denn Sebastian Schreiber hat gute Gründe: Als Geschäftsführer der SySS GmbH führt er seinen Kunden – manchmal schmerzlich – vor Augen, wo die Sicherheitslücken ihrer Systeme liegen. Die Herausforderung für ihn und seine über 100 Mitarbeiter: Mit zunehmender Digitalisierung ergeben sich immer neue Angriffsflächen für Hacker: „Komplexität ist immer ein Feind von IT-Security“, sagt Schreiber, bei „3plus1 – der Talk aus der NürnbergMesse“.

Von bis zu 80 Milliarden böswilliger Scans und rund 300.000 neuen Schadprogrammen täglich gehen Forscher aus. Über 50.000 verseuchte E-Mails werden im Monat in deutschen Regierungsnetzen abgefangen. Auf Anwendungen zum sicheren Datenaustausch zwischen Computern, Mobilgeräten oder Maschinen hat sich die Firma NCP spezialisiert.

„Komplexität ist immer ein Feind von IT-Security“

Wie wichtig IT-Sicherheit ist, haben die Unternehmen erkannt, unterstreicht NCP-Geschäftsführer Patrick Oliver Graf in „3plus1“: „Die Kunden haben sehr stark auf- und nachgerüstet. Firmen handeln mittlerweile präventiv, informieren sich sehr gut und erwarten auch vom Hersteller wie zum Beispiel von NCP eine vollumfängliche Beratung.“

Ihre Lösungen zeigen die Spezialisten aus Nürnberg auf der it-sa. Dort sind sie nicht alleine: Die Cyber-Security-Messe in Nürnberg ist die nach Ausstellern größte weltweit. Danach folgen Veranstaltungen in San Francisco und London. Im Oktober findet die it-sa zum zehnten Mal in Nürnberg statt. Erwartet werden rund 700 Aussteller und IT-Sicherheitsexperten aus der ganzen Welt – darunter auch viele Start-ups. Ihr gemeinsames Ziel: Den Weg für eine sichere Digitalisierung zu bereiten.

Neue Folge: „3plus1: Alles digital? Aber sicher!“

Was dafür getan werden muss, diskutieren in der neuen Folge „3plus1 – der Talk aus der NürnbergMesse“ Prof. Norbert Pohlmann, Vorstandsvorsitzender des Bundesverband IT-Sicherheit TeleTrusT, Rebekka Weiß, Expertin für Datenschutz und Verbraucherrecht beim Verband BITKOM, und der professionelle IT-Angreifer Sebastian Schreiber, Geschäftsführer SySS GmbH.

 

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